Musikvermittlung

Angebote zur Musikvermittlung haben sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt. Während sich die Theaterpädagogik bereits in den 1980er Jahren etabliert hatte, wurde musikalische Bildung durch Orchester und Rundfunkklangkörper erst nach der Jahrtausendwende ein richtiges Thema.

Seitdem sind unzählige Initiativen und Projekte oftmals aus der Mitte der Orchester und Chöre entstanden. Inzwischen gibt es in vielen Theatern und Rundfunkanstalten auch fest angestellte Konzertpädagoginnen und -pädagogen.

Die DOV hat zahlreiche Impulse gesetzt und Aktivitäten entwickelt, um der Musikvermittlung zum Durchbruch zu verhelfen, sie weiterzuentwickeln und Strategien der Besucher­entwicklung (Audience Development) zu fördern. Denn Orchester, Konzerthäuser, Musiktheater und Rundfunkchöre legitimieren die Finanzierung durch die öffentliche Hand oder den Rundfunk­beitrag auch mit ihrem Engagement, breite Bevölkerungs­schichten und viele Zielgruppen anzusprechen. Die DOV gehört unter anderem zu den Gründungs­mitgliedern des netzwerk junge ohren, das sich für innovative professionelle Musik­vermittlung in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg engagiert.

Für ihre langjährige Educationarbeit wurde die DOV 2014 mit der höchsten musik­pädagogischen Auszeichnung geehrt; der Leo-Kestenberg-Medaille. Sie erhielt die Ehrung vom ehemaligen Verband Deutscher Schulmusiker (VDS), der inzwischen im Bundesverband Musikunterricht aufgegangen ist. Der VDS würdigte vor allem die Entwicklung und Unterstützung herausragender musikalischer Bildungs- und Vernetzungsprojekte zur Förderung des musikalischen Nachwuchses an Schulen, zum Beispiel die Orchester­patenschaften tutti pro.

Hans Reinhard Biere, Vorsitzender der DOV-Rundfunkkommission, und Geschäftsführer Gerald Mertens erhalten von Prof. Dr. Ortwin Nimczik, Präsident des Verbands Deutscher Schulmusiker, die Leo-Kestenberg-Medaille (vlnr)
Hans Reinhard Biere, Vorsitzender der DOV-Rundfunkkommission, und Geschäftsführer Gerald Mertens erhalten von Prof. Dr. Ortwin Nimczik, Präsident des Verbands Deutscher Schulmusiker, die Leo-Kestenberg-Medaille (vlnr) © BMU

Inzwischen geht es längst nicht mehr nur darum, Kindern die Freude am Musizieren und Zuhören nahe zu bringen. Orchester und Chöre musizieren für Schwangere, Geflüchtete oder Demenzkranke. Sie gehen in Sportarenen und Altenheime. Immer öfter spielen sie an ungewöhnlichen Orten. Damit wecken sie Interesse bei Menschen, die bislang nicht unbedingt ins Konzerthaus oder Theater gehen. Zentral bleibt die Förderung des musikalischen Nachwuchses.

Seit 2015 besteht zwischen DOV und dem Bundesverband Musikunterricht eine offizielle Kooperation. Gemeinsames Ziel ist die Weiterentwicklung der musikalischen Bildung von Kindern und Jugendlichen in Schulen. Dabei arbeiten Vertreterinnen und Vertreter der allgemeinbildenden Schulen, Musiklehrer, Orchestermusiker und Chorsänger vor allem in Projekten zusammen.

DOV-Vorsitzender Hartmut Karmeier und Prof. Dr. Ortwin Nimczik, Präsident des Bundesverbands Musikunterricht, unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung (vrnl)
DOV-Vorsitzender Hartmut Karmeier und Prof. Dr. Ortwin Nimczik, Präsident des Bundesverbands Musikunterricht, unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung (vrnl) © BMU

 

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