Aktuelle Meldungen

Neues Kunsthochschulgesetz in NRW könnte viele Lehrbeauftragte schlechter stellen: Feste Stellen geplant – Vergütung noch unklar – alle ohne Festjob verlieren Recht auf Mitbestimmung

13.04.2021 –  Der andtag in NRW hat ein Gesetz beschlossen, das die Lage von hunderten Lehrbeauftragten an den Kunsthochschulen des Landes verschlechtern könnte. Für einige soll es zwar mehr soziale Sicherheit durch feste Stellen geben, aber auch für diese bleibt die Höhe der Vergütung bislang unklar. Das Gesetz wurde Anfang April mit einer Übergangsfrist von fünf Jahren beschlossen.

In NRW sind die Lehrbeauftragten seit 1994 offiziell Mitglieder der Hochschulen, also in den Gremien vertreten, und dürfen mitbestimmen. Nach der Umsetzung des neuen Gesetzes sind sie nur noch Angehörige der Hochschule und verlieren ihre Mitbestimmungsrechte. Statt demokratisch gewählte Vertreterinnen und Vertreter zu haben, werden ihre Repräsentanten von der Hochschulleitung nur noch ernannt. Das ist ein echter Rückschritt.

Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft will die Situation der Lehrbeauftragten nach eigenen Aussagen verbessern. In den nächsten Jahren sollen neue feste Stellen geschaffen werden. 2021 bewilligte das Land Mittel für 23,5 neue Stellen, bis 2026 sind rund 80 geplant.

Die neuen Stellen sollen vor allem in den Kernfächern entstehen: Korrepetition (Klavierbegleitung an Opernhäusern), Musiktheorie, Klavier und Gesang als Nebenfach. Alle anderen Aufgaben blieben bei Lehrbeauftragten, die dann wesentlich schlechter gestellt sein könnten. Im Kern sollte es eigentlich darum gehen, für Daueraufgaben auch Dauerstellen zu schaffen. Dafür wären schätzungsweise bis zu 150 Stellen nötig. Bislang übernehmen Lehrbeauftragte an den Musikhochschulen mehr als 50 Prozent der Lehre. Nach der Umsetzung der Reform soll der Anteil auf 30 Prozent sinken.

 

Prof. Birgit Schmieder im KSK-Beirat

DOVmagazin 2/21 –  Auf Vorschlag der DOV hat der Bundesminister für Arbeit und Soziales Prof. Birgit Schmieder in den Beirat der Künstlersozialkasse berufen. Schmieder ist Vertreterin der Lehrbeauftragten und Freischaffenden im DOV Gesamtvorstand sowie Vorsitzende der AG Freie und Lehrbeauftragte. Im Beirat der KSK setzt sie sich für die Belange der wachsenden Zahl der freischaffenden DOV-Mitglieder ein.

 

Musik-Lehrbeauftragte in Baden-Württemberg: Schluss mit der Willkür – gemeinsam für #faireLehre

11.03.2021 – Im Vorfeld der Landtagswahlen in Baden-Württemberg hat die DOV von den zuständigen Politikerinnen und Politikern abermals nachhaltige Verbesserungen für die Lehrbeauftragten an Musikhochschulen gefordert. Der Lehrauftrag muss grundlegend reformiert werden. Er soll in ein Beschäftigungsverhältnis überführt werden, das den Maßstäben des Arbeitsrechts gerecht wird. Bis das erreicht ist, müssen in einem Zwischenschritt die Honorare auf ein auskömmliches Niveau steigen.

Musik-Lehrbeauftragte bekommen keinen Arbeitsvertrag. Sie haben einen Lehrauftrag. Der ist in der Regel auf ein Semester befristet. Anspruch auf Verlängerung besteht nicht. Gezahlt wird schlecht, im Durchschnitt 12.500 Euro pro Jahr. Für viele ist das die einzige Einnahmequelle. Damit ist eine verlässliche Familien- und Lebensplanung nicht möglich. Und Altersarmut ist programmiert.

Musik-Lehrbeauftragte sind besonders betroffen, weil sie dem gesetzlichen Auftrag folgend die Lehre an den Musikhochschulen nicht nur ergänzen, sondern auch sicherstellen. Hochschulen und ihre Rechtsträger stehen also in besonderer Verantwortung.

Das Personalleitbild des Lehrbeauftragten im Hochschulbereich geht davon aus, dass der Lehrauftrag nicht dazu bestimmt ist, das Familieneinkommen zu sichern. Es setzt einen finanziell auskömmlichen Hauptjob voraus. Das war mal so. Heutzutage geht das an der Realität vorbei. Wer gesetzlich verpflichtet ist, die Lehre sicherzustellen, verdient entsprechende berufliche Anerkennung und Wertschätzung.

Die festen Stellen an Musikhochschulen, selbst wenn sie zukünftig vermehrt geschaffen werden sollten, lösen das Problem nur zum Teil, denn ihre Anzahl wird nie ausreichen.

Deshalb muss an den Rahmenbedingungen für den Einsatz von Lehrbeauftragten angeknüpft werden! Der Lehrauftrag als öffentlich-rechtliches Rechtsverhältnis ist nicht mehr zeitgemäß und muss grundlegend reformiert werden.

  • Idealerweise wird der Lehrauftrag in ein Beschäftigungsverhältnis überführt, das an den Maßstäben des Arbeitsrechts gemessen wird.
  • Bis das erreicht ist, bedarf es auskömmlicher Honorare, weniger Befristungen und eines passenden Altersvorsorgesystems. Die gesetzlich verankerte Hochschulautonomie lässt das zu. Die Verantwortlichen müssen es nur wollen.

Den DOV-Flyer können Sie hier runterladen.

 

Online-Symposium der Musik-Lehrbeauftragten in Sachsen: Lehre als Versprechen oder Leere Lehre

05.03.2021 – Mit rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern hat am 2. März ein Online-Symposium zur Situation der Musik-Lehrbeauftragten in Sachsen stattgefunden. Auf dem virtuellen Podium saß neben Vertreterinnen und Vertretern aus der Landespolitik, der Lehrbeauftragten und der Musikhochschulleitungen Dresden und Leipzig auch Jan-Christian Hübsch, der sich seit 2019 bei der DOV um die Belange der Lehrbeauftragten kümmert.

Hübsch wies auf antiquierte Personalleitbilder für die Lehrbeauftragten an den Hochschulen hin. Deutlich machte er auch, dass der Lehrauftrag als öffentlich-rechtliches Rechtsverhältnis eigener Art aus sich selbst heraus kaum reformierbar ist. Denn dahinter stehe das verwaltungsrechtliche Konstrukt eines Über- bzw. Unterordnungsverhältnisses, auf dessen Basis keine ausgewogenen Rechte und Pflichten für die Tätigkeit als Lehrbeauftragter herstellbar sind.

Bemerkenswert war das Eingeständnis der Rektoren sowohl in Dresden als auch in Leipzig, dass der Lehrbetrieb ohne Lehrbeauftragte überhaupt nicht denkbar sei. An beiden Standorten besteht das Lehrpersonal zu annähernd 50 Prozent aus Lehrbeauftragten.

Zwar bestand bei den meisten Teilnehmern Einigkeit, dass noch viel zu tun sei, um den prekären Rechtsstatus der Musik-Lehrbeauftragten nachhaltig zu verbessern. Gleichzeitig jedoch wurde deutlich, dass Änderungen nur mit besserer finanzieller Ausstattung der Hochschulen möglich sind. Genau da besteht aus DOV-Sicht die Schwierigkeit, dass steigende Finanzmittel in aller Regel nur in die Schaffung neuer fester Stellen investiert werden. Grundsätzlich ist dies begrüßenswert. Darüber darf dann aber das Schicksal derer nicht in Vergessenheit geraten, die als Lehrbeauftragte diese neu geschaffenen Stellen nicht ergattern.

 

Musikhochschulen in Baden-Württemberg setzen Finanzierungsvereinbarung um: mehr feste Stellen für Lehrbeauftragte?

03.03.2021 – An den Baden-Württembergischen Musikhochschulen soll laut Wissenschaftsministerium bis 2025 schrittweise der Anteil von Lehraufträgen auf maximal 27 Prozent des Gesamtlehrdeputats je Hochschule gesenkt werden. Damit verbunden sind strukturelle Änderungen, die – sofern sie umsichtig umgesetzt werden – für einen Teil der Lehrbeauftragten mehr finanzielle und soziale Sicherheit bedeuten. Bislang sind die Honorare nicht auskömmlich und die Aufträge trotz in der Regel langfristiger Beschäftigung nicht sicher.

Die rund 900 Lehrbeauftragten an den Musik- und Kunsthochschulen in Baden-Württemberg leisteten 45 Prozent aller angebotenen Semesterwochenstunden im Wintersemester 2018/19 (das sind die aktuellsten vorliegenden Zahlen). An den Musikhochschulen wird momentan die Hochschulfinanzierungsvereinbarung Baden-Württemberg für die Jahre 2021 bis 2025 vom 31. März 2020 umgesetzt. Bis zum Sommer müssen sie einen entsprechenden Plan vorlegen. Die Finanzierungsvereinbarung eröffnet den Hochschulen die Möglichkeit, zusätzliche unbefristete Stellen in der Grundfinanzierung zu schaffen. „Dies kann auf Vorschlag der Hochschulen sowohl durch Ausbringung neuer Stellen als auch durch Überführung bisher programmfinanzierter kw-Stellen in dauerhafte Stellen erfolgen“, heißt es in der Vereinbarung.

Der bevorstehende Wandel muss sozial gerecht gestaltet werden. Die Lehrbeauftragten stehen für kontinuierliche Qualität der Lehre auch in der Corona-Krise. Sie sind in der Pandemie mit zusätzlichen Ausgaben und Einnahmeausfällen belastet. Ihnen muss der Strukturwandel in Form von festen Verträgen zugutekommen. Am 20. Februar haben sich Vertreterinnen und Vertreter der Lehrbeauftragten auf das Papier Lehrbeauftragte stützen die Musikhochschulen im Ländle geeinigt.

 

Petition: Lehrbeauftragte in Sachsen fordern faire Verträge & angemessene Honorare

30.11.2020 – Im Rahmen der Novellierung des Sächsischen Hochschulfreiheitsgesetzes haben Lehrbeauftragte in einer Petition an den Landtag von den Abgeordneten Schritte zur Abschaffung ihrer jahrzehntelangen Benachteiligung im Vergleich zu festangestellten Kolleginnen und Kollegen gefordert. Das betrifft vor allem Entlohnung und Vertragsgestaltung.

„Mit der Erteilung eines Lehrauftrages wird kein Dienstverhältnis begründet", heißt es in der Petition. „Die Hochschulen müssen die Pflicht erhalten, einen Vertrag auf ‚Augenhöhe‘, also privatrechtlicher Natur zu schließen. Nur somit können faire Arbeitsbedingungen für die über 1.000 freischaffenden Dozenten in Sachsen erreicht werden. Außerdem muss die Angemessenheit der Honorierung (im Vergleich einer Festanstellung) mit einer verbindlichen Honoraruntergrenze untersetzt werden, um die prekäre Situation an den Hochschulen endlich zu durchbrechen.“

Zum Wortlaut der Petition gehts hier. Unter dem Link kann sie auch unterzeichnet werden.

 

Lehrbeauftragte pochen weiter auf faire Arbeitsverhältnisse an Musikhochschulen

30.10.2020 Am 24. und 25. Oktober hat die 11. Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm) stattgefunden, diesmal als Video-Konferenz, ausgerichtet von der HMT Rostock. Fazit war: Die Corona-Pandemie zeigt überdeutlich die prekäre Situation der Lehrbeauftragten auf. Eine signifikante Umwandlung der Lehraufträge in privatrechtliche Verträge und Festanstellungen sind mehr als überfällig. Mit Sorge sieht die bklm die Entwicklungen in NRW, wo die bisherige Regelung – Durchbezahlung und soziale Absicherung – abgebaut werden soll.

Im Mittelpunkt der Konferenz standen die Umsetzung der Stuttgarter Reformatio und die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Lehrbeauftragten. In intensiven Gesprächen tauschten sich Vertreter*innen der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen und vergleichbaren akademischen Einrichtungen über die Entwicklungen seit der 10. bklm vor einem Jahr aus.

Dabei wurde deutlich, dass es in keinem Bundesland entscheidende Schritte in Bezug auf die Stuttgarter Reformatio gegeben hat. Die Pandemie-bedingte Umstellung des Lehrangebots auf verschiedenartige Online-Formate sowie deren Durchführbarkeit und Akzeptanz durch die Studierenden im Sommersemester 2020 hat zudem dazu geführt, dass ein beträchtlicher Teil der im Lehrauftrag vereinbarten Stunden nicht gehalten und damit auch nicht vergütet werden konnte.

Hauptthemen der Podiumsdiskussion am Sonntagvormittag waren Hochschulfinanzierung bzw. Stellenschaffung, Bedeutung von Kunst und Kultur sowie die Corona-Pandemie. Unter der Moderation von Ludwig Hartmann (NDR) fand dazu ein Austausch statt zwischen Prof. Rico Gubler (Präsident der Musikhochschule Lübeck), Prof. Dr. Reinhard Schäfertöns (Rektor der HMT Rostock), Susanne Bowen (Staatssekretärin im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Mecklenburg-Vorpommern), Dr. Johannes Kalbe (Bündnis 90/DIE GRÜNEN), Daniel Peters (CDU, MdL), Jan-Christian Hübsch (Jurist der DOV), Ulrike Höfer (Sprecherin der bklm), Hayo Keckeis (Sprecherteam bklm).

In das neue Sprecherteam wurden gewählt: Ulrike Höfer und Birgit Schmieder als Sprecherinnen, Gottfried Engels, Elisabeth Fürniss, Sebastian Haas, Hayo Keckeis und Yumiko Yamamoto als weitere Mitglieder des Sprecherteams. Beschlossen wurden auch weitere Schritte zur formalen Integration von Lehrbeauftragten in die bklm, die an mit Musikhochschulen vergleichbaren akademischen Einrichtungen lehren. Diese sind zukünftig auch für eine Sprecherposition im bklm-Team wählbar.

 

Gesundheitsschutz während der Corona-Krise

11.06.2020 Die aktuelle Situation stellt Lehrbeauftragte vor große Herausforderungen. Wie zum Beispiel kann Präsenzunterricht unter Beachtung der Vorgaben des Gesundheitsschutzes aussehen? Anregungen können Lehrende an Musikhochschulen in einer Zusammenstellung von Vorschlägen und Erkenntnissen verschiedener medizinischer Institute, Einrichtungen und Verbände finden. Diese Synopse wurde von der Arbeitsgruppe Gesundheit und Prophylaxe der DOV erarbeitet.

Zu den Empfehlungen für Proben und Aufführungen von Orchestern und Chören (Synopse) gehts hier (Teil 1) und  hier (Teil 2) .

 

Landesrektorenkonferenz Sachsen: Status der Lehrbeauftragten muss gestärkt werden – Forderung von DOV und BKLM

03.06.2020 Faire Arbeitsbedingungen schaffen und Leistungen von Lehrbeauftragten an Musikhochschulen anerkennen – diese Forderungen adressierten Vertreter*innen von BKLM und DOV im Rahmen der Klausurtagung der Landesrektorenkonferenz Sachsen. An der Veranstaltung am 2. Juni nahmen Sebastian Haas (HfM Dresden), Mechthild Winter (HMT Leipzig) und Jan-Christian Hübsch (DOV) teil. Die Landesrektorenkonferenz Sachsen ist der Zusammenschluss aller sächsischen Hochschulleitungen. Sie sichert das Zusammenwirken der Hochschulen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben und versteht sich als ihre Stimme in der Öffentlichkeit.

Abkehr vom öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis eigener Art durch Anpassung der entsprechenden Rechtsgrundlage im sächsischen Hochschulfreiheitsgesetz

Die Klausurtagung wurde wegen der Coronakrise als Online-Konferenz organisiert. Die zentrale Botschaft lautete: Abkehr vom öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis eigener Art durch Anpassung der entsprechenden Rechtsgrundlage im sächsischen Hochschulfreiheitsgesetz. Denn nur, wenn das gesetzlich vorgeschriebene Zwangskorsett des einseitig verpflichtenden Lehrauftrags abgelegt wird, ist Raum für faire Arbeitsbedingungen. Das Rechtsverhältnis würde dann nämlich mit arbeitsrechtlichen Maßstäben gemessen.

Wie notwendig Handeln ist, hoben Haas, Winter und Hübsch hervor, indem sie Personalmitteleinsatz und Lehranteil zahlenmäßig ins Verhältnis setzten: Während der Anteil der Lehrbeauftragten an der Lehre in den letzten Jahren konstant bei knapp unter 50 Prozent an den Standorten HMT Leipzig und HfM Dresden liegt, wurde für die Honorierung dieser Leistung nur ein Bruchteil der gesamten Personalmittel eingesetzt. Der für Vergleichszwecke rechnerisch ermittelte Stundensatz spricht ebenfalls eine deutliche Sprache.

DOV und BKLM fordern: Schluss mit leerer Lehre!

Insgesamt ist wieder einmal deutlich geworden, dass für viele Lehrbeauftragte der Slogan Leere Lehre leider noch immer gilt, den DOV und BKLM bereits zum Bundesweiten Aktionstag 2014 in die Öffentlichkeit trugen. Es muss endlich Verbesserungen geben. Durch kluge und gezielte Maßnahmen.

 

Status der Lehrbeauftragten in NRW in Gefahr

20.04.2020 Dank ihrer wachsamen Mitglieder beobachtet die DOV in Nordrhein-Westfalen gegenwärtig eine kritische Entwicklung. Der rechtliche Status von Lehrbeauftragten an Musikhochschulen soll sich nach dem Willen der NRW-Regierungskoalition verschlechtern und an den Status angepasst werden, der in anderen Bundesländern gilt. Damit wäre insbesondere der ersatzlose Wegfall von wichtigen, über Jahre erkämpften Errungenschaften verknüpft, zum Beispiel die personalrechtliche Vertretung von Lehrbeauftragten.

Die Statusanpassung soll dem Vernehmen nach unter dem Deckmantel einer schon immer gestellten wichtigen Forderung realisiert werden: Dauerstellen für Daueraufgaben. So sollen zwar mehr Dauerstellen für Daueraufgaben geschaffen werden. Gleichzeitig aber soll der Anteil an Lehrbeauftragten reduziert werden – verbunden mit der beschriebenen „Anpassung nach unten“. Als die Angelegenheit im Wissenschaftsausschuss des Landtags Mitte Januar auf der Tagesordnung stand, wurde seitens des zuständigen Ministeriums argumentiert, das jetzige System in NRW befinde sich in einer Grauzone, die niemandem guttue. Da die Unzufriedenheit steige, obgleich immer wieder versucht wurde, mehr zu geben, werde nunmehr versucht, die Situation auf ein „sauberes System“ zurückzuführen, um Möglichkeiten einer dauerhaften Beschäftigung, aber auch selbstständige Beschäftigungsverhältnisse durch Lehrbeauftragte zu bieten.

Eine solche Entwicklung würde zu Folgendem führen:

  • Wegfall des Status eines Lehrbeauftragten als Mitglied der Hochschule
  • Aufgabe der vergleichsweise längeren Vergabepraxis von Lehraufträgen
  • Ende der sozialverträglicheren „Durchbezahlung“ von Lehrbeauftragten
  • Systemwechsel bei der Sozialversicherungspflicht: Versicherung nur noch als Selbstständige über die Künstlersozialkasse (KSK).

In einem Schreiben an die zuständige Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen bewertete die DOV dies nicht nur als politisch schwierige Entwicklung, sondern auch als Signal der fehlenden Wertschätzung gegenüber den betroffenen Kolleginnen und Kollegen, die – ob politisch gewollt oder nicht – in der Praxis den Lehrbetrieb an den Hochschulen in erheblichem Umfang sichern.

Ergänzt wurde das Schreiben durch eine aktuelle Erhebung der tatsächlich gezahlten Honorare für Lehrbeauftragte an Musikhochschulen. Sie ergibt, dass im bundesweiten Vergleich durchschnittlich 45,40 Euro pro erteilter Unterrichtsstunde gezahlt werden. Es besteht Anlass zu der Vermutung, dass das zuständige Ministerium von unzutreffenden Zahlen ausgeht. Und schließlich bot die DOV ihre Unterstützung bei der Durchführung von praxistauglichen Umfragen an, um sich ein Meinungsbild der Betroffenen in NRW zu verschaffen.

DOV und bklm werden ihre kritische Beobachtung fortsetzen und weiter engagiert für die Lehrbeauftragten an Musikhochschulen im gesamten Land eintreten.

 

Corona-Krise: Honorarzusage trotz Unterrichtsausfall für Lehrbeauftragte an Musikhochschulen in Bayern

03.04.2020 Der Bayerische Wissenschafts- und Kunstminister Bernd Sibler (CSU) hat vor kurzem im Interview mit BR-Klassik erklärt, dass er alle Hochschulen, auch die Kunst- und Musikhochschulen, „ermuntert" habe, „großzügig und flexibel unterwegs zu sein", wenn es um die Zahlung der Honorare geht. Die Deutsche Orchestervereinigung und die Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen werden beobachten, ob die ministerielle Ermunterung tatsächlich Früchte trägt. Das Interview fand am 1. April statt.

Denn von Rechts wegen dürfen Lehrbeauftragte grundsätzlich keine Weiterzahlung der Honorare beanspruchen. Das liegt an ihrem prekären Rechtsstatus. Lehrbeauftragte sind keine Arbeitnehmer. Nur für Arbeitnehmer gilt, dass der Arbeitgeber grundsätzlich weiter zur Entgeltzahlung verpflichtet bleibt, wenn die Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit sind, der Arbeitgeber sie jedoch aus Gründen nicht beschäftigen kann, die in seiner betrieblichen Sphäre liegen (sog. Betriebsrisikolehre, § 615 Satz 3 BGB). Nach Auffassung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zählen dazu auch die Fälle, in denen es aufgrund von COVID-19-Erkrankungen zu erheblichen Personalausfällen oder Versorgungsengpässen käme, in deren Folge der Arbeitgeber die Betriebstätigkeit vorübergehend einstellen würde. Was bedeutet das konkret? Wer Arbeitnehmer ist, darf Lohnfortzahlung beanspruchen, auch wenn er nicht arbeiten kann.

Die Lehrbeauftragten sind also auf ernst gemeinte Signale der Landespolitik und der Hochschulleitungen angewiesen, wenn sie über diese existentielle Krisensituation hinwegkommen wollen. Auch vor diesem Hintergrund ist es höchste Zeit für eine Änderung der Landeshochschulgesetze mit dem Ziel einer längst überfälligen Verbesserung des Rechtsstatus für Lehrbeauftragte. Wie das gehen kann, haben DOV und BKLM in ihrer Erklärung „Stuttgarter Reformatio“ dargestellt.

Zum Interview mit Staatsminister Sibler gehts hier.

 

Corona-Krise: die Situation der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen

30.03.2020 – Die bklm hat die Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung der Pandemie befürwortet und dankt dem Deutschen Musikrat, der Rektorenkonferenz der Musikhochschulen und der DOV für die solidarische Unterstützung der Lehrbeauftragten.

Die bklm appelliert an Politiker*innen, Ministerien sowie die Leitungen der Musikhochschulen und vergleichbarer Institutionen, solidarische und pragmatische Lösungen zu entwickeln:

  • garantierte 100-prozentige Auszahlung der Honorare im Sommersemester (auch im Falle eines „Nichtsemesters“) bzw.
  • Schluss-Kompensation durch die Hochschulen
  • größtmögliche Flexibilität bei der Nachholung ausgefallener Kurse bzw. Stunden, wenn das Sommer-Semester starten sollte
  • praktisch greifbare Unterstützung durch die Hochschulleitungen bei der alternativen Durchführung von Kursen bzw. Stunden, zum Beispiel Online-Unterricht

Die vollständige Pressemitteilung der bklm finden Sie hier.

 

Schluss mit der Ungleichbehandlung: Arbeitsverträge für Lehrbeauftragte

12.11.2019 – Gemeinsame Pressemitteilung von DOV und bklm

DOV und bklm fordern Politik und Hochschulen zum Handeln auf

Berlin – Die Deutsche Orchestervereinigung und die Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen fordern wirksame und schnelle Verbesserungen der Arbeitsbedingungen nicht festangestellter Hochschullehrerinnen und -lehrer, vor allem bei der Vergütung. Bislang werden Lehraufträge durch Verwaltungsakt vergeben. Damit begründet die Hochschule mit Lehrbeauftragten ein so genanntes öffentlich-rechtliches Dienstverhältnis eigener Art. Die Wahl dieser Rechtsform lässt kein ausgewogenes Verhältnis von gegenseitigen Rechten und Pflichten zu.

Dieses Problem führt dazu, die bisherige Praxis mit willkürlichem Handeln zu vergleichen. „Um faire Arbeitsbedingungen herzustellen, sind die Hochschulen auf Anpassungen der Landeshochschulgesetze angewiesen“, sagt Jan-Christian Hübsch, bevollmächtigter Stellvertreter des Geschäftsführers der Deutschen Orchestervereinigung (DOV). „Deshalb ist das gemeinsame Ziel der Bundeskonferenz und der DOV, den Lehrauftrag als privatrechtliches Vertragsverhältnis auszugestalten.“ Über diesen Weg ist die Abkehr von der Lehrauftragsvergabe mittels Verwaltungsakts denkbar.

Als Interessenvertretung der Lehrbeauftragten kämpft die Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm) seit zehn Jahren mit Unterstützung der DOV für die finanzielle und soziale Besserstellung der Lehrbeauftragten. Mit viel Engagement gelangen an einigen Hochschulstandorten Fortschritte, jedoch längst nicht bundesweit. „Das muss sich endlich ändern“, sagt Birgit Schmieder, die gemeinsam mit Ulrike Höfer beim zehnten bundesweiten bklm-Treffen als neue Sprecherin gewählt wurde. „Lehrbeauftragte werden trotz der gleichen Arbeit wie Hochschulangestellte mit festen Arbeitsverträgen ungleich behandelt. Das ist ein klarer Verstoß gegen das Gleichheitsgebot, an dem sich das Verwaltungshandeln jeder Hochschulen messen lassen muss.“

In einer Erklärung, die vor kurzem in Stuttgart verabschiedet wurde, fordern DOV und bklm, den Lehrauftrag als privatrechtliches Vertragsverhältnis auszugestalten. Denn nur so können die Hochschulen gleichzeitig faire Arbeitsbedingungen und Qualität der Lehre sicherstellen. Hübsch: „Hierfür müssen die landesgesetzlichen Grundlagen geschaffen und die notwendigen finanziellen Mittel bereitgestellt werden.“

Anhang: Stuttgarter Refomatio

Kontakt:
Uli Müller
DOV-Pressesprecherin
Telefon 030 / 82 79 08 – 29
E-Mail mueller@dov.org

 

10. bklm-Treffen: Erklärung und neues Sprecherteam

31.10.2019 – Nicht nur das goldene Herbstwetter brachte den ersten runden Geburtstag zum Leuchten. Dazu trugen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihrem durchaus kritischen Meinungsaustausch ebenso bei wie die Gäste aus Politik und Hochschulleitung, die an der Podiumsdiskussion Zukunft der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen teilnahmen. Das zehnte Jahrestreffen der bklm fand am 26. und 27. Oktober in Stuttgart statt.

Selbstkritische Töne waren vernehmbar: Zu wenig greifbare Fortschritte in zehn Jahren. Gleichzeitig konnten an einzelnen Hochschulstandorten mit großem persönlichem Engagement der bklm-Vertreter Vergütungsfortschritte erzielt werden. Ein langer Atem ist auch weiterhin bei der strategischen Arbeit der bklm nötig. Dabei unterstützt die DOV vornehmlich durch ihre Expertise in Verbandsarbeit und Rechtsberatung.

Erklärungen verabschiedet

Im Rahmen der Schlusserklärung Der Freiraum der Lehrbeauftragten wurde hervorgehoben, dass die praktizierte Vergabe von Lehraufträgen mittels Verwaltungsakt reine Willkür darstellt. Um rechtssicher andere Wege beschreiten zu können, sind die Hochschulen auf Anpassungen der Landeshochschulgesetze angewiesen. Ziel ist, den Lehrauftrag als privatrechtlichen Vertrag auszugestalten. Ein Weg ist in der Stuttgarter "Reformatio" vorgezeichnet, die auf dem Treffen ebenfalls verabschiedet wurde.

Neues Sprecherteam

In Stuttgart wählte die Bundeskonferenz auch ein neues Sprecherteam: Birgit Schmieder und Ulrike Höfer (Sprecherinnen), Hayo Keckeis, Christiane Neumann, Hans-Christian Hauser (stellvertretenden Sprecherinnen und Sprecher).

 

Zur Erklärung Der Freiraum der Lehrbeauftragten gehts hier.
Zur Erklärung
Stuttgarter "Reformatio" gehts hier.

 

Was der Fall Hans-Christian Hauser über den Umgang mit Lehrbeauftragten sagt

31.10.2019 – Sie sind Freiwild. Die Deppen des akademischen Betriebs. An den Musikhochschulen ist der Umgang mit ihnen unter aller Sau. Sie werden ausgebeutet. Selten hat ein Journalist die jahrzehntelangen Missstände bei den Lehrbeauftragten so dezidiert auf den Punkt gebracht wie Karl Forster in der Süddeutschen Zeitung am 29. Oktober. Anlass für die pointierte Auseinandersetzung: Nachdem Hans-Christian Hauser 31 Jahre lang an der Münchner Hochschule für Musik und Theater unterrichtet hat, erhielt er in diesem Semester keinen Lehrauftrag mehr. Der Autor sieht in Hausers Fall ein Beispiel für den fragwürdigen Umgang mit den Lehrbeauftragten. Doch die wehren sich immer erfolgreicher.

Den Artikel können Sie hier lesen.

 

Berlin: mehr Engagement von den Politikern gefordert

von BIrgit Schmieder

25.09.2019 – Anlässlich des Hearings über Beschäftigungsbedingungen an den Berliner Hochschulen mit dem Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung Steffen Krach (SPD), das am 25. September stattfindet, hat Tagesspiegel-Autorin Inga Barthels eine Zwischenbilanz zum Stand der Umsetzung der Berliner Hochschulverträge für 2018 bis 2022 vorgelegt. Mehrere Maßnahmen darin sollen die prekäre Situation der Lehrbeauftragten verbessern. Einige werden bisher nicht erfüllt. Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage an den Senat hervor, die die Abgeordnete Bettina König (SPD) stellte.

Vor allem die Vorgabe, dass Lehraufträge bei „absehbarem Bedarf“ für zwei Semester erteilt werden müssen, um mehr Planungssicherheit zu ermöglichen, wird von den Hochschulen bisher weitgehend ignoriert. Außerdem sollen die Unis für Daueraufgaben auch Dauerstellen schaffen: bis Ende 2020 für mindestens 35 Prozent der Beschäftigten des akademischen Mittelbaus. Hier sieht es besser aus. „Spitzenreiterin ist die FU, die in den letzten zwei Jahren 23 unbefristete Stellen in diesem Bereich geschaffen hat“, schreibt Barthels.

Zum Artikel im Tagesspiegel vom 23.09.2019 gehts hier.

 

Prekäre Lehre an Hamburgs Hochschulen

18.07.2019 – Mehr als 20 Prozent der Lehre an Hamburgs Hochschulen übernehmen prekär beschäftigte Lehrbeauftragte. An der Hochschule für Musik und Theater sind es sogar 30 Prozent. Das geht aus einer Großen Anfrage der Fraktion Die Linke hervor (Drs. 21/17376). Der Senat beruft sich bei seinen Antworten auch auf Auskünfte der Hochschule für Musik und Theater (HfMT).

Im Wintersemester 2018/19 gab es an den Hochschulen und am Uniklinikum Eppendorf insgesamt 2.560 Lehraufträge. Trotz wissenschaftlicher Qualifikation arbeiten die meisten Lehrbeauftragten zu Stundensätzen von 30 bis 60 Euro. Davon gehen noch die vollen Sozialversicherungsbeiträge ab. Vor- und Nachbereitung wird nicht vergütet. Es gibt auch kein Urlaubsgeld oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Martin Dolzer, hochschulpolitischer Sprecher der Fraktion die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft fordert, diese Missstände zu überwinden.

 

Tagung: Lehrbeauftragte im Spannungsfeld aktueller Hochschulentwicklungen

von Birgit Schmieder

20.05.2019 – Am 17. Mai hat eine Tagung zur Situation der Lehrbeauftragten an Hochschulen stattgefunden. Sie stand unter dem Motto Ohne Arbeitsvertrag und doch unersetzlich für die Lehre. Lehrbeauftragte im Spannungsfeld aktueller Hochschulentwicklungen und fand an der Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH Berlin) statt. Veranstalter war das Projekt BwQF – Konzept zur nachhaltigen Förderung der Berufswege und der wissenschaftlichen Qualifizierung von Frauen* an der Hochschule.

Folgende Leitfragen wurden diskutiert:
Wie wird auf der politischen Ebene die berufliche Lage der Lehrbeauftragten bewertet und diskutiert?
Wie können Lehrbeauftragte sozial angemessen abgesichert werden?
Wie können Forderungen von Lehrbeauftragten mehr politische Wirkung erzielen?

Nach der Begrüßung durch die Rektorin der ASH Berlin, Prof. Dr. Bettina Völter, folgten Vorträge von Prof. Dr. Bernd Käpplinger zur Weiterbildungsforschung über Lehrende an Hochschulen und persönliche Erfahrungen einer Lehrbeauftragten. An der sich anschließenden Podiumsdiskussion Gute Arbeit in der Wissenschaft für Lehrbeauftragte beteiligten sich Berliner Politikerinnen und Politiker von SPD, Linke und Bündnis 90/Die Grünen sowie Vertreterinnen und Vertreter von GEW, ASH Berlin und der AG Lehrbeauftragte der Universität Erfurt.

Nach der Mittagspause wurde in Arbeitsgruppen über soziale Absicherung, Vernetzung, politische Strategien und kollegiale Fallberatung für promovierende Lehrbeauftragte diskutiert. Über die Ergebnisse wurde im Anschluss im Plenum berichtet. Die Tagung wurde von zwei externen Beobachtern begleitet und evaluiert.

Ergebnisse und Forderungen der Tagung waren:
Dauerstellen für Daueraufgaben (Gelder aus dem Hochschulpakt)
Vernetzung der Lehrbeauftragten in den Hochschulen auf Landes- und Bundesebene, aufbauend auf schon existierenden Vernetzungen wie der Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm) und dem Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft (NGAWiss)
Personalvertretung für Lehrbeauftragte
Erhöhung der Lehrauftragsentgelte

 

Lehrbeauftragte in Bayern wehren sich gegen Ausgrenzung per Fragebogen

20.11.2018 – Rund 900 Lehrbeauftragte arbeiten an den drei Musikhochschulen des Freistaats Bayern. Viele von ihnen unter prekären Bedingungen. Nun verlangen die Hochschulen von den Dozenten, in einer persönlichen Erklärung zu bestätigen, dass sie ihren Lebensunterhalt aus anderen Quellen bestreiten. Für die meisten stimmt das aber gar nicht, denn die Hochschulen setzen die Dozenten inzwischen besonders viel ein – als kostengünstigen Ersatz für Professoren. In einer Umfrage gab mehr als die Hälfte der Befragten an, existenziell von den Lehraufträgen abhängig zu sein. Wie sich die Betroffenen – auch mit Unterstützung ihrer gewählten Interessenvertreter – dagegen wehren, stellt Jakob Wetzel in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung pointiert dar. Lesenswert!

 

Bericht von der 9. Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen

05.11.2018 – Am 27. und 28. Oktober hat sich die Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm) in der Hochschule für Musik und Theater München getroffen. Der Ort für das 9. bklm-Treffen war bewusst gewählt, denn der Freistaat Bayern verlangt von den Lehrbeauftragten eine Erklärung zur Nebenberuflichkeit des Lehrauftrags. Die bklm setzt sich seit 2011 mit Unterstützung der DOV für die Verbesserung der Situation der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen ein.

Rechtlich ist wohl nicht zu beanstanden, dass der Freistaat Bayern eine Erklärung zur Nebenberuflichkeit verlangt. Er verkennt aber die Tatsache, dass ein Großteil der Lehrbeauftragten den Lehrauftrag längst als Hauptberuf ausübt. An den bayerischen Musikhochschulen und Musikinstituten der Universitäten werden zwischen 40 und 80 Prozent der Lehre von Lehrbeauftragten erteilt. So viele Nebenberufler gebe es für die gelehrten Fächer überhaupt nicht.

Herzstück der Tagung war eine Podiumsdiskussion zum Thema Lehrbeauftragte – drittklassige Dozenten? Neben der Verschärfung der Vergabe von Lehraufträgen drehte sie sich um die Würde im Arbeitsleben. Zur Würde gehören vor allem Gerechtigkeit und Gleichbehandlung.

Bei beidem kommen die Lehrbeauftragten zu kurz: Sie werden für die Lehrtätigkeit weitaus schlechter vergütet als ihre fest angestellten Kolleginnen und Kollegen, haben keinerlei Bestandsschutz und stehen weitgehend ohne Altersvorsorge da. Angesichts des hohen Anteils der von ihnen erteilten Lehrstunden ist ihre Beteiligung in den Hochschulgremien in keiner Weise adäquat. Leider folgte der Einladung zur Diskussion von Seiten der Politik nur Verena Osgyan von der Bayerischen Landtagsfraktion der Grünen. Das war offenbar der Landtagswahl in Bayern am 14. Oktober geschuldet.

Bei der Tagung wurde außerdem das Sprechergremium der bklm neu gewählt (siehe Blogeintrag vom 31.10.2018). Sprecher wurden Prof. Birgit Schmieder (UdK Berlin) und Arvid Ong (HMTM Hannover), stellvertretende Sprecher wurden Ulrike Höfer (HfM Freiburg), Christiane Neumann (HMT Leipzig), Hannah Stoll (HMT Rostock), Yumiko Yamamoto (HMT München), Prof. Gottfried Engels (HfMT Köln), Hans-Christian Hauser (HMT München) und Hayo Keckeis (FAU Erlangen-Nürnberg).

Zu einem Video von der Podiumsdiskussion gehts hier.

 

bklm wählt neuen Sprecherrat

31.10.2018 – Auf der 9. Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten in München hat die bklm ein neues Führungsgremium gewählt. Arvid Ong (Hannover) wurde als Sprecher bestätigt. Neu gewählt als Sprecherin wurde Birgit Schmieder (Berlin). Die Wahl fand am 28. Oktober statt.
In der Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm) haben sich Vertreterinnen und Vertreter der 24 Musikhochschulen zusammengeschlossen. Sie setzen sich für bessere Arbeitsbedingungen und eine faire Entlohnung der Lehrbeauftragten ein. Die DOV kooperiert mit der bklm. Schmieder ist Mitglied im Gesamtvorstand der DOV. 
Als stellvertretende Sprecher wurden gewählt: Ulrike Höfer (Freiburg), Gottfried Engels (Köln), Christiane Neumann (Leipzig), Hannah Stoll (Rostock), Yumiko Yamamoto und Hans Christian Hauser (beide München) sowie Hayo Keckeis (Nürnberg).

bklm traf sich zur 9. Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten in München

29.10.2018  Am 27. und 28. Oktober haben sich die Lehrbeauftragten-Vertreter der 24 Musikhochschulen getroffen. Sie sind in der Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm) zusammengeschlossen und berieten auf ihrer 9. Bundeskonferenz über gemeinsame Strategien beim Einsatz für höhere Honorare und bessere Arbeitsbedingungen. Das Treffen fand in der Musikhochschule München statt. Am 27. Oktober veranstaltete die bklm eine öffentliche Podiumsdiskussion mit Vertretern aus dem Bundestag, aus dem bayerischen Landtag sowie von der Deutschen Orchestervereinigung.

Anlässlich des Treffens gab bklm-Sprecher Arvid Ong dem Bayerischen Rundfunk ein hörenswertes Interview, in dem er mehr Geld für die Musikhochschulen, mehr feste Stellen, höhere Honorare für Lehrbeauftragte und einen Schulterschluss mit den Musikhochschulen fordert.

Hier gehts zum Interview.

 

Neue DOV-Arbeitsgruppe Freischaffende und Lehrbeauftragte

22.08.2018 – Die DOV hat eine neue Arbeitsgruppe für freischaffende Musiker und Lehrbeauftragte an Musikhochschulen. Ihr gehören folgende Mitglieder des Gesamtvorstands an: Prof. Gottfried Engels (Musikhochschule Köln), Judith Hilger (Vokalensemble des SWR, Stuttgart), Frithjof Koch (freischaffender Musiker, Hamburg), Prof. Birgit Schmieder (freischaffende Musikerin, Lehrbeauftragte an der UdK Berlin und der HfMT Hamburg), Steffen Schrank (Bochumer Sinfoniker) und Martin Majewski von der Geschäftsstelle. Zur Vorsitzenden wurde Birgit Schmieder gewählt. Es handelt sich um eine Arbeitsgruppe (AG) des DOV-Gesamtvorstands.

Damit ist die AG breit aufgestellt und wird sich in den kommenden drei Jahren für die Belange der Freien und Lehrbeauftragten einsetzen. Dazu gehört auch die weitere Etablierung der Mindeststandards und fairer Orchesteraushilfssätze. Gemeinsam mit der bklm wollen die AG-Mitglieder die Situation der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen verbessern.

Die AG wird sich mehrmals jährlich treffen. Zu den Sitzungen sollen je nach Thema und Region auch externe Einzelmitglieder eingeladen werden.

 

Lehrbeauftragte an der UdK brauchen Klarheit

12.07.2018 – Die Deutsche Orchestervereinigung begrüßt die Umsetzung der geplanten Honorarerhöhung für Lehrbeauftragte an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. „Nun sollten auch die Verantwortlichen an der Universität der Künste schnell Klarheit schaffen“, sagt Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung (DOV).

In der Musikhochschule Hanns Eisler gilt die künftige Mindestvergütung von 35 Euro pro Lehrveranstaltungsstunde nur für Lehrbeauftragte der Entgeltstufe 1. Die bisherigen Stufen 2 und 3 werden zusammengelegt. Lehrbeauftragte, die dort eingestuft sind, erhalten 40 Euro im Studienjahr 2018/19. 
An der Universität der Künste ist die Stufeneinteilung noch unklar. Mertens: „Es wäre gut, wenn sich die Verantwortlichen bei der Bemessung der Vergütungssätze und vor allem der Stufeneinteilung am Ergebnis der Musikhochschule Hanns Eisler orientieren, damit die Lehrbeauftragten der beiden Hochschulen in Berlin zu den gleichen Bedingungen arbeiten.“

 

Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin: Lehrbeauftragte werden besser bezahlt

11.07.2018 – Die Senatskanzlei Wissenschaft und Forschung hat am 29. Juni 2018 die Ausführungsvorschriften zur Erhöhung der Lehrauftragsvergütung an den Berliner Hochschulen amtlich bekannt gegeben. Danach treten ab 1. Oktober 2018 höhere Vergütungssätze in Kraft (1, siehe unten). Die Erhöhung ist im neuen Hochschulvertrag vereinbart. Die Hochschule für Musik Hanns Eisler setzte die Vorschrift bereits um. 
Dort gilt die Mindestvergütung nur für die Lehrbeauftragten der Entgeltstufe 1. Die bisherigen Stufen 2 und 3 werden in eine einheitliche 2. Stufe mit einem Satz von zunächst 40 Euro im Studienjahr 2018/19 zusammengeführt. Die Hochschulleitung befindet sich noch in der Abstimmung mit dem Land über die Erhöhung dieser Summe in den folgenden Studienjahren; eine mit der Entwicklung der Stufe 1 vergleichbare Dynamik wird beabsichtigt. Nach der Bestätigung des Entwurfs der entsprechenden hochschulinternen Richtlinien durch die Senatskanzlei werden diese erlassen und veröffentlicht.

Neben der Anhebung der Mindestvergütung für die Lehrtätigkeit erfolgt auch eine Anhebung der Mindestvergütung für Prüfungstätigkeiten, insbesondere für die Vorbereitung, Beaufsichtigung und Korrektur. Ab dem Wintersemester 2018/19 gilt hier ein Stundensatz von 25 Euro, der sich anschließend jährlich erhöht: 26,70 Euro (WS 2019/20), 27,79 Euro (WS 2020/21), 28,06 Euro (WS 2021/22) und 28,72 Euro (WS 2022/23). 
(1) Die Mindestvergütung für einen Lehrauftrag wird im ersten Schritt ab dem Wintersemester 2018/19 von derzeit 24,50 Euro pro Lehrveranstaltungsstunde auf 35,00 Euro angehoben – eine Steigerung von über 40 Prozent. Ab dem Wintersemester 2019/20 gilt eine Mindestvergütung von 37,50 Euro je Stunde. Danach ist eine jährliche Steigerung um jeweils 2,35 % des Stundensatzes vorgesehen. Bis zum Ablauf des Wintersemesters 2022/23 steigt die Mindestvergütung pro Lehrveranstaltungsstunde damit um 15,71 Euro auf 40,21 Euro.

Vertreter der Lehrbeauftragten sensibilisieren Hochschulrektoren

06.07.2018 – Auf der Rektorenkonferenz der 24 Musikhochschulen haben die bklm-Sprecher Ulrike Höfer und Arvid Ong erneut für bessere Arbeitsbedingungen für Lehrbeauftragte und eine gute Arbeitgeberkultur geworben.

Die zugespitzte Situation in Bayern und mögliche Entwicklungen in Baden-Württemberg hoben sie bei dem Treffen Ende Mai in Köln besonders hervor. Die DOV unterstützt die bklm bei den politischen Verhandlungen in den Ländern.

 

Lehrbeauftragte in Berlin bekommen zum Wintersemester mehr Geld

04.07.2018 – An Berlins Hochschulen bekommen Lehrbeauftragte mehr Geld für Unterricht und Prüfungstätigkeiten. Vom Wintersemester an wird das Land für eine Lehrveranstaltung (45 Minuten) 35 Euro statt bislang 24,50 Euro zahlen, teilte die Wissenschaftsverwaltung mit. Bereits im April 2017 verhandelte die rot-rot-grüne Regierungskoalition die Hochschulverträge für die Jahre 2018 bis 2022 und stellte mehr Finanzmittel für die Lehrbeauftragten bereit. Staatssekretär Steffen Krach nannte die Erhöhung „überfällig“. Sie sei ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Die Vergütung soll schrittweise weiter erhöht werden: Ab dem Wintersemester 2019/20 gelte eine Mindestbezahlung von 37,50 Euro. Danach sei eine jährliche Steigerung um jeweils 2,35 Prozent geplant. Ab dem Wintersemester 2022/23 sollen für eine Unterrichtsstunde 40,21 Euro gezahlt werden. 
Für die Vorbereitung, Beaufsichtigung und Korrektur von Prüfungen werden Lehrbeauftragte ab diesem Wintersemester 25 Euro für eine volle Arbeitsstunde erhalten. Auch dieser Betrag erhöht sich anschließend auf bis 28,72 Euro im Wintersemester 2022/23.

 

Studierende in Münster: Aktion für Weiterbeschäftigung einer Lehrbeauftragten

30.05.2018 – Studentinnen der Musikhochschule in Münster haben am 29. Mai für die Rechte von Lehrbeauftragten demonstriert. Sie schafften einen Sarg auf die Grünflächen neben der Musikhochschule, weil eine langjährige Lehrbeauftragte nicht weiterbeschäftigt werden soll. 
Weitere Details und ein Foto der Aktion: Westfälische Nachrichten

 

Gute Nachrichten aus NRW: Mehr Geld für Lehrbeauftragte an Musikhochschulen

15.02.2018 –  Die Landesregierung hat die Honorare für Lehrbeauftragte an den Musikhochschulen in Nordrhein-Westfalen erhöht. Rückwirkend ab 01.01.2017 steigen sie um zwei Prozent, ab 01.01.2018 um 2,35 Prozent. Das zusätzliche Geld wird ab dem Haushalt 2018 zur Verfügung gestellt. Die Erhöhungen erfolgen laut Landesministerium für Kultur und Wissenschaft in Anlehnung an die steigenden Vergütungen für die Tarifangestellten des Landes.

Ab 2018 betragen die neuen Sätze für Lehrbeauftragte, die im Hauptfach unterrichten, 134,88 Euro, für Unterrichtende im Nebenfach 105,35 Euro. „Da die Honorare bei uns durchbezahlt werden, muss man das Honorar pro Stunde umrechnen“, sagt Friedemann Immer, Vertreter der Lehrbeauftragten in NRW. „Wenn ich 34 Wochen Unterricht im Jahr zugrunde lege, ergibt das pro Unterrichtsstunde mit jeweils 60 Minuten im Hauptfach 47,60 Euro und im Nebenfach 37,18 Euro.“
Im Gegensatz zu anderen Bundesländern steigen die Honorare in NRW bereits seit 2012 kontinuierlich. Allerdings steht die 2015 angekündigte quasi automatische Tarifanbindung an den öffentlichen Dienst noch immer aus. Eine entsprechende Dienstrechtsreform wurde noch nicht auf den Weg gebracht. Die Vertreter der Lehrbeauftragten und die DOV engagieren sich dafür, dass dieser Schritt erfolgt. Zudem arbeiten sie daran, die Unterscheidung zwischen Haupt- und Nebenfach abzuschaffen.

 

Süddeutsche Zeitung berichtet vom Treffen mit Spaenle

19.12.2017 –  Die Süddeutsche Zeitung hat am 18. Dezember 2017 von dem Treffen der Lehrbeauftragten-Vertreter an Bayerischen Musikhochschulen mit Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU) berichtet.

Zum Beitrag gehts hier.

 

Treffen mit Wissenschaftsminister Spaenle

14.12.2017 – Am 13. Dezember haben sich Vertreter der Lehrbeauftragten der Musikhochschulen Würzburg und Nürnberg mit Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU) getroffen. Das einstündige Treffen verlief harmonisch und soll als Runder Tisch institutionalisiert werden.

Spaenle stellte eine zusätzliche Million Euro in Aussicht. Sie soll mit dem Nachtragshaushalt genehmigt werden. Zuletzt wurden die Mittel vor drei Jahren erhöht. Weitere klare Zusagen machte Spaenle nicht. Er will jedoch folgende Punkte prüfen:

  • Die Betrachtung der Lehrbeauftragten als arbeitnehmerähnliche Personen und eine entsprechende Vergütung über sogenannte 12a-Tarifverträge.
  • Die Einrichtung eines Fonds zum Ausgleich der Unterfinanzierung von Kräften, die langfristig als Lehrbeauftragte beschäftigt sind.
  • Mitgestaltungsrechte und eine unabhängige Schiedsstelle

Der nächste runde Tisch soll kommendes Jahr um Ostern stattfinden.

 

Erfolg: Das war der Streik an den Musikhochschulen in Bayern

27.11.2017 – Nach dem beeindruckenden Demonstrationszug und der Kundgebung am 13. November haben Vertreter der Lehrbeauftragten zum Streik an den Musikhochschulen in München, Nürnberg und Würzburg sowie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg aufgerufen. Wegen des Ausstands fiel in München ein Teil der Hochschulkonzerte aus. Der Streik dauerte bis zum 24. November und stieß auf Sympathie in der Bevölkerung. Er hat die zuständigen Politiker noch stärker unter Druck gesetzt. Die DOV appelliert an die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung, die prekäre Lage vieler Lehrbeauftragten endlich zu beenden. 
Vertreter der Lehrbeauftragten der Musikhochschule München führten am 15. November am Rande einer Sitzung des Wissenschaftsausschusses Gespräche mit Politikern im Bayerischen Landtag. Sie übergaben auch die Forderungen der Lehrbeauftragten. Die CSU-Abgeordneten Oliver Jörg, Thomas Goppel und Karl Freller bekundeten Sympathie und Verständnis für die meisten Anliegen. Sie sagten zu, sich um Lösungen zu bemühen.

Im Landtag gab es eine Debatte über Lehrbeauftragte an Musikhochschulen und Universitäten. Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU) will im Dezember Vertreter der Lehrbeauftragten aller drei Bayerischen Musikhochschulen zum Gespräch einladen. Die Lehrbeauftragten erwarten dann echte Lösungen.

Zur Debatte Ende November 2017 im Bayerischen Landtag über Lehrbeauftragte an Musikhochschulen und Universitäten gehts hier .

Zu den vier Anträgen der Grünen im Bayerischen Landtag zur Besserstellung der Lehrbeauftragten gehts hier. Sie wurden am 15. November im Wissenschaftsausschuss behandelt. Ein Antrag wurde leicht modifiziert angenommen.

 

Lehrbeauftragte zogen durch München - Demonstration und Streik für bessere Arbeitsbedingungen

14.11.2017 – Die Demonstration der Lehrbeauftragten in München ist erfolgreich gewesen (Hochschulland D berichtete im Vorfeld).
Viele Honorarlehrer beteiligten sich am 13. November an der Aktion. Hier ein paar Impressionen:

Die Bayern-Resolution der bklm können Sie hier im Wortlaut lesen.
Die Pressemitteilung der DOV können Sie hier lesen.

 

DOV und bklm unterstützen Streik der Lehrbeauftragten in Bayern

13.11.2017 – Heute ziehen Lehrbeauftragte von der Münchner Musikhochschule zur Staatskanzlei. Sie fordern verlässliche Rahmenbedingungen für ihre Arbeit und eine vernünftige soziale Absicherung. Hintergrund der Demonstration und des anschließenden Streiks, der für zwei Wochen geplant ist: Der Freistaat toleriert seit Jahren die Überschreitung der Stundenbegrenzung für Lehraufträge. Damit wollen Wissenschaftsministerium und Rechnungshof nun Schluss machen. Allerdings haben sich viele Honorarkräfte auf den Lehrauftrag als Haupterwerbsquelle eingerichtet. Ihnen drohen empfindliche Einkommensverluste und das soziale Aus.

„Der Freistaat Bayern hat durch sein Laissez-Faire einen Vertrauenstatbestand geschaffen, viele Lehrbeauftragte wurden so in eine soziale Abhängigkeit gelockt“, sagt Martin Majewski von der DOV in einer Pressemitteilung. Nun müsse er seiner sozialen Verantwortung nachkommen. „Wir sind zum konstruktiven Dialog bereit.“
Die Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm) hat bereits Ende Oktober eine Bayern-Resolution verabschiedet. Darin fordert sie verlässliche Rahmenbedingungen: „Die Lehrbeauftragten brauchen eine transparente und homogene Neugestaltung und Umsetzung staatlicher Regelungen.“ Der Freistaat solle sich auch für eine soziale Sicherung der langjährigen Lehrbeauftragten durch Übernahme in feste Arbeitsverhältnisse und Zahlung angemessener Honorare bekennen.

Die Pressemitteilung der DOV können Sie hier lesen.
Die Bayern-Resolution der bklm können Sie hier im Wortlaut lesen.
In einem Kommentar in der Osnabrücker Zeitung macht Louisa Riepe deutlich, dass sich an der aktuelle Situation etwas ändern muss.

 

bklm wählt Sprecherteam

01.11.2017 –  Die Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen hat ihr Sprecherteam neu gewählt. Ulrike Höfer aus Freiburg und Arvid Ong aus Hannover sind Sprecher. Ihre Stellvertreter sind Andreas Begert (München), Gottfried Engels (Köln), Birgit Schmieder (Berlin), Johannes Gerstengarbe (Dresden) und Christiane Neumann (Leipzig). Damit wurde das gesamte bisherige Team wiedergewählt. Die Wahl fand am 29. Oktober in Berlin auf der 8. Bundeskonferenz statt.

Die DOV gratuliert den Sprecherinnen und Sprechern zur Wiederwahl. Wir wünschen viel Elan und Erfolg!

 

8. Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen in Berlin

24.10.2017 –  Am Wochenende findet die 8. Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm) statt. Die Vertreterinnen und Vertreter der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen treffen sich am 28. und 29. Oktober in der Universität der Künste in Berlin.
Die Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm) setzt sich für bessere Arbeitsbedingungen und eine faire Entlohnung der Lehrbeauftragten ein. Die DOV kooperiert mit der bklm.

Beim Treffen am Wochenende werden sie über die aktuelle Lage der Lehrbeauftragten in den verschiedenen Bundesländern diskutieren und politische Strategien für die Verbesserung ihrer finanziellen und sozialen Lagen weiterentwickeln. Den Einstieg soll ein Round Table-Gespräch zum Thema Der Lehrauftrag: wie schafft man verlässliche Rahmenbedingungen? liefern. Die bklm wählt an diesem Wochenende ebenfalls ihre Sprecherinnen und Sprecher.

Zur Homepage der bklm gehts hier.

 

Lehrbeauftragte in Bayern kämpfen gemeinsam für bessere Bezahlung

16.10.2017 –  Auch der Bayerische Rundfunk berichtet über den geplanten Streik der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen. Allerdings mit einem etwas anderen Zungenschlag: Bei der gängigen Praxis hätten die Lehrbeauftragten mitgemacht. Die Schieflage hätte sich im beiderseitigen Einvernehmen entwickelt. Eine etwas fragwürdige Einschätzung angesichts des Einflusses von Einzelnen auf die Honorargestaltung der Hochschulen.

Umso wichtiger ist es, dass sich noch mehr Lehrbeauftragte zusammenschließen und organisieren: in der Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochhschulen (bklm) und in der DOV. Je mehr Kolleginnen und Kollegen sich anschließen, desto wirkungsvoller können wir ihre Interessen vertreten und Honorarerhöhungen durchsetzen.
Den Beitrag des Bayerischen Rundfunks können Sie hier lesen.
Informationen über das Engagement der DOV für die Lehrbeauftragten finden Sie hier.

 

Lehrbeauftragte an bayerischen Musikhochschulen streiken zwei Wochen im November

13.10.2017 –  Ab Mitte November wollen die Lehrbeauftragten an Musikhochschulen für zwei Wochen in ganz Bayern streiken. Die Existenz vieler Lehrbeauftragter sei bedroht, weil die Universitätsverwaltungen prüfen, ob arbeitsrechtliche Vorschriften eingehalten werden, heißt es in der Süddeutschen Zeitung. „Zum Auftakt ziehen sie alle am 13. November von der Arcisstraße vor den Landtag, um zu demonstrieren – nicht mit Trillerpfeifen, sondern mit ihren Instrumenten, gleichsam als protestierendes Orchester. Dann wollen sie streiken“, schreibt Jacob Wetzel.

Laut Gesetz müssen Lehraufträge nur Nebenjob sein. Konkret bedeutet das: Ein Lehrbeauftragter darf maximal neun Stunden pro Woche unterrichten. Allerdings ist mehr als die Hälfte der 900 Musik-Lehrbeauftragten in Bayern einer Umfrage zufolge existenziell von den Lehraufträgen abhängig. Laut Süddeutscher erfassen die Hochschulen auch, ob ihre Dozenten an weiteren Hochschulen tätig sind und damit die zulässige Stundenzahl überschreiten.

Ulrike Höfer, Sprecherin der Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen, mit der die Deutsche Orchestervereinigung kooperiert, wandte sich mit Schreiben an den Rechnungshof und an Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU): Es sei richtig, darauf zu achten, dass die Vorschriften eingehalten werden. Doch leider achteten die Hochschulen zu spät darauf. Der Staat habe lange toleriert und davon profitiert, dass Lehrbeauftragte über Gebühr beschäftigt wurden. Regierung und Hochschulen trügen eine soziale Verantwortung für die Dozenten.

Den Artikel der Süddeutschen Zeitung können Sie hier nachlesen.

 

DOV beschließt Honorarmindeststandards für Vokalsolisten 2017

27.09.2017 –  Die DOV-Arbeitsgruppe Vokalsolisten und freie Orchestermusiker hat für die solistische Mitwirkung freiberuflicher Sängerinnen und Sänger bei öffentlich geförderten oder vermittelten Kulturprojekten bzw. Veranstaltern finanzielle Mindeststandards festgelegt. Nach den Festlegungen höherer Mindesthonorare für Aushilfen in Orchestern und fairen Honorare für Orchesterprojekte sind die neuen Mindeststandards für Vokalisten die dritte Initiative der DOV, um die Bezahlung freischaffender Musiker zu verbessern.

Die Honorarmindeststandards für Vokalsolisten gelten ab sofort und sollen von öffentlichen Auftraggebern eingehalten werden.

  • Probensatz: 140 Euro
  • Tages- / Aufführungssatz (mehrtägiges Projekt): 280 Euro
  • Tages- / Aufführungssatz (eintägiges Projekt): 420 Euro
  • Reisekosten sind gemäß Bundesreisekostengesetz zu erstatten.

Alle Honorarsätze sind lediglich Mindeststandards, die nicht unterschritten werden sollen. Im Einzelfall können höhere Honorare einschlägig sein. Wie bei den Mindeststandards im Orchesterbereich muss es eine regelmäßige Dynamisierung geben, angelehnt an die Tarifsteigerungen im öffentlichen Dienst.

Probensatz:

Probendauer bis zu drei Stunden, mindestens 20 Minuten Pause. Liegen zwischen Wohn- und Spielort mehr als 200 Kilometer, wird ein Tagessatz fällig.

Tages- / Aufführungssatz:

  • zwei Proben von bis zu drei Stunden mit jeweils einer Pause von mindestens 20 Minuten. Zwischen den Proben mindestens eine Stunde Pause oder
  • eine Probe von bis zu drei Stunden mit einer Pause von mindestens 20 Minuten und eine Aufführung. Zwischen Probe und Aufführung 1,5 Stunden Pause, mindestens jedoch eine Stunde oder
  • eine Anspielprobe von maximal einer Stunde und eine Aufführung. Zwischen Probe und Aufführung mindestens eine Stunde Pause oder
  • eine Aufführung

Angemessene Aufschläge (zum Beispiel ein Probensatz) für Sonderleistungen wie besonders schwierige Werke, große Solopartien, für besondere Kleidungsanfragen / Maske / Requisite.

Ton- und / oder Bildaufnahmen sind schriftlich zu vereinbaren. Mediale Verwertungen jeglicher Art sind gesondert zu honorieren.

 

Honorarlehrkräfte demonstrieren am 5. Oktober, dem UNESCO-Weltlehrertag, in Berlin vor dem Brandenburger Tor

21.09.2017 – Mit Wasser und Brot werden sie an Tischen vor dem Brandenburger Tor auf ihre Lage aufmerksam machen. Die Honorarlehrkräfte in Berlin demonstrieren am 5. Oktober wieder gegen ihre schlechte Bezahlung und mangelnde soziale Absicherung. Zu den Honorarlehrkräften gehören Lehrbeauftragte an Hochschulen, Musikhochschulen und Universitäten sowie nicht festangestellte Lehrer an Musikschulen und Volkshochschulen im Land Berlin. Auch angestellte Lehrerinnen und Lehrer in befristeten oder schlecht bezahlten Arbeitsverhältnissen sind zur Beteiligung aufgerufen. Die Initiative Koordination der Berliner Honorarlehrkräfte wird von den Gewerkschaften DOV, GEW Berlin und ver.di unterstützt. Zu der Aktion kann jeder Becher, Gläser, Wasser und Brot mitbringen. Geplant sind auch Unterhaltung und Musik für das Publikum am Brandenburger Tor.

Die UNESCO hat den 5. Oktober 1994 zum Welttag der Lehrerin und des Lehrers ausgerufen. Er erinnert an die ILO/UNESCO-Empfehlung über die Stellung der Lehrer und ihre bedeutende Rolle für qualitativ hochwertige Bildung.

Seit Jahren machen Honorarlehrer auf ihre prekäre Lage aufmerksam. Ein Höhepunkt war der Bundesweiter Aktionstag der Lehrbeauftragten im November 2014. Damals initiierten die Lehrbeauftragten an Berliner Musikhochschulen und anderen Hochschulen Aktionen in über 20 Städten, auch vor der Senatswissenschaftsverwaltung in Berlin. Der Bundesweite Aktionstag fand bundesweit Echo in allen Medien. Seitdem haben viele Gespräche mit den verantwortlichen Politikern in den Ländern stattgefunden. Erste Verbesserungen konnten erreicht werden, zum Beispiel in NRW.

Die DOV ist neben ver.di auch Tarifpartner des Landes Berlin für die Berliner Musikschullehrerinnen und -lehrer. Ziel der Verhandlungen sind substantielle Verbesserungen beim Entgelt und mehr Festanstellungen. Viele DOV-Mitglieder sind an Musikhochschulen und Musikschulen als Lehrbeauftragte oder Honorarkräfte tätig.

Die Koordination der Berliner Honorarlehrkräfte ist eine unabhängige Initiative, die Dozentinnen und Dozenten aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen versammelt. Sie vertritt gemeinsame Anliegen gegenüber der Politik und arbeitet mit Gewerkschaften zusammen.

 

Hochschulpolitik gehört zum Bundestagswahlkampf!

04.09.2017 – Über Bildung wird im Bundestagswahlkampf gestritten, über Kitas, Schulen und Weiterbildung. Doch die Nöte der Hochschulen und der Studierenden spielen kaum eine Rolle. Dabei gäbe es Themen genug, findet Peter Grottian, Hochschullehrer für Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin a. D. und Mitinitiator des studentischen Bildungsstreiks 2009. Er fordert eine öffentliche Debatte über Hochschulpolitik. In einem Gastbeitrag für die Süddeutsche Zeitung macht er dazu vier Vorschläge. Unter anderem schreibt er über Lehrbeauftragte:

„90.000 Lehrbeauftragte, also Honorarkräfte, die nicht angestellt sind, arbeiten an deutschen Universitäten, viele für drei Euro die Stunde. Bis zum Sommer 2018 sollte ein Bundesnotprogramm für die Lehrbeauftragten beschlossen werden. Die Vergütungen sollen verdoppelt und vom Bund zu 100 Prozent als Feuerwehr-Aufgabe übernommen werden. Das Vergütungssystem für Lehrbeauftragte soll im Sinne eines Teilzeitprogramms tarifvertraglich ausgestaltet werden. Man muss von zwei Lehraufträgen bescheiden leben können.“

Den vollständigen Artikel können Sie hier lesen.

 

Forderungen der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen an die Parteien zur Bundestagswahl

14.07.2017 – Im Vorfeld der Bundestagswahl hat die Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm) die Parteien aufgefordert, sich nachhaltig für die Verbesserung der Situation der Lehrbeauftragten einzusetzen. Die bklm schickte einen Katalog an die hochschulpolitischen Sprecher der Parteien im Bundestag und an die FDP. Darin fordert sie mehr feste Stellen, die Anpassung ihrer Honorare an die Bezüge von Angestellten im öffentlichen Dienst und eine soziale Absicherung, die auch im Alter greift. Die Deutsche Orchestervereinigung unterstützt die berechtigten Anliegen der Lehrbeauftragten.

Die Situation der Lehrbeauftragten an deutschen Hochschulen ist prekär. Besonders betroffen sind Lehrbeauftragte an Musikhochschulen. Auf Honorarbasis erteilen sie 40 bis 60 Prozent des Unterrichts, erhalten dafür aber nur gut ein Drittel der Vergütung fest angestellter Dozentinnen und Dozenten.

Hier gehts zum Forderungskatalog auf der Homepage der bklm.

 

Göttinger Lehrbeauftragte machen mobil

30.05.2017 – In Göttingen gibt es eine Initiative, die sich gemeinsam mit Gewerkschaften für eine Verbesserung der Situation der Lehrbeauftragten an der Georg-August-Universität einsetzt.

In einer Petition an das Präsidium und die Entscheidungsträger der Uni fordern die Aktiven:

  • kurzfristig eine angemessene Vergütung: ein Basishonorar zzgl. Entgelt für Arbeitsstunden außerhalb des Unterrichts in Anlehnung an TV-L 13
  • Vertretung durch den Personalrat und Mitbestimmung in den Hochschulgremien
  • mittelfristig die Umwandlung von dauerhaften Lehraufträgen in feste Dauerarbeitsstellen

Mit einer Aktion machten die Lehrbeauftragten am 24. Mai öffentlich auf ihre Forderungen aufmerksam. Ein Gespräch mit Uni-Präsidentin Ulrike Beisiegel war ebenfalls geplant.

Weitere Informationen können Sie in zwei Artikeln der Hessisch/Niedersächsischen Allgemeinen (HNA) finden:
Bezahlung von Unipersonal: Karger Lohn für Lehrbeauftragte an Uni Göttingen vom 23.05.2017
Protest- und Unterschriftenaktion: Geringe Bezahlung: Lehrbeauftragte in Rot und Grün vor der Uni-Verwaltung vom 24.05.2017

Hier können Sie die Petition zeichnen.

 

Aktivisten übergeben dem Senat Petition Gerechte Bezahlung und berufliche Perspektiven für Lehrbeauftragte an Berliner Hochschulen

01.02.2017 – Die Initiatorinnen und Initiatoren der Petition Wir fordern Gerechte Bezahlung und berufliche Perspektiven für Lehrbeauftragte an Berliner Hochschulen haben ihre Forderungen am 31. Januar dem Staatssekretär für Wissenschaft Steffen Krach übergeben. Dabei waren auch die Gewerkschaftsvertreter Martin Majewski von der Deutschen Orchestervereinigung und Tom Erdmann, Vorsitzender der GEW Berlin. Die Petition zeichneten 11.665 Unterstützerinnen und Unterstützer.

Im Koalitionsvertrag des neuen Berliner Senats bekennen sich SPD, Linke und Grüne zu einem „Paradigmenwechsel in der Personalpolitik an den Berliner Hochschulen“. Sie wollen die prekäre Situation der Lehrbeauftragten verbessern. Daran knüpft die Petition mit folgenden Forderungen an:

  1. Reguläre Lehrveranstaltungen werden durch hauptberufliche Lehrkräfte abgedeckt.
  2. Die Honorare der Lehrbeauftragten werden in Anlehnung an die tarifliche Bezahlung vergleichbarer hauptberuflicher Beschäftigter erhöht.
  3. Die Hochschulen unterstützen und fördern Lehrbeauftragte bei ihrer beruflichen Entwicklung.
  4. Der Senat entwickelt entsprechende Kontrollinstrumente

Vor der Übergabe der Petition hatten mehrere Vertreter der Lehrbeauftragten mit Krach über die noch immer prekäre Lage der betroffenen Hochschulmitarbeiter gesprochen und noch einmal ihre Forderungen bekräftigt. Sie wiesen unter anderem darauf hin, dass momentan die Vergütung eines Lehrbeauftragten im Durchschnitt gerade mal rund ein Drittel von dem beträgt, was ein Festangestellter im Mittelbau für die gleiche Tätigkeit verdient. Zu den Teilnehmern des Gesprächs gehörte auch Majewski.

 

Obergrenzen für Vergütung der Lehrbeauftragten in Hamburg steigen

11.01.2017 – Gute Nachrichten aus Hamburg: Dort können Lehrbeauftragte künftig mehr Geld bekommen. Die Hochschulen dürfen ihren freien Mitarbeitern statt wie bislang maximal 40 Euro pro Stunde künftig bis zu 60 Euro zahlen, teilte die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung mit. Auch eine Verdienstuntergrenze hat die grüne Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Bündnis 90 / Die Grünen) eingeführt.

Weitere Informationen finden Sie in einem Artikel des Hamburger Abendblatts.

In Bayern hingegen bleibt die finanzielle Lage von Lehrbeauftragten weiter prekär. Darauf weist Anne Kostrzewa in der Süddeutschen Zeitung hin. Sie arbeitet vor allem heraus, dass die chronische Unterfinanzierung der Universitäten im Freistaat ein Teil des Problems sei.

Hier können Sie den Artikel nachlesen.

 

Zwischen Mozart und Hartz IV

03.11.2016 – In einem bemerkenswerten Artikel hat die Journalistin Louisa Knobloch das politische Dilemma der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen beschrieben. Für ihren Beitrag in der Mittelbayerischen Zeitung interviewte sie auch den Vorsitzenden der Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm) Arvid Ong. Knobloch greift Beispiele vor allem aus Bayern auf. Die machen deutlich, dass Lehrbeauftragte mit ihren Forderungen nach sozialer Absicherung und besserer Bezahlung nach wie vor zwischen Politik und Hochschulen stehen: Die Politik stellt die Mittel für die Hochschulen bereit. Diese können jedoch autonom über ihre Haushalte entscheiden. „Es ist ein Ping-Pong-Spiel“, sagt Ong, der als Lehrbeauftragter an den Musikhochschulen in Detmold und Hannover sowie an der Jugendmusikschule Hamburg unterrichtet.

Den vollständigen Artikel können Sie hier lesen.

 

Deutsche Orchestervereinigung begrüßt Dresdner Erklärung der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen

25.10.2016 – Die Deutsche Orchestervereinigung begrüßt die Dresdner Erklärung der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen. Darin fordern die Lehrbeauftragten eine soziale Absicherung aller Lehrkräfte, die auf Honorarbasis arbeiten. Zudem verlangen sie eine zeitnahe Anpassung ihrer Bezüge an das Gehaltsniveau von Festangestellten in vergleichbaren Positionen. Die Erklärung wurde am 23. Oktober auf der 7. Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm) in Dresden verabschiedet. Die bklm ist ein Zusammenschluss der Vertreter von Lehrbeauftragten aller 24 Musikhochschulen in Deutschland.

Die Deutsche Orchestervereinigung setzt sich für bessere Arbeitsbedingungen der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen und faire Entlohnung ein. DOV-Vertreter führen zum Beispiel politische Gespräche auf Landes- und Bundesebene. Dabei arbeiten sie eng mit der bklm zusammen. Inzwischen erteilen Lehrbeauftragte zwischen 40 und 60 Prozent des Unterrichts an Musikhochschulen. „Anders als bei festangestellten Dozenten wurde die Vergütung der Lehraufträge in den vergangenen Jahrzehnten nur teilweise an die allgemeine Lohnentwicklung angeglichen“, heißt es in der Erklärung. Momentan erhalten sie zwischen 22 und 44 Prozent der Bezüge von Festangestellten. Damit ist eine adäquate soziale Absicherung nicht möglich. Vielen langjährigen Lehrbeauftragten droht deshalb Altersarmut.

