Strafanzeige gegen Kammerphilharmonie Amadé

DOV: Verdacht auf Betrug und Nichtanzeige einer Überschuldung
Recht
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Berlin – Die Deutsche Orchestervