Trendwende Klassik

Chöre, Orchester und Theater haben sich in den vergangenen zwanzig Jahren enorm gewandelt. Noch nie wurden in Deutschland so viele Konzertsäle neu gebaut oder saniert. Und die deutsche Theater- und Orchesterlandschaft ist im Bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission verankert. Orchester, Chöre sowie freischaffende Musikerinnen und Musiker haben einen festen Platz im Musikleben.

Internationale Anerkennung

Der Ruf der deutschen Orchester und Rundfunkchöre im Ausland ist hervorragend. Sie gehören zu den besten der Welt. Ihre Gastspiele sind begehrt.

Am Puls der Zeit

Die Vielfalt der Orchester und Rundfunkchöre in Deutschland ist einzigartig. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es so viele. Ihre exzellente Klangkultur entwickeln sie immer weiter. Gleichzeitig pflegen sie eine über 500 Jahre alte Tradition. Dank ihrer Innovationsfreude und Wandlungsfähigkeit sind sie auf der Höhe der Zeit.

Gesellschaftliches Engagement

Orchester und Rundfunkchöre stoßen mit künstlerischen Mitteln gesellschaftliche Debatten an und gestalten sie mit. Die Klangkörper garantieren Lohngleichheit von Frauen und Männern. Sie sind Vorreiter bei der Integration von Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln. In Orchestern und Rundfunkchören arbeiten Mitglieder aus vielen Nationen aufs Engste zusammen.

Innovative Projekte und Veranstaltungsformate

Im vergangenen Jahrzehnt entstanden unzählige neue und teilweise spektakuläre Projekte und Konzertformate. Musikerinnen und Musiker gehen immer stärker auf ihr Publikum zu. Immer öfter erobern sie den gesellschaftlichen Raum jenseits der etablierten Spielstätten. Besondere Anstrengungen unternehmen Orchester sowie Chöre und Bigbands des Rundfunks bei der Musikvermittlung in allen Altersgruppen.

Immer mehr Veranstaltungen für neues Publikum

Mit dem intensiven Ausbau der Musikvermittlung nehmen Orchester ihren Kulturauftrag wahr und verstärkt auch einen Bildungsauftrag. Musikpädagogische Aktivitäten wie Instrumentenpräsentationen, Kammermusikauftritte und Workshops in Schulen stiegen in der Spielzeit 2017/2018 mit über 6.000 Veranstaltungen um rund 20 Prozent im Vergleich zur Spielzeit 2015/16. Das belegt die aktuellste DOV-Konzertumfrage, die alle zwei Jahre erhoben wird. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Kinder-, Jugend-, Familien- und Schülerkonzerte um mehr als 25 Prozent auf 2.863. Damit tun die Orchester enorm viel für das Publikum von morgen.

Bauboom bei Spielstätten

In ganz Deutschland werden Konzertsäle, Theater und andere Spielstätten neu gebaut oder saniert.

Was hat die Trendwende Klassik mit dem Statistischen Bundesamt zu tun?

Politikerinnen und Politiker brauchen als Entscheidungsgrundlage solide Daten. Der Musikbereich war lange terra incognita. Das muss ein Ende haben, forderte die Enquete-Kommission Kultur in Deutschland, die ihren Abschlussbericht bereits Ende 2007 vorlegte.

Beim Füllen der Datenlücke leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Deutschen Musikinformationszentrums unermüdliche Arbeit. Sie sammeln und erarbeiten Statistiken über Konzerte, öffentliche Fördergelder oder Publikumsentwicklung.

Das Statistische Bundesamt legte 2016 zum ersten Mal den Spartenbericht Musik vor. Damit ist der Grundstein gelegt für eine Weiterentwicklung der Datenerfassung im Musikbereich.

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