Die Dresdner Erklärung der bklm können Sie hier herunterladen.

 

SPD-Bildungsexpertin fordert bessere Bezahlung von Lehrbeauftragten: Aufnahme in Bundestagswahlprogramm

20.10.2016 – Im April wurde das Wissenschaftszeitvertragsgesetz novelliert. Ebenfalls in diesem Jahr beschlossen Bund und Länder den Pakt für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Von beiden Regelungen profitieren die ca. 100.000 Lehrbeauftragten an Hochschulen nicht, weil sie auf Honorarbasis arbeiten und keinen Vertrag mit der Hochschule haben.SPD-Bildungsexpertin Simone Raatz fordert nun: „Entweder erhalten diese Leute ordentliche Verträge, oder man zahlt ihnen Stundensätze, die vergleichbar mit denen von Festangestellten sind. Nur so können sie von ihrem Beruf leben.“ Im Interview mit der SPD-Parteizeitung Vorwärts sagte Raatz, sie wolle noch in dieser Legislaturperiode ein Bekenntnis ihrer Partei, dass sie sich für die Verbesserung der Situation der Lehrbeauftragten einsetzt: „Die Forderung nach einer Erhöhung der Grundfinanzierung wird in das SPD-Programm für die Bundestagswahl einfließen und dann in der kommenden Legislaturperiode ein wichtiges Vorhaben, was es umzusetzen gilt.“ Die Deutsche Orchestervereinigung begrüßt das Vorhaben, das dringend notwendig und seit Jahren überfällig ist.

Zum Artikel gehts hier.

 

Gefangen in schwieriger Struktur: Lehrbeauftragte an Bayerns Musikhochschulen

18.10.2016 – Die prekäre Situation vieler Lehrbeauftragter ist ein strukturelles Problem. Diese Ansicht vertritt der Vizepräsident der Münchner Hochschule für Musik und Theater Christoph Adt in einem bemerkenswerten Artikel, der vor kurzem in der Süddeutschen Zeitung erschien. Aufgrund seiner Position kennt er die Verhältnisse in Bayern ziemlich genau. „Die Situation fast aller Lehrbeauftragten ist prekär“, sagt Adt.
Deshalb fordert er vom Freistaat Geld für mehr feste Stellen. „Wir beantragen das immer wieder, kommen damit aber nicht durch“, sagt er in dem Artikel vom 6. Oktober, der online leider nicht verfügbar ist. An bayerischen Hochschulen sind laut Süddeutscher Zeitung knapp 10.000 Lehrbeauftragte tätig, davon etwa 600 an den staatlichen Musikhochschulen in Würzburg, Nürnberg und München. Diese Musiker seien hochqualifiziert, aber schlecht bezahlt. Sie hätten keine Sicherheiten, vielen drohe Altersarmut. Adt zufolge ist das Problem eine Strukturfrage, und die Staatsregierung habe nicht die Absicht daran zu rütteln. Dazu der Lehrbeauftragte Hermann Eckhardt pointiert: „Der Staat weigert sich, zur Kenntnis zu nehmen, was hier geschieht. Er bedient sich einer Praxis, die er bei jedem Privatunternehmen längst unterbinden würde.“

 

Gewerkschaftlicher Aktionsausschuss gegen prekäre Beschäftigung

01.07.2016 – Der gewerkschaftliche Aktionsausschuss Keine prekäre Arbeit und tariffreie Bereiche im Verantwortungsbereich des Landes Berlin! wird auf seiner Homepage immer aktiver. Inzwischen können zahlreiche Dokumente heruntergeladen und die Aktivitäten seit seiner Gründung am 5. November 2015 verfolgt werden. Auch die Deutsche Orchestervereinigung und einzelne Mitglieder engagieren sich in dem Bündnis von freien Mitarbeitern und Institutionen.

„Wir sind die VHS-Dozentin, der Lehrer an der Musikschule, der Therapeut und die Servicebeschäftigte bei Vivantes, …die freie Musikerin im Orchester… Wir haben alle gemeinsam, dass wir mit unseren Gewerkschaften ver.di, GEW und DOV für gute Tarifabschlüsse kämpfen“, heißt es im Flyer Prekär und tariffrei – Nicht mit uns!

Der gewerkschaftliche Aktionsausschuss soll dazu beitragen,

  • dass überall, wo es Formen prekärer und tariffreier Arbeit gibt, gewerkschaftliche Strukturen entstehen können bzw. gestärkt werden,
  • dass ein regelmäßiger Austausch von Informationen über die verschiedenen Aktivitäten gegen ungesicherte und tariflose Arbeitsverhältnisse stattfindet,
  • dass eine gegenseitige Unterstützung solidarischer gewerkschaftlicher Aktionen organisiert wird,
  • dass Kampagnen in Richtung der politischen Parteien, ihrer Mandatsträger und Parteitagsdelegierten stattfinden,
  • dass die Abgeordnetenhaus-Wahl genutzt wird, um unsere Forderungen zum Thema zu machen,
  • dass Veranstaltungen und Delegationen (zum Beispiel zu den Abgeordnetenhaus-Fraktionen) geplant werden, um die Vertreter der Parteien mit den Positionen der Kolleginnen und Kollegen und ihrer Gewerkschaften zu konfrontieren.

Die Internetseite des Ausschusses können Sie hier aufrufen.

 

Aktivisten erzählen: Durchbruch an der hmt Rostock

29.06.2016 – In den vergangenen Monaten ist in Mecklenburg-Vorpommern endlich Bewegung in die jahrelang festgefahrene Situation der Lehrbeauftragten gekommen. Karola Theill und Rico Gatzke vertreten die Lehrbeauftragten an der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Für Hochschullan(D) ziehen sie eine vorläufige Bilanz: 
Nachdem die Lehrbeauftragten-Vertreter an der Hochschule für Musik und Theater Rostock (hmt) mit dem Rektorat und Vertretern des Landesministeriums in Schwerin jahrelang über eine Verbesserung der Bedingungen für die Lehrbeauftragten gesprochen hatten, gipfelte dieser Druck in dem bundesweiten Aktionstag im November 2014. Zahlreiche KollegInnen (auch Nicht-Lehrbeauftragte), viele StudentInnen und Vertreter der GEW und der DOV waren trotz Bahnstreiks nach Schwerin gekommen.

Mathias Brodkorb, Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, versprach „Verbesserungen für die Lehrbeauftragten“, und das auf Nachfrage für „sehr bald“.Wir haben es der hartnäckigen und intelligenten Verhandlungstaktik unserer Rektorin Dr. Susanne Winnacker zu verdanken, dass der neue Hochschulentwicklungsplan der hmt Rostock nach jahrzehntelangem Stillstand neue Stellen und höhere Honorare für die Lehrbeauftragten vorsieht. Das Rektorat der hmt erfüllt darüber hinaus die Forderungen der Frankfurter Resolution, denn diese neuen (auch Teilzeit-) Stellen sind nur für die bewährten Lehrbeauftragten im eigenen Haus ausgeschrieben. Die Honorarerhöhung sieht vor, dass alle Lehrbeauftragten, außer den studentischen, dasselbe Honorar bekommen, da aus unserer Sicht eine sinnvolle Abstufung nicht möglich ist.

 

Am 6. Mai 2016 gab das Bildungsministerium eine Pressemitteilung heraus, in der höhere Honorare für Lehrbeauftragte angekündigt wurden (25 / 50/ 75 Euro). Erwähnt wurde jedoch nicht, dass dies nur möglich ist, wenn den Hochschulen und Universitäten auch entsprechende Gelder zur Verfügung gestellt werden. Die hmt bekommt 200.000 Euro mehr pro Jahr für ca. 229 Lehrbeauftragte. Davon können diese höheren Honorare nicht gezahlt werden. Die hmt nimmt daher das Geld auch aus anderen Töpfen, um das einheitliche Honorar von 40 Euro für alle ab dem Sommersemester 2016 zu ermöglichen. Wir Lehrbeauftragten-Vertreter begrüßen diese Entscheidungen sehr und hoffen, dass sie eine Signalwirkung auf die Musikhochschulen in anderen Bundesländern haben werden.

 

Engagiert: Karola Theill spricht auf der Kundgebung in Schwerin c: DOV

18.04.2016 – Im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst hat am 13. April eine Aussprache über den schriftlichen Bericht des Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst zum Thema Prekäre Situation der Lehrbeauftragten an bayerischen Hochschulen stattgefunden. Die Abgeordneten bemängeln vor allem die Situation der Lehrbeauftragten. Sie verdienen deutlich weniger als ihre fest angestellten Kollegen, sind nicht sozialversichert und haben keine Mitbestimmungsrechte. Nach einem Bericht des Wissenschaftsministeriums gibt es an fast jeder Hochschule Bereiche, in denen Lehrbeauftragte inzwischen mehr als 40 Prozent des Lehrbetriebs stemmen. SPD und Grüne wollen die Misere politisch angehen, doch die CSU setzt weiterhin auf die Autonomie der Hochschulen. 
Konkrete Ergebnisse kann der Ausschuss nicht vorweisen. „…mehr als ein vages Versprechen des Ministeriumsvertreters, mit dem nächsten Haushalt zu versuchen, die Rahmenbedingungen für die Mitarbeiter an den Unis zu verbessern, kam am Ende nicht heraus“, resümiert Angelika Kahl in der Bayerischen Staatszeitung.
Den vollständigen Artikel können Sie hier lesen.

 

DOV:  Aktiv für Interessen der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen

12.03.2016 – In vielen Bundesländern hat sich das Engagement der DOV für die Lehrbeauftragten an den Musikhochschulen schon ausgezahlt. Dort wurden die Vergütungssätze bereits deutlich erhöht – was nicht bedeutet, dass die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen damit nun angemessen honoriert wäre. Noch immer liegen die Honorarsätze für Lehraufträge gegenüber der Bezahlung von festangestellten Professoren- oder Mittelbaustellen weit zurück.

Zusammen mit Vertretern der Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (BKLM), mit Lehrbeauftragten-Sprechern der jeweiligen Hochschulen und den gewählten DOV-Delegierten der Lehrbeauftragten führt die DOV Gespräche mit Hochschul-Rektoren, Politikern und Abgeordneten auf Länder- und Bundesebene. Der stete Tropfen höhlt den Stein, heißt es.
Martin Majewski aus der DOV-Geschäftsstelle in Berlin bleibt gemeinsam mit den von den Lehrbeauftragten-Mitgliedern gewählten Delegierten der LB's dran an den drängenden Fragen. Wenn noch mehr Lehrbeauftragte sich in der DOV mit einer DOV-Mitgliedschaft engagieren, können wir "lauter" werden

 

 

Auch in M-V: Mehr Geld für Lehrbeauftragte an Hochschulen

27.12.2015 – Mecklenburg-Vorpommerns Wissenschaftsminister Mathias Brodkorb setzt sich dafür ein, dass Lehrbeauftragte an den Hochschulen in M-V künftig ein höheres Honorar erhalten können.  Diese Zusage hatte er schon am Aktionstag der Lehrbeauftragten am 6. November 2014 vor seinem Ministerium in Schwerin gegenüber den Demonstranten aus der Rostocker Musikhochschule und DOV-Geschäftsführer Gerald Mertens abgegeben.Nach den Plänen sollen die künftigen Höchstsätze für Lehrbeauftragte an Hochschulen deutlich angehoben werden. Die Richtlinie über die Vergabe von Lehraufträgen befindet sich derzeit in der Anhörung. Es tut sich also was. Die Aktionen der DOV und der Lehrbeauftragten haben sich gelohnt! Warten wir nun die konkreten Ergebnisse ab.

Hier geht's zur vollständigen PM des Ministeriums.

 

Deutscher Musikrat: Unterstützung für Lehrbeauftragte an Musikhochschulen

18.12.2015 – Die Bemühungen der DOV, die Lage der Lehrbeauftragten auch im Deutschen Musikrat zu thematisieren, haben sich gelohnt. Musikrats-Vizepräsident Hartmut Karmeier, vormaliger Vorsitzender der DOV, hatte sich auch in seiner Funktion als Vorsitzender des Bundesfachausschusses "Musikberufe" nachhaltig dafür eingesetzt, eine breite Unterstützung für die berechtigten Belange der Lehrbeauftragten zu gewinnen.

Das aktuelle Memorandum des Musikrats bündelt wesentliche Forderungen, mit dem Ziel die Situation der Lehrbeauftragten für künstlerische und künstlerisch-pädagogische Lehrfächer in Deutschland nachhaltig zu verbessern.

Das Memorandum im Wortlaut:

Memorandum zur Situation der Lehrbeauftragten an den künstlerischen Hochschulen in Deutschland

16. Dezember 2015

Die Lehre an den Musikhochschulen einschließlich der künstlerischen Fächer an den anderen Hochschulen in Deutschland wird seit Jahren in zunehmendem Maße von Lehrbeauftragten abgedeckt. Die Lehrbeauftragten tragen mit ihrer Arbeit wesentlich zur Profilbildung einer Musikhochschule bei, ohne in die dafür vorgesehenen Strukturen mit eingebunden zu sein. Eine Einbindung in die konzeptionelle Weiterentwicklung und in die organisatorische Hochschularbeit verbieten zahlreiche Hochschulgesetze. Die Finanzierung dieser Tätigkeit ist ebenfalls nicht vorgesehen. Zudem hat sich die soziale Lage der Lehrbeauftragten wesentlich verschlechtert, da sie keine soziale Absicherung erfahren, die Honorarsätze sich bundesweit hinsichtlich der Qualifikation in einer unangemessenen niedrigen Bandbreite bewegen und die Beauftragung Semesterweise erfolgt. Mit dieser desaströsen Situation sind die Qualität und die Kontinuität der Lehre an den Hochschulen gefährdet.

Deshalb fordern wir:

1) Die Pflichtangebote der künstlerischen   und künstlerisch-pädagogischen Lehrfächer müssen grundsätzlich durch hauptamtliche Lehrende abgedeckt werden. Nur die Zusatzangebote oder die zeitlich befristete Versorgung von fehlenden Kapazitäten sollen durch Lehrbeauftragte übernommen werden.

2) Die Honorierung muss vergleichbar der der hauptamtlichen Lehrkräfte erfolgen. Dazu gehört vor allem auch die Dynamisierung in Anlehnung an die Einkommensentwicklung im Hochschulbereich.

3) Die soziale Grundsicherung muss auch auf der Basis einer nebenberuflichen Tätigkeit gewährleistet werden.

4) Die politisch Verantwortlichen in den Ländern sind gefordert, den Hochschulen die dafür notwendigen Rechte und Mittel zur Verfügung zu stellen.

Wir fordern die Kultusministerkonferenz, die für die Hochschulen zuständigen Ministerien in den Ländern, die kirchlichen und privaten Träger der Hochschulen, die Bundestagsausschüsse „Kultur und Medien“ und „Arbeit und Soziales“ sowie die Bundesregierung auf, sich auf der Grundlage der Empfehlungen der Enquete „Kultur in Deutschland“ mit der Lösung dieses Problems zu befassen.

 

DOV-Engagement zahlt sich aus: Mehr Geld für Lehrbeauftragte in NRW

17.12.2015 – Die stetigen Bemühungen der DOV für die Lehrbeauftragten an Musikhochschulen zahlen sich aus: Mit fast 600.000 Euro werden die Honorare der Lehrbeauftragten an den Kunst- und Musikhochschulen in NRW angehoben. Die Lehrbeauftragten leisten einen großen Teil der Arbeit an den Musikhochschulen, ihre Entlohnung muss daher angemessen erhöht werden.

Diese Entwicklung ist sehr erfreulich und gutes Vorbild für andere Bundesländer, weil in NRW bereits seit 2012 kontinuierlich Honorarerhöhungen erfolgen. Das Engagement der DOV, die enge Abstimmung mit den Lehrbeauftragten und der durch gezielte öffentliche Aktionen erzeugte Druck ist damit hier besonders erfolgreich. Allerdings: die im Jahr 2015 in NRW angekündigte Tarifanbindung an den öffentlichen Dienst durch Dienstrechtsreform ist immer noch offen. Dafür muss endlich eine Lösung gefunden werden. Ansonsten muss weiterhin jährlich um die berechtigte Honorar-Anpassung gestritten werden.

 

Lehrbeauftragte bei DOV-Strategieklausur in Kassel

Am 16. und 17. November hat in Kassel eine Klausurtagung des Gesamtvorstands der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) stattgefunden. Für die freien Musiker und Lehrbeauftragten nahm Birgit Schmieder aus Berlin teil, die hier berichtet:

23.11.2015 – In Gesprächsrunden von jeweils vier bis fünf Delegierten wurde nach der Methode des Weltcafé intensiv über Inhalte und Schwerpunkte der Arbeit der DOV in den kommenden Jahren diskutiert. Dabei standen die Lehrbeauftragten immer wieder im Fokus. Sie wurden von allen Delegierten als wichtige Gruppe in der DOV angesehen und sollen in den nächsten Jahren gestärkt werden. Dazu gehört zum einen, mehr Lehrbeauftragte als Mitglieder zu gewinnen, zum anderen mit der (Weiter-)Entwicklung von Strukturen die begonnene Arbeit zur Verbesserung der Situation der Lehrbeauftragten auf Länder- und Bundesebene intensiv weiter zu führen.
Eines der primären Ziele ist die Bildung einer eigenen DOV-Kommission Freie Musiker und Lehrbeauftragte bei der nächsten Delegiertenversammlung im Frühjahr 2018.

 

Vergütung der Lehrbeauftragten ist Thema im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern

19.11.2015 – Die Abgeordneten im Landesparlament von Mecklenburg-Vorpommern haben sich am 19. November mit der Vergütung von Lehrbeauftragten beschäftigt.
Jeder achte Angehörige des wissenschaftlichen Personals im Land gehört zur Gruppe der Lehrbeauftragten. Insgesamt sind 930 Lehrbeauftragte an Hochschulen beschäftigt. Sie erhalten für die Lehrstunde in der Regel zwischen 16 bis 23 Euro.
Die Grünen hatten in einer Kleinen Anfrage um Fakten und den aktuellen Stand der Bemühungen zur Erhöhung der Honorare gebeten. Die Landesregierung teilte mit, dass die Anhebung der Vergütungshöchstsätze beschlossen sei, es stünden aber noch nicht alle Details fest.

Die Abgeordneten im Landesparlament von Mecklenburg-Vorpommern haben sich am 19. November mit der Vergütung von Lehrbeauftragten beschäftigt.

Jeder achte Angehörige des wissenschaftlichen Personals im Land gehört zur Gruppe der Lehrbeauftragten. Insgesamt sind 930 Lehrbeauftragte an Hochschulen beschäftigt. Sie erhalten für die Lehrstunde in der Regel zwischen 16 bis 23 Euro.

Die Grünen hatten in einer Kleinen Anfrage um Fakten und den aktuellen Stand der Bemühungen zur Erhöhung der Honorare gebeten. Die Landesregierung teilte mit, dass die Anhebung der Vergütungshöchstsätze beschlossen sei, es stünden aber noch nicht alle Details fest.

Weitere Details können Sie in einem Artikel der Schweriner Volkszeitung lesen.

 

Änderungen an den Musikhochschulen in Baden-Württemberg

21.10.2015 – Wenn es nach dem Willen der baden-württembergischen Wissenschaftsministerin geht, sollen alle fünf Musikhochschulen im Bundesland zwar weiterhin das Spektrum von Orchestermusik über Gesang und Klavier bis hin zu Pädagogik anbieten. Darüber hinaus sollen sie jedoch konkrete Schwerpunkte voneinander abgrenzen. Über dieses Konzept von Theresia Bauer (Bündnis 90/Die Grünen) berichtet das Magazin Klassik.com. „Das Land wird das Konzept bis 2020 mit rund 28 Millionen Euro fördern, um neue Stellen zu schaffen und die Vergütung der Lehrbeauftragten zu erhöhen. Die Hochschulen selbst beteiligen sich mit jeweils sechs Millionen Euro am Aufbau der neuen Profile“, heißt es in dem Artikel.

Den vollständigen Beitrag können Sie hier lesen.

Hintergründe zu den geplanten Änderungen an den Musikhochschulen des Landes finden Sie in der Pressemitteilung der Ministerin.

 

Protest von Honorarlehrkräften in Berlin

05.10.2015 – Am 5. Oktober, dem Weltlehrertag, protestieren Honorarlehrkräfte vor der Senatsverwaltung für Bildung. Ihr Demonstrationszug geht anschließend zum Alexanderplatz. Mit dabei sind auch Lehrbeauftragte.

Lehrbeauftragte an Musikhochschulen fordern nach wie vor sichere Arbeitsverhältnisse und höhere Honorare. Die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) hatte Ende vergangenen Jahres gemeinsam mit der bklm, der BKSL und der GEW Berlin mit einem bundesweiten Aktionstag auf diese Missstände aufmerksam gemacht. Die Demonstration der Honorarlehrkräfte organisieren ver.di und die GEW.

Hier geht es zu einem Artikel mit Hintergrundinformationen im Tagesspiegel.

 

Erfolgsmeldung aus Sachsen: Mehr Geld für Lehrbeauftragte

13.08.2015 – Auch der Freistaat Sachsen erhöht die Honorare für Lehrbeauftragte an den Musikhochschulen. Die Betroffenen hätten zu Recht darauf hingewiesen, dass die bisherigen Honorarregelungen nicht angemessen waren, erklärte Wissenschafts- und Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) am 10. August 2015. Auch die Deutsche Orchestervereinigung hatte sich nach dem bundesweiten Aktionstag der Lehrbeauftragten vom 6. November 2014 im persönlichen Gespräch mit der Ministerin für eine Verbesserung der Lage der Lehrbeauftragten stark gemacht. 
Nach Aussage der Ministerin bekommen die Musikhochschulen in Leipzig und Dresden daher jedes Jahr insgesamt 550 000 Euro zusätzlich. Hierdurch sollen angemessene Honorierungen in Analogie zu Stundensätzen von Festangestellten ermöglicht werden. Je nach Einstufung sollen die Honorarsätze im Schnitt um 9 bis 17 Prozent steigen. Auch andere Kunsthochschulen (die Palucca-Hochschule für Tanz, die Hochschule für Bildende Künste Dresden und die Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig) erhalten jährlich insgesamt 75 000 Euro zusätzlich.

 

Erfolgreiche Arbeit: Höhere Honorare für Lehrbeauftragte an mehreren Musikhochschulen

02.07.2015 – Das langjährige Engagement der Lehrbeauftragten, ihrer Interessenvertretung bklm und der Gewerkschaft Deutsche Orchestervereinigung (DOV) hat zu ersten spürbaren Verbesserungen geführt. Mehr Geld erhalten Lehrbeauftragte an Musikhochschulen in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Neben dem bundesweiten Aktionstag im November vergangenen Jahres haben dazu auch die Aktivitäten der DOV auf politischer Ebene beigetragen. In mehreren Bundesländern haben wir inzwischen Gespräche mit Kultusministern und Rektoren der Musikhochschulen geführt. Im Folgenden dokumentieren wir erste Ergebnisse. Sie werden laufend ergänzt.

In Bayern tut sich gleich an mehreren Standorten etwas. An der Musikhochschule München wird es künftig nur noch zwei statt drei Honorargruppen für Lehrbeauftragte geben. Für den Bereich Begleitung und Korrepetition, der keine eigene Honorargruppe mehr bildet, bedeutet das eine Anhebung der Honorare, die längst überfällig war. Die Hochschulleitung setzt damit auch eine Forderung der Lehrbeauftragten durch, die Fächer Begleitung und Korrepetition deutlich aufzuwerten. Künftig liegen die Honorare bei 36 und 45€. Für die beiden verbleibenden Gruppen sind das Steigerungen um 15 bzw. 20 Prozent. Noch nicht erreicht werden konnte leider die Anbindung an Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst.

Für Nürnberg und Würzburg wurden ebenfalls Verbesserungen beschlossen.

Und auch in Baden-Württemberg haben zahlreiche Gespräche von DOV-Hauptamtlichen mit Politikern, Hochschulrektoren und Ministeriumsvertretern zu konkreten Ergebnissen geführt. An der Musikhochschule Karlsruhe sollen die Honorare bis zum Jahr 2020 in mehreren Stufen um insgesamt 20 Prozent angehoben werden.

„Die bklm begrüßt grundsätzlich die angekündigten Honorarerhöhungen für Lehrbeauftragte in Baden-Württemberg“, sagt bklm-Sprecherin Ulrike Höfer. „Zwar ist das ausgehandelte Gesamtpaket nicht in allen Punkten ausgewogen, sodass noch viel zu tun bleibt. Aber ein Anfang ist damit gemacht. Kritisch erscheinen vor allem die geplante Erhöhung der Lehrverpflichtung des Mittelbaus und die bisher von den Hochschulen abgelehnte Anhebung der Studiengebühren in Karlsruhe. Ausdrücklich begrüßen wir, dass Freiburg die Lehrverpflichtung nicht erhöht. Wichtig ist auch, die Anbindung der Honorare an die Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst zu erreichen.“

Die Situation in Nordrhein-Westfalen ist besonders. Nachdem sich zehn Jahre lang nichts getan hatte, erhielten die Lehrbeauftragten im Jahr 2012 eine Erhöhung von 12,3 Prozent und 2013 noch einmal ein Plus von 2,7 Prozent. Nach dem weiterem Engagement von Lehrbeauftragten, das von der DOV, Hochschulleitungen und Politikern der Regierungskoalition unterstützt worden war, gab es 2015 abermals eine Erhöhung von 2,95 Prozent. Das entspricht der Tarifsteigerung im öffentlichen Dienst für das Jahr 2014. Inzwischen engagieren sich die Aktiven für eine jährliche Angleichung der Honorare an den öffentlichen Dienst, die im Zuge der geplanten Dienstrechtsreform umgesetzt werden soll.

 

Karriere an deutschen Hochschulen muss planbar werden

30.06.2015 – Die Abgeordneten des Bundestags sehen Handlungsbedarf bei der Karriereplanung des wissenschaftlichen Nachwuchses an deutschen Hochschulen. Das wurde in einer öffentlichen Anhörung am 29. Juni deutlich. „Planbare, verlässliche und transparente Karrierewege sind an deutschen Hochschulen gerade für den wissenschaftlichen Nachwuchs nicht die Regel. Oft ist das Gegenteil der Fall“, heißt es dazu im Newsletter heute im bundestag. Die Anhörung zum Thema Thema Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes hatte der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung angesetzt. „Die Sachverständigen bestätigen, dass eine Novellierung unabdingbar ist, damit prekäre Beschäftigungsverhältnisse an Hochschulen ein Ende haben“, heißt es in der Pressemitteilung der zuständigen SPD-Abgeordneten Simone Raatz. Schade, dass die Belange der Lehrbeauftragten nicht thematisiert worden. Eine verpasste Chance der Bundestagsabgeordneten.

Hier geht es zur Pressemitteilung von Simone Raatz.

 

Berlin: Lehrbeauftragte der Universität der Künste und der Hochschule für Musik Hanns Eisler bei DGB-Kundgebung zum 1.Mai

16.06.2015 – Birgit Schmieder ist Lehrbeauftragte an der Universität der Künste und engagiert sich in Berlin maßgeblich für die finanzielle und berufliche Besserstellung ihrer Kolleginnen und Kollegen. An dieser Stelle schreibt sie über ihre Eindrücke von der DGB-Demonstration am 1. Mai 2015:

Erstmals sind in diesem Jahr Lehrbeauftragte der Fakultät Musik der Universität der Künste und der Hochschule für Musik Hanns Eisler bei der DGB-Kundgebung zum 1.Mai in Berlin aktiv dabei gewesen. Damit verliehen sie den Forderungen der Berliner Resolution noch einmal öffentlich Nachdruck. Die Resolution wurde anlässlich des bundesweiten Aktionstags der Lehrbeauftragten am 6. November 2014 verabschiedet und dringt auf Dauerstellen für Daueraufgaben, gleiches Geld für gleiche Arbeit sowie mehr Wahl- und Mitbestimmungsrechte. Mit den Westen Lehrbeauftragte in Aktion und den Plakaten Leere Lehre der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) demonstrierten die Lehrbeauftragten beim Marsch der Gewerkschaften vom Hackeschen Markt bis zum Brandenburger Tor. Bei der Kundgebung dort forderte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann in seiner Ansprache zum Motto Die Arbeit der Zukunft gestalten wir auch für die Lehrbeauftragten eine deutliche Besserstellung.

Informationen zur Situation der Lehrbeauftragten sind sowohl in der 1. Mai-Zeitung des DGB (Seite 3) als auch im Infobrief Keine prekäre Arbeit und tariffreien Bereiche im Verantwortungsbereich des Landes Berlin der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA, Seite 6) der Berliner SPD aufgenommen. Damit ist eine breitere und stärkere öffentliche Wahrnehmung der prekären beruflichen Perspektive von Lehrbeauftragten und des Engagements von bklm und DOV für die Lehrbeauftragten erreicht worden.

 

Musikmesse-Diskussion über Lehrbeauftragte an Musikhochschulen

10.06.2015 – Vom 15. bis 18. April  haben sich Experten der Musikszene in Frankfurt am Main zur Musikmesse getroffen. Natürlich fanden auch viele Diskussionen rund um das Thema Musik statt. Über die neuesten Entwicklungen bei den Lehrbeauftragten an Musikhochschulen wurde am 16. April auf der gemeinsamen Themenbühne von Deutschlandradio, Deutschem Musikrat und neuer musikzeitung debattiert. Mit dabei waren Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung, Ulrike Höfer, gewähltes Mitglied im Sprechergremium der Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm), und Robert Ehrlich, Rektor der Musikhochschule Leipzig.

 

Rektoren der Musikhochschulen fordern Ausschluss des Bildungsbereichs aus TTIP-Verhandlungen

26.05.2015 – Die Rektoren der Musikhochschulen haben die Gefahren diskutiert, die aus dem zwischen der EU und den USA geplanten Transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP entstehen können. Sie sorgen sich vor allem um die Bereiche Bildung und Kultur. Im Anschluss an die Debatte schlossen sie sich der Forderung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) vom 18. Mai 2015 an, den Bildungsbereich vollständig aus den Verhandlungen auszuschließen. „Staatliche Leistungen der Daseinsvorsorge sollten grundsätzlich von den TTIP-Verhandlungen ausgenommen werden. Bildung, Kunst und Kultur gehören nicht in das Handelsabkommen“, sagte HRK-Präsident Prof. Dr. Horst Hippler.

 

Lehrbeauftragte: Fronten an Frankfurter Musikhochschule sind verhärtet

01.05.2015 – Die Fronten in der überfälligen Debatte um die Verbesserung der Lage der Lehrbeauftragten an der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst sind verhärtet. Dies wurde erneut in einer Diskussionsveranstaltung in der Hochschule am 28. April 2015 deutlich.

Hochschulpräsident Thomas Rietschel machte nicht unbedingt ein glückliche Figur. Die Lehrbeauftragten sind frustriert und sauer. Es muss sich endlich etwas ändern. Das wird aber nur dann gelingen, wenn sich mehr Lehrbeauftragte in der DOV oganisieren, um am Ende mehr Druck auf die Hochschule und die Hochschulpolitik ausüben zu können.

 

Monika Harms solidarisiert sich mit Lehrbeauftragten

20.04.2015 – Am 19. April fand in der Frankfurter Musikhochschule das Abschiedskonzert für David Petersen statt. Der hochkarätige Fagottist und langjährige Lehrbeauftragte wird ab kommendem Semester nicht länger an der Hochschule beschäftigt. In einem Grußwort würdigte Monika Harms, Mitglied des Wissenschaftsrats der Bundesregierung und Generalbundesanwältin a.D., seine Leistungen und beschrieb plastisch die anhaltend prekäre Situation vieler Lehrbeauftragter.

Hier geht es zum Grußwort von Harms.

 

Lehrbeauftragte, Sozialpädagogen und Lehrer demonstrieren in Luxemburg vor dem Parlament

25.03.2015 – In Luxemburg regt sich Protest gegen die am 24. März 2015 beschlossene Reform und das Gehälterabkommen im öffentlichen Dienst: "Vor dem Parlamentsgebäude haben die Gewerkschaft SEW, die Vereinigung der Sozialpädagogen Apeg sowie der Verband der Lehrbeauftragten Acen gegen das Reformvorhaben demonstriert... Erzieher, Sozialpädagogen und Lehrbeauftragte drückten ihre Unzufriedenheit aus. Und die scheint groß, waren doch nicht weniger als 700 Betroffene dem Aufruf gefolgt. Sie seien während der vergangenen 30 Jahre unterbezahlt worden, und das würde sich mit der Reform auch nicht ändern, so die aufgebrachten Demonstranten", heißt es in der Zeitung Luxemburger Wort.

Zum ausführlichen Artikel kommen Sie hier.

 

SPD will sich um Nachwuchswissenschaftler kümmern

24.03.2015 – Vier von fünf wissenschaftlichen Mitarbeitern an deutschen Hochschulen sind befristet beschäftigt. Diesen Misstand will die SPD nun ändern, wie DIE ZEIT berichtet. Im April, so plant die SPD-Bundestagsfraktion, soll dem Koalitionspartner ein entsprechender Vorschlag vorgelegt werden. Seit Jahren leiden viele Beschäftigte an Universitäten unter prekären Arbeitsverhältnissen.

 

Politisches Engagement: Kleine Anfrage in Brandenburg

16.03.2015 – Nach den Grünen in Sachsen hat nun auch die CDU im Brandenburger Landtag eine Kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt. Die Anfrage kam auf Anregung von Lehrbeauftragten zustande. So funktioniert effiziente Interessenvertretung!

Hier können Sie die Anfrage herunterladen.

 

Lehrbeauftragte in Luxemburg organisieren sich in Gewerkschaft

26.02.2015 – Blick über die Grenzen: In Luxemburg werden Gewerkschaften aktiv. Dort hatten Lehrbeauftragten in den vergangenen Jahren versucht, gewerkschaftlich aufzutreten. Im Sommer 2014 gründete sich schließlich Acen. Die Organisation will sich für die Interessen der Lehrbeauftragten einsetzen. Denn seitdem im Jahr 1997 die Karriere der Lehrbeauftragten herabgestuft wurde (vom Grad E6 auf E3), sind ihre Belange mehrfach nicht berücksichtigt worden.

Hier geht es zum Artikel in der Zeitung Luxemburger Wort.

 

Dozenten in Baden-Württemberg warnen vor Überlastung

20.02.2015 – Die Folgen, die sich aus dem neuen Hochschulfinanzierungsvertrag in Baden-Württemberg ergeben, verunsichern nicht nur die Lehrbeauftragten. Inzwischen regt sich auf Widerstand im akademischen Mittelbau der Musikhochschulen. Die Wochenarbeitszeit der Dozentinnen und Dozenten soll von 24 auf 28 Stunden steigen. Dabei arbeiten bereits viele an der Belastungsgrenze.

Hier geht es zum Beitrag in der Stuttgarter Zeitung.

 

Auszeichnung für Lehrbeauftragte an Bochumer Hochschule

05.02.2015 – Preis für Lehrbeauftragte: Die Hochschule Bochum hat Petra Leßmann mit einem Preis für besondere Leistungen in der Lehre ausgezeichnet.  "Leßmann führt die Studierenden in die japanische Sprache und Kultur ein", schreibt Markus Rensinghoff in der Westdeutschen Allgemeinen. Sie wolle „Begleiterin“ der Studierenden sein. Die Auszeichnung erhielt auch ein fest angestellter Professor. Den Lehrpreis vergibt die Hochschule seit dem Jahr 2003.

Hier können Sie den vollständigen Artikel lesen.

 

Höhere Honorare und sichere Arbeitsbedingungen für Lehrbeauftragte: die DOV bleibt am Ball

02.02.2015 – Nach dem großen Erfolg des bundesweiten Aktionstags der Lehrbeauftragten am 6. November 2014 setzt sich die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) auf der politischen Ebene weiter dafür ein, die finanzielle und soziale Lage der Lehrbeauftragten zu verbessern. Den Schwung des Aktionstags hatten wir genutzt und den Wissenschaftsministerinnen und -ministern der Länder die Berliner Resolution übermittelt. Sie fasst die Forderungen des Aktionstags zusammen. Die DOV kommt nun mit den zuständigen Politikerinnen und Politikern ins Gespräch, um Verbesserungen und notwendige Gesetzesänderungen anzustoßen. Im Februar werden erste Treffen stattfinden. Wir werden so lange am Ball bleiben, bis wir weitere konkrete Erfolge für die Lehrbeauftragten erzielt haben. In Nordrhein-Westfalen hatte es bereits Honorarerhöhungen gegeben (Hochschulland berichtete).

 

"Nicht mal Mindestlohn für Lehrbeauftragte"

16.01.2015 – Die prekäre finanzielle Situation der Lehrbeauftragten an deutschen Hochschulen bleibt Thema in den Medien: Die Rheinische Post aus Nordrhein-Westfalen greift das Thema am 15. Januar 2015 auf. Unter der Überschrift Nicht mal Mindestlohn für Lehrbeauftragte beklagt Autor Sebastian Bergmann, dass externe Dozenten oft weniger Honorar als 8,50 Euro pro Unterrichtsstunde bekommen.

 

Baden-Württemberg: Hochschulfinanzierungsvertrag unterzeichnet

12.01.2015 – Am 9. Januar 2015 hat Winfried Kretschmann (Grüne), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, den Hochschulfinanzierungsvertrag Perspektive 2020 unterzeichnet. "Am Ende der sechsjährigen Laufzeit des neuen Hochschulfinanzierungsvertrags im Jahr 2020 werde die Grundfinanzierung der Hochschulen von heute 2,47 auf dann über 3 Milliarden Euro pro Jahr angestiegen sein", heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Die Hochschulen des Landes könnten nun bis zu 3.800 neue Stellen schaffen, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

Hier geht es zur Pressemitteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Am Ende der Mitteilung gibt es auch einen Link, über den der gesamte Vertrag heruntergeladen werden kann.

 

Ein Aktivist erzählt: Die Situation der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen in Nordrhein-Westfalen

12.12.2014 – Seit mehr als einem Jahrzehnt setzt sich Professor Friedemann Immer für die Verbesserung der beruflichen Situation von Lehrbeauftragten ein. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern der Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm) und ist Sprecher der Lehrbeauftragten an den Musikhochschulen in Nordrhein-Westfalen. In diesem Bundesland hat sich in den vergangenen Jahres einiges getan. Für den Blog Hochschullan(D) beschreibt Friedemann Immer die Geschichte der Bewegung der Lehrbeauftragten und die aktuelle Situation in Nordrhein-Westfalen:

In Nordrhein-Westfalen gibt es 2015 eine Erhöhung der Honorare der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen. Es ist bereits die dritte in vier Jahren.

Wie ist es dazu gekommen? In Nordrhein-Westfalen ist der Lehrauftrag eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit – dies ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Lehrbeauftragten bekommen Honorar, auch in den Semesterferien. Es wird vom Landesamt für Besoldung und Versorgung ausgezahlt, Versicherungen wie Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung werden abgeführt. Es gibt „Lohn“-fortzahlung im Krankheitsfall und Mutterschutz. Es gibt aber auch Nachteile. So zahlen wir auch in die Arbeitslosenversicherung ein, ohne je davon profitieren zu können. Die „Durchzahlung“ hat Vorteile, aber man muss diese auf die 32 Unterrichtswochen umrechnen. Im Endeffekt liegt das Honorar zurzeit im oberen Mittelfeld in Deutschland.

Die Entwicklung der Honorare in den letzten 44 Jahren

Seit 1970 hat es alle paar Jahre Erhöhungen des „Lohnes“ gegeben. Vergleicht man diese aber mit den „normalen“ Erhöhungen im öffentlichen Dienst, so hat sich das Einkommen der Beschäftigten im öffentlichen Dienst vervierfacht, das der Lehrbeauftragten im selben Zeitraum gerade verdoppelt! Dazu musste jede Erhöhung mit Streik oder Streikandrohung erkämpft werden!

Was hat sich geändert? Um 2010 haben sich die Lehrbeauftragten zusammengeschlossen und – wieder mal – diskutiert und überlegt, was sie tun können, um ihre Situation zu verbessern. Dies führte dann unter anderem zur Gründung der Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm). Diese Bewegung betraf ganz Deutschland! Auch durch Unterstützung der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) wurden die Medien, die Hochschulleitungen, die Rektorenkonferenz der Musikhochschulen und der Deutsche Musikrat auf unsere Situation aufmerksam.

Die bklm hat in Nordrhein-Westfalen viel erreicht

In Gespräche mit Politikern in Nordrhein-Westfalen stellten wir fest, dass die meisten Mitglieder des Landtags die Situation der Lehrbeauftragten und ihre Arbeit nicht kennen. Sogar Fachleute unter den Abgeordneten bis hin zur Ministerin waren nicht mit allen Facetten der Problematik vertraut.

Erste Gespräche führten dazu, dass wir 2012 – nach zehn Jahren Stillstand – eine Erhöhung von 12,3 Prozent und 2013 noch einmal ein Plus von 2,7 Prozent bekamen. Im Sommer 2013 starteten wir Lehrbeauftragten der Hochschule für Musik und Tanz Köln eine Briefaktion: Wir schrieben alle Mitglieder des Landtags an und informierten sie über unsere Situation und unsere Forderungen. Es folgten viele Gespräche mit Spitzenpolitikern bis hin zur Ministerin.

Als Folge unserer Gespräche – mit Unterstützung der DOV, der Hochschulleitung und Politikern der Regierungskoalition – gibt es für 2015 eine weitere Erhöhung: Mit 2,95 Prozent ist dies derselbe Betrag, den auch jeder andere Angestellte im öffentlichen Dienst bekommt. Der nächste Schritt ist die jährliche Angleichung der Honorare an den öffentlichen Dienst. Er soll im Zuge einer Dienstrechtsreform im kommenden Jahr in Angriff genommen werden.

 

Neue Studie: Wer lehrt warum?

11.12.2014 – Wer lehrt an Hochschulen? In welchem Umfang unterrichten Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiter und Lehrbeauftragte? Diese Fragen stellten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Institut für Hochschulforschung an der Universität Halle-Wittenberg (HoF).  Sie interviewten Lehrende eines Semesters an vier Universitäten und vier Fachhochschulen und fassten ihre Ergebnissen in der Studie Wer lehrt warum? zusammen. In einer entsprechenden Pressemitteilung des iwd-Informationsdienst Wissenschaft heißt es unter anderem: "Die Lehre wird von zwei Personalgruppen dominiert, Professor/innen und Lehrbeauftragte decken zwischen 75 und 100 Prozent der Lehre ab. An drei von 19 untersuchten Fachbereichen erbringen Lehrbeauftragte sogar mehr als die Hälfte der Lehre. Ein in der Lehre tätiger Mittelbau ist, auch weil Fachhochschulen in der Regel nicht über Qualifikationsstellen verfügen, nur in Ansätzen vorhanden. Lehrbeauftragte sind auch an Universitäten mittlerweile allgegenwärtig. Hier erbringen sie an einigen Fachbereichen bis zu ein Drittel der Lehre. Allerdings wurde an den untersuchten Universitäten nur jede/r Zweite dafür auch bezahlt. Das erklärt sich zum Teil daraus, dass sie nicht offiziell für die Lehre angestellt sind, aber trotzdem lehren. Es sind drittmittelfinanzierte wissenschaftliche Mitarbeiter/innen, Angehörige außeruniversitärer Forschungseinrichtungen oder Promotionsstipendiat/innen, die aus professionellen Erwägungen, informell geregelter Arbeitsteilung oder weil der Lehrbetrieb sonst schlicht nicht aufrecht zu erhalten wäre zusätzlich Lehrveranstaltungen übernehmen."

Hier geht es zu den Pressemitteilungen des HoF und des iwd.

 

Wachsame Lehrbeauftragte in Baden-Württemberg

11.12.2014 – Als Leserbrief in der Badischen Zeitung ist ein Schreiben der Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm) an Theresia Bauer, Wissenschaftsministerin in Baden-Württemberg, erschienen. Darin machen die bklm-Mitglieder auf die prekäre Lage der Lehrbeauftragten aufmerksam. Unter anderem schreiben sie: "Den ... von Rektorenseite gemachten Vorschlag, die Lehrverpflichtung im akademischen Mittelbau zu erhöhen, lehnen wir ausdrücklich ab. Dies würde signifikant zur Verschlechterung der Betreuungsqualität der Studierenden führen und den Beschäftigungsverlust vieler Lehrbeauftragten bedeuten."

Hier geht es zu dem Beitrag vom 10. Dezember 2014.

 

Neue Studie über die Lehre an deutschen Universitäten

09.12.2014 – Bildungsexperte Christian Füller schreibt in einem Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 7. Dezember 2014 über die unterschiedlichen Möglichkeiten der Unis, ihre Lehrverpflichtungen abzudecken. Er verweist auch auf die Studie Wer lehrt warum? von Roland Bloch vom Institut für Hochschulforschung in Halle-Wittenberg und anderen Forschern. Die Untersuchung soll in den kommenden Tagen erscheinen.

Hier geht es zum Artikel von Christian Füller.

 

Landespolitiker zu Besuch in der Musikhochschule Trossingen

04.12.2014 – Claus Schmiedel, SPD-Fraktionschef im Landtag von Baden-Württemberg, und die Abgeordneten Hans-Peter Storz und Rita Haller-Haid besuchten am 1. Dezember 2014 die Musikhochschule Trossingen.

Hier geht es zum Artikel in der Online-Ausgabe der Trossinger Zeitung.

 

Berlin hat Nachholbedarf

04.12.2014 – Interessanter Artikel von Sebastian Höhn in der Berliner Zeitung vom 2. Dezember 2014: Am Beispiel der Lehrbeauftragten Birgit Schmieder verdeutlicht der Journalist die prekäre Lage der Betroffenen.

 

Landtag in Nordrhein-Westfalen: drei Prozent mehr Honorar für Lehrbeauftragte im Jahr 2015

04.12.2014 Die DOV begrüßt die Aufstockung in einer Pressemitteilung.

Im Haushalt von Nordrhein-Westfalen werden im kommenden Jahr die Finanzmittel für die Musik- und Kunsthochschulen des Landes aufgestockt. Darin enthalten ist auch ein Plus von rund drei Prozent für Lehrbeauftragte. Für sie stehen im Jahr 2015 zusätzlich 275.000 Euro bereit. Mit den Mitteln soll die Tariferhöhung im öffentlichen Dienst für das Jahr 2014 in Höhe von 2,95 Prozent an die Lehrbeauftragten weiter gegeben werden.

Hier geht es zur Pressemitteilung der Deutschen Orchestervereinigung vom 3. Dezember 2014.

 

Mehr Geld in Baden-Württemberg

04.12.2014 – Die Musikhochschulen in Baden-Württemberg sollen mehr Geld bekommen, um die Honorare ihrer Lehrbeauftragten um 20 Prozent aufzustocken. Das hatte das zuständige Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst am 17. November 2014 bekannt gegeben. Ausführlich haben sich die Stuttgarter Nachrichten damit am 3. Dezember 2014 beschäftigt. Unter anderem  fordert Ulrike Höfer von der bklm die zuständigen Politiker und Senate auf, dass das Geld tatsächlich bei den Lehrbeauftragten ankommt.

Hier geht es zum ersten und zweiten Artikel von Susanne Benda in der Online-Ausgabe sowie zu ihrem Kommentar.

 

neue musikzeitung: Juan Martin Koch über eine zynische Bemerkung zum Thema Lehrbeauftragte

 

01.12.2014 – Die neue musikzeitung hat sich am 30. November 2014 mit dem Redebeitrag von Hartmut Höll, Rektor der Hochschule für Musik Karlsruhe, während der Öffentlichen Anhörung im Wissenschaftsausschuss des baden-württembergischen Landtags zur Lage der Musikhochschulen am 22. Juli 2014 auseinandergesetzt. Autor Juan Martin Koch stellt Höll kein gutes Zeugnis aus.

 

Baden-Württemberg: bald mehr Geld für Lehrbeauftragte!

18.11.2014 – Der 17. November 20214 ist ein guter Tag für die Lehrbeauftragten an den fünf Musikhochschulen Baden-Württembergs. Wissenschaftsministerin Theresia Bauer kündigte an, den Etat der Musikhochschulen zu erhöhen statt ihn wie geplant um fünf Millionen Euro zu kürzen. Die Budgets für die Lehrbeauftragten würden um 20 Prozent erhöht werden. Weil davon die Hochschulen die Hälfte aus ihren eigenen Haushalten zahlen müssen, sind sie allerdings zu Kürzungen an anderen Stellen gezwungen.

Hier geht es zum Artikel im Südkurier.

Und hier noch ein interessanter Link zur  Zukunftskonferenz der Musikhochschulen in Baden-Württemberg. Dort ist der Prozess der qualitativen Weiterentwicklung der Hochschulen dokumentiert aus Sicht des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

 

Neues aus Mecklenburg-Vorpommern: Minister kündigt höhere Honorare an

18.11.2014 – Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) will die Lehrbeauftragten an den Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern besser bezahlen. Weil der Bund ab dem Jahr 2015 die BAFöG-Zahlungen für Schüler und Studenten vollständig übernimmt, werden die Haushalte der Länder entlastet. In Mecklenburg-Vorpommern sind das ca. 30 Millionen Euro. Mit einem Teil davon will Brotkorb höhere Honorare für Lehrbeauftragte finanzieren.

 

Offener Brief der bklm

17.11.2014 – Die Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm) hat dem Rektor der Hochschule für Musik Karlsruhe, Prof. Hartmut Höll, einen offenen Brief geschrieben. Darin fordern die Lehrbeauftragten Höll auf, Argumente zu überdenken, die er bei einer öffentlichen Anhörung im Wissenschaftsausschuss des baden-württembergischen Landtags zur Lage der Musikhochschulen am 22. Juli 2014 geäußert hatte.

Hier können Sie den offenen Brief lesen.

 

Präsident des Bayerischen Musikrats fordert Dauerstellen und "zeitgemäße Bezahlung"

13.11.2014 – Politische Rückendeckung haben die Lehrbeauftragten von Thomas Goppel erhalten. Der Präsident des Bayerischen Musikrats, der für die CSU auch im Bayerischen Landtag sitzt, hat sich am bundesweiten Aktionstag am 6. November 2014 in München beteiligt. Der Aktionstag wurde von der Deutschen Orchestervereinigung und der GEW Berlin organisiert.

„Die Situation der Lehrbeauftragten an den Musikhochschulen auch im Freistaat Bayern ist dringlich zu überprüfen", sagt Thomas Goppel. "Die Forderungen der Lehrbeauftragten nach dauerhaften Anstellungsverhältnissen und einer zeitgemäßen Bezahlung unterstützen der Bayerische Musikrat und ebenso meine musikaffinen Kollegen im Landtag des Freistaates mit mir."

 

Überwältigendes Medienecho - der Aktionstag in Zeitungen, Fernsehen und Radio

11.11.2014 – Mehr Aufmerksamkeit ist kaum möglich: Überregionale und regionale Medien - Fernsehen, Zeitung und Hörfunk - haben ausführlich über unseren bundesweiten Aktionstag der Lehrbeauftragten am 6. November 2014 berichtet.

nach unserem bundesweiten Aktionstag am 6. November 2014

26.11.2014, Der Detmolder: Maelzer (SPD) macht sich für Lehrbeauftragte stark
25.11.2014, Kölner Stadtanzeiger: Dozenten klagen über Lohndumping
18.11.2014, Südkurier: Aufatmen an der Musikhochschule
15.11.2014, Die Welt: Minister stellt Lehrbeauftragten mehr Geld in Aussicht
14.11.2014, Frankfurter Allgemeine Zeitung: Hungerlöhne an Hochschulen
09.11.2014, Main-Post: Dumpinglöhne für Dozenten
07.11.2014, taz Berlin: Die akademische Holzklasse wehrt sich
07.11.2014, taz Bremen: Johann Sebastian Bach runter
07.11.2014, Badische Zeitung: Demo mit Musik
07.11.2014, BR Klassik: "Damit man überleben kann"
07.11.2014, Schweriner Volkszeitung: Protest der Lehrbeauftragten
07.11.2014, Dresdner Neueste Nachrichten: Lehrbeauftragte intonieren Beschwerde-Chor
07.11.2014, Junge Welt: Lehrbeauftragte gegen Ausbeutung
07.11.2014, Neues Deutschland: Mehr Geld für Unterricht
11/2014, nmz neue musikzeitung: Warnruf mit Weste
11/2014, nmz neue musikzeitung: Aktionstag der Lehrbeauftragten

am bundesweiten Aktionstag am 6. November 2014

06.11.2014, Süddeutsche Zeitung: Ohne Lehrbeauftragte geht es nicht – doch für feste Stellen fehlt den Unis das Geld
06.11.2014, Zeit.online: Musikdozenten ziehen andere Saiten auf
06.11.2014, Deutschlandfunk, Campus & Karriere: Lehrbeauftragte fordern bessere Bezahlung
06.11.2014, Die Welt: Lehrbeauftragte für bessere Bezahlung
06.11.2014, Tagesspiegel: Prekäre Lehre
06.11.2014, Tagesspiegel: Protest mit Beethoven
06.11.2014, Badische Neueste Nachrichten: Aktionstag der Musikdozenten

06.11.2014, Neues Deutschland: Akademische Tagelöhner
06.11.2014, Neues Deutschland: Schlechtere Finanzierung, geringere Gehälter?
06.11.2014, Neues Deutschland: Kein Thema für Uni-Rektoren
06.11.2014, rbb: Abendschau, Bericht
06.11.2014, NDR-Fernsehen: Meldung in den Nachrichten um 13.00 Uhr, ausführlicher Bericht gegen 16.00 Uhr

06.11.2014, SR Fernsehen: Lehrbeauftragte fordern bessere Bedingungen (Video SR Mediathek)
06.11.2014, SR ONLINE.DE: Lehrbeauftragte fordern besseren Status (Text)
06.11.2014, info tv Leipzig: "leere Lehre"- Lehrbeauftragte demonstrieren für bessere Löhne
06.11.2014, pizzicato.lu: Lehrbeauftragte an deutschen Musikhochschulen fordern gleiches Geld für gleiche Arbeit
06.11.2014, DNN online: Dresdner Lehrbeauftragte demonstrieren an Musikhochschule für bessere Bedingungen und faire Löhne
06.11.2014, news4teachers.de Das Bildungsmagazin: Unsichere_Jobs_und_schlechte_Bezahlung - Lehrbeauftragte_gehen_auf_die_Straße
06.11.2014, Furios, studentisches Campusmagazin der FU Berlin: "Die FU zahlt am schlechtesten"

im Vorfeld unseres bundesweiten Aktionstags am 6. November 2014:

05.11.2014, Leipziger Volkszeitung: Prekäre Lage - Lehrbeauftragte auf Protestkurs (1. Beitrag)
05.11.2014, Badische Zeitung: Musikdozenten kämpfen für bessere Bedingungen
05.11.2014, Saarbrücker Zeitung: Die willkommenen Billigheimer
04.11.2014, Junge Welt: Hochschullehrer sind Sachmittel
04.11.2014, Weltexpress International: Hochschullehrer sind unfolgsam - Bundesweiter Aktionstag gegen sittenwidrige Arbeits- und Lebensbedingungen
03.11.2014, Leipziger Volkszeitung: Billiglöhner im Hochschulbetrieb (2. Beitrag)
1./2. 11.2014, Leipziger Volkszeitung: Schwarz-Rot fordert Gegenleistung, Interview mit Geert Mackenroth, bildungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen
31.10.2014, Tagesspiegel: Lehraufträge sind prekär
22.10.2014, Ostsee-Zeitung: Hochschullehrer beklagen Lohndumping
18.10.2014, Neues Deutschland: Der angepasste Nachwuchs
07.10.2014, Süddeutsche Zeitung: Das promovierte Prekariat

 

Unterstützung von den Rektoren der Musikhochschulen

11.11.2014 – Für unseren bundesweiten Aktionstag am 6. November 2014 haben wir wichtige Unterstützung bekommen: Der Vorstand der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen (RKM) stellt sich klar auf die Seite der Lehrbeauftragten. In der RKM haben sich die Leitungen aller 24 Musikhochschulen in Deutschland zusammengeschlossen.

Die Vorstandsmitglieder unter Vorsitz von Prof. Dr. Martin Ullrich, Präsident der Hochschule für Musik Nürnberg, erklären, wie wichtig der Aktionstag sei. Gerade an den Musikhochschulen seien die künstlerischen, wissenschaftlichen und pädagogischen Leistungen der Lehrbeauftragten unverzichtbar. Anders als an Universitäten ergänzten sie an Musikhochschulen das Unterrichtsangebot nicht nur, sondern "unterstützen wesentlich die Substanz dieses Hochschultyps". Weiter schreibt die RKM auf ihrer Internetseite Die deutschen Musikhochschulen: "Der Vorstand der RKM appelliert daher an die politisch Verantwortlichen in den Bundesländern, durch regelmäßig anwachsende Mittelzuweisung die Anhebung der Honorarsätze für Lehrbeauftragte zu ermöglichen und den Hochschulen die erforderliche Bewegungsfreiheit zur Verbesserung der Situation der Lehrbeauftragten zu geben." 

 

Gute Nachricht: Bayern will Mittel für Lehrbeauftragte aufstocken

10.11.2014 – Für die Lehrbeauftragten an den drei staatlichen Musikhochschulen in Bayern soll es ab kommendem Jahr mehr Geld geben. Das Bayerische Kunstministerium will die entsprechenden Finanzmittel um etwa ein Drittel aufstocken. Das geht aus dem Entwurf des Haushalts für die Jahre 2015 und 2016 hervor. "Die entsprechenden Haushaltsansätze würden dann von derzeit gut drei Mio. Euro in den Jahren 2015 und 2016 auf gut vier Mio. Euro steigen. Dies stellt eine bewusste politische Prioritätensetzung der Staatsregierung innerhalb des nächsten Doppelhaushaltes dar", heißt es in einer Pressemitteilung des Ministeriums. Der Bayerische Landtag muss allerdings noch zustimmen. Hier geht es zur Pressemitteilung des Ministeriums.

 

Ein voller Erfolg: Dank an alle Beteiligten!

10.11.2014 – Die Teilnahme am bundesweiten Aktionstag der Lehrbeauftragten war außerordentlich hoch. An 20 Standorten der Musikhochschulen in Deutschland gab es Demonstrationen, Performances, Infotische, Märsche zum Ministerium und viele andere fantasievolle Protestformen (siehe Fotos auf diesem Blog). Das zeigt, wie engagiert sich Lehrbeauftragte für die Verbesserung ihrer oft prekären Lage einsetzen. Damit haben sie und ihre Interessenvertretungen ein unüberhörbares Signal in der Öffentlichkeit gesetzt. Dutzende Medienbeiträge, die in Zeitungen, Radio und Fernsehen erschienen, hatten das Thema aufgegriffen. Jetzt werden wir unsere Forderungen in Politik und Verwaltung tragen.

 

Aktionen fanden statt am:

6. November 2014: Dresden
6. November 2014: Saarbrücken
6. November 2014: Bremen
6. November 2014: Köln
6. November 2014: Leipzig
6. November 2014: Hannover
6. November 2014: Schwerin
6. November 2014: Zentrale Aktion in Berlin

 

Im Wortlaut: Berliner Resolution

06.11.2014 – Noch nicht gelesen? Hier finden Sie die Berliner Resolution.

 

Zeit online: "Musikdozenten ziehen andere Saiten auf"

06.11.2014 – Die Aufmerksamkeit in den Medien für unseren bundesweiten Aktionstag ist hoch. Nun hat auch  Zeit online das Thema aufgegriffen. 

 

Heute in Aktion - Wer was und wo macht

06.11.2014 – Bis zuletzt hat es neue Planungen für den heutigen bundesweiten Aktionstag der Lehrbeauftragten gegeben. Hier geht es zur aktuellen Liste mit den geplanten Aktionen.

 

Prekäre Lehre

05.11.2014 – Unter dieser Überschrift ist am 5. November 2014 ein Artikel von Sarah Schaschek im Berliner Tagesspiegel erschienen. "Lehrbeauftragte sind unterbezahlt, obwohl keine Hochschule in Deutschland noch ohne sie auskommt" - so lautet die Unterzeile. Die allgemeine Situation der Lehrbeauftragten, die Anne-Sophie Mutter in einem Video-Interview mit KAlernradio treffend beschreibt, bricht Schaschek auf ein konkretes Beispiel herunter. Hier geht es zum Artikel.

 

"Der angepasste Nachwuchs"

05.11.2014 – Dass sich Lehrbeauftragte und wissenschaftliche Mitarbeiter an den Unis nicht gegen prekäre Arbeitsbedingungen wehren, hat systemische Ursachen. Das schreibt Sebastian Friedrich am 18. Oktober 2014 in einem Beitrag für das Neue Deutschland. Hier geht es zum Artikel.

 

"Hochschullehrer sind Sachmittel"

05.11.2014 – Am 4. November 2014 hat sich die Tageszeitung Junge Welt mit der Situation der Lehrbeauftragten beschäftigt. Hier geht es zum Artikel.

 

Ein "kleiner" Aktionstag vor dem großen, bundesweiten Aktionstag: 4. November 2014, Universität der Künste Berlin

05.11.2014 – Verheißungsvolle Prelude: Am 4. November 2014, zwei Tage vor dem bundesweiten Aktionstag, haben die Lehrbeauftragten an der Universität der Künste (UdK) schon einmal gezeigt, wie kreativer Protest aussehen kann:  Im Foyer des Joseph-Joachim-Saals (Bundesallee 1 - 12) wurde die ebenso kenntnisreiche wie liebevoll gestaltete Ausstellung "Auftrag: Lehre. 145 Jahre Lehrauftrag an der Hochschule für Musik Berlin" eröffnet. Anwesend waren neben Studierenden und Lehrbeauftragten auch Prof. Dr. Reinhard Schäfertöns, Dekan der Fakultät Musik, und UdK-Präsident Prof. Martin Rennert. 
Birgit Schmieder, Lehrbeauftragte an der UdK, informierte über die konkrete Lage ihrer Kolleginnen und Kollegen. Rund 250 Lehrbeauftragte unterrichteten an der UdK und übernähmen ca. 40 Prozent der gesamten Lehre. Im Schnitt erhielten sie für eine Unterrichtsstunde ein Honorar von 29€.
Über den Tag verteilt fanden vier Konzerte statt, die Lehrbeauftragte gemeinsam mit Studierenden und einigen Gästen ausrichteten. Eine ziemlich anspruchsvolle Organisationsleistung. Im Repertoire waren Stücke von Brahms, Beethoven, Mozart oder Strauss, aber auch Eigenkompositionen.
Doch damit nicht genug. Elf Lehrbeauftragte gaben an diesem Tag offenen Unterricht. Wer wollte, konnte Gesangs-, Bratschen- oder Saxophon-Unterricht folgen. Auf dem Programm standen auch Singen ohne Noten, historische Aufführungspraxis oder Gehörbildung.
Velen Dank an Birgit Schmieder für die Organisation! Viele Besucher waren beeindruckt, was man so alles auf die Beine stellen kann.

 

Wir werden immer mehr!

03.11.2014 – Eigenes Engagement motiviert auch andere: Inzwischen wollen sich Lehrbeauftragte an weiteren Standorten den Protesten und Forderungen an die jeweiligen Landespolitiker anschließen. Deshalb gibt es hier noch einmal eine aktualisierte Aufstellung aller Aktionen, die für den bundesweiten Aktionstag am 6.November 2014 geplant sind.

 

Berliner Tagesspiegel informiert über die Lage der Lehrbeauftragten und den Aktionstag

31.10.2014 – Pressekonferenz und Pressemitteilung der Initiatoren des bundesweiten

Aktionstags am 6. November 2014 haben in den Medien ein Echo gefunden: Der Berliner Tagesspiegel informiert ausführlich über die aktuelle Lage der Lehrbeauftragten und den Aktionstag. Hier geht es zum Artikel.

 

Pressekonferenz in Berlin: Ziele und Planungen des bundesweiten Aktionstags

31.10.2014 – Am 30. Oktober 2014 hat in Berlin eine Pressekonferenz stattgefunden. Die Initiatoren des bundesweiten Aktionstags informierten die anwesenden Vertreter der Medien über Ziele und geplante Aktionen. Hier geht es zur Pressemitteilung.

 

Ostsee-Zeitung: "Hochschullehrer beklagen Lohndumping an der HMT"

31.10.2014 – An der Hochschule für Musik und Theater in Rostock ist die Situation der Lehrbeauftragten besonders problematisch. Die Ostsee-Zeitung hat das Thema aufgegriffen. Hier geht es zum Artikel.

 

Überblick: Wo finden Aktionen statt? Was läuft konkret?

31.10.2014 – Wir haben zusammen getragen, welche Aktionen an welchen Musikhochschulen geplant sind. Kundgebungen, Konzerte, Beschwerdechöre, offener Unterricht, szenische Darstellungen und einiges mehr ist dabei. Hier geht es zur Liste.

 

Anne-Sophie Mutter: Lehrbeauftragte in Not - Bundesweiter Aktionstag am 6. November 2014

30.10.2014 – Die Geigerin Anne-Sophie Mutter solidarisiert sich mit den Lehrbeauftragten der deutschen Musikhochschulen.

In einem Videobeitrag erklärt sie, warum am 6. November 2014 in ganz Deutschland Lehrbeauftragte auf die Straße gehen. Sie fordern u.a. mehr soziale Sicherheit und deutlich höhere Honorare. Florian Heilmann produzierte das Video und stellte es freundlicherweise zur Verfügung.

Video

 

Hochschullehrer gegen Dumping-Honorare

29.10.2014 – Auch in Mecklenburg-Vorpommern ist die prekäre Lage der Lehrbeauftragten ein Politikum. Die SVZ.de hat es am 23. Oktober 2014 aufgegriffen - und verweist auf unseren Aktionstag am 6. November!

 

Der AStA der Freien Universität Berlin unterstützt unsere Forderungen

28.10.2014 – Der Allgemeine Studierendenausschuss der FU Berlin (AStA FU) unterstützt unsere zentralen Forderungen nach Dauerstellen für Daueraufgaben und gleiches Geld für gleiche Arbeit. Gleichzeitig ruft er zur Solidarität mit den Lehrbeauftragten auf.

AStA-Vertreter nehmen an einer Diskussionsveranstaltung im Vorfeld des bundesweiten Aktionstags teil: 
29. Oktober 2014, 18 Uhr, Seminarzentrum der Freien Universität Berlin

 

Politiker hören zu: am 5. November 2014 im Berliner Abgeordnetenhaus

24.10.2014 – Am 5. November 2013 werden sich die Mitglieder des Ausschusses für Wissenschaft des Berliner Abgeordnetenhauses in einer Anhörung über die Situation der Lehrbeauftragten in Berlin informieren. Ende September stellten die Fraktionen der SPD und CDU den Antrag. Los geht es um 9 Uhr, Niederkirchnerstraße 5, 10117 Berlin, Raum 376 (Ernst-Heilmann-Saal).

Hier geht es zur Einladung.

Die Sitzung ist öffentlich.

 

Bislang sind Aktionen an zwanzig Standorten geplant!

23.10.2014 – Wir sind schon viele. An mehr als zwanzig Standorten haben sich inzwischen Lehrbeauftragte zusammengeschlossen, um gemeinsame Aktionen für den 6. November 2014 zu planen, u.a. in

  • Bremen
  • Köln / Detmold
  • Hannover
  • Berlin: Universität der Künste, Hochschule für Musik "Hanns Eisler"
  • Dresden
  • Saarbrücken
  • Schwerin / Rostock
  • Trossingen
  • Nürnberg
  • Würzburg
  • Leipzig
  • Düsseldorf
  • Halle
  • Mannheim
  • Freiburg
  • Frankfurt am Main
  • Karlsruhe
  • Lübeck
  • Stuttgart

Wir können noch mehr werden!

Wenn auch Sie Aktionen planen, Ansprechpartner suchen oder Materialien (Plakate, Westen,...) brauchen, dann melden Sie sich bitte bei der Deutschen Orchestervereinigung.

 

Süddeutsche Zeitung - Peter Grottian: Das promovierte Prekariat

23.10.2014 – Er wird kein bisschen leise. Peter Grottian mischt sich immer wieder ein, wenn es um sozial- oder hochschulpolitische Themen geht. Am 7. Oktober 2014 schrieb der Emeritus und Mitinitiator des Bildungsstreiks 2009/10 in gewohnt emotional-engagiertem Stil über die ausgesprochen schwierige Situation, in der sich viele Lehrbeauftragte befinden.

Hier geht es zum Artikel von Peter Grottian in der Süddeutschen Zeitung.

 

Plakate und Aufkleber für den Aktionstag? Hier sind Sie richtig.

22.10.2014 – Sie organisieren eine Aktion an Ihrer Hochschule und haben keine Plakate, um auf sich aufmerksam zu machen? Keine Streikwesten oder Aufkleber zum Verteilen?

Dann schicken Sie eine Mail an kontakt.berlin@dov.org mit Ihrer Adresse und der Anzahl der gewünschten Materialien. Wir schicken Sie Ihnen gern zu.

 

Für Unentschlossene: Video mit Anne-Sophie Mutter zur Lage der Lehrbeauftragten

22.10.2014 – Wer sich noch nicht für die Teilnahme Aktionstag entschieden hat, sollte sich dieses Video anschauen: Geigerin Anne-Sophie Mutter beschreibt die aktuelle Situation. Zu Wort kommen auch Ulrike Höfer von der Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm), und Hartmut Höll, Rektor der Musikhochschule Karlsruhe. Hier gehts zum Video, das Florian Heilmann produzierte und freundlicherweise zur Verfügung stellt.

 

22. Oktober 2014: Podiumsdiskussion  „Lehraufträge – ein institutioneller Missbrauch an den Hochschulen“

22.10.2014 – Am 22. Oktober findet in Vorbereitung des bundesweiten Aktionstags in Rostock eine Podiumsdiskussion statt:

Lehraufträge –  ein institutioneller Missbrauch an den Hochschulen

                    18.00 - 20.00 Uhr

Universität Rostock, Campus Ulmenstraße, Ulmenstraße 69, Haus 2, Hörsaal Sportwissenschaft

Es diskutieren:

-      Dr. Susanne Winnacker, Rektorin der hmt Rostock
-      Dr. Wolfgang Flieger, Kanzler der EMAU Greifswald
-      Karola Theill, Lehrbeauftragten-Vertreterin der hmt Rostock, Sprecherin der bklm
-      Georg Müller, Sprecher der BKSL, AG Lehrbeauftragte der GEW
-      Dr. Martin Nitschke, Vorstandsmitglied des HPR (K) beim Ministerium für Bildung,
       Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern
-      Johannes Saalfeld, MdL, Bündnis 90/Die Grünen
-      Susann Wippermann, MdL, SPD

 

Sorgt garantiert für Aufmerksamkeit bei unseren Aktionen: Beschwerdechor

20.10.2014 – Musik ist Leben. Sie stärkt die Gemeinschaft. Das gilt natürlich auch beim gemeinsamen Protestieren. Deshalb schrieben engagierte Menschen einen neuen Text auf die Melodie der Ode an die Freude aus Beethovens 9. Sinfonie. Hier gibt es Text und Noten. Damit kann bei allen Aktionen ein Beschwerdechor angestimmt werden, der garantiert nicht nur Passanten aufhorchen lässt.

 

Aufruf zum bundesweiten Aktionstag am 6. November 2014!

Die prekäre Situation öffentlich machen

20.10.2014 – Die schwierige Situation der Lehrbeauftragten an den Hochschulen gerät immer mehr in die öffentliche Diskussion. Hochschulen und Politik können angesichts der Zahl von bundesweit etwa 90.000 Lehrbeauftragten nicht mehr wegschauen und das Problem kleinreden. Jetzt brauchen wir eine Öffentlichkeit, die mit uns sympathisiert, uns unterstützt, und mit der wir den Druck auf die Entscheidungsträger erhöhen. Deshalb rufen wir zu einem bundesweiten Aktionstag auf. Am 6. November 2014 informieren wir die Öffentlichkeit über die Situation der Lehrbeauftragten und stellen Forderungen an die jeweiligen Hochschulen und Landesregierungen.

Den Aktionstag organisieren die Bundeskonferenzen der Sprachlehrbeauftragten und der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (BKSL, BKLM) gemeinsam mit der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) und der GEW.

Unsere Forderungen

1. Dauerstellen für Daueraufgaben
2. gleiches Geld für gleiche Arbeit
3. Wahl- und Mitbestimmungsrechte stärken
4. ausreichende Grundfinanzierung und Berichtspflicht der Hochschulen
Diese Forderungen können von allen Lehrbeauftragten an Sprachenzentren, Musikhochschulen und allen anderen Fakultäten bzw. Fachbereichen mitgetragen werden.

Orte der Aktionen

Geplant sind bundesweite Aktionen, an denen alle Lehrbeauftragten teilnehmen können. Jede Hochschule kann frei wählen, wie sie sich konkret am Aktionstag beteiligt. In Schwerin wird es zum Beispiel eine Demonstration geben. In Berlin wird ein Beschwerdechor vor der Senatswissenschaftsverwaltung singen. Anschließend übergeben die Lehrbeauftragten eine Resolution an zuständige Politiker.

Je mehr wir sind, desto eher hören uns die Politiker!

 

Bundesweiter Aktionstag der Lehrbeauftragten in Vorbereitung

15.10.2014 – Lehrbeauftragte an Musikhochschulen und Sprachlehrbeauftragte an Hochschulen haben bundesweit die Nase voll: Es muss sich etwas ändern an prekärer Bezahlung, unsicheren Arbeitsbedingungen und sozialer Absicherung für diejenigen, ohne die ein Großteil der Hochschulausbildung in Deutschland zusammenbrechen würde.
Unterstützt von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) bereiten die Lehrbeauftragten jetzt einen bundesweiten Aktionstag vor, um die Öffentlichkeit und die Medien über ihre Lage zu informieren und die Verantwortlichen in Hochschulen und Politik zum überfälligen Handeln zu bewegen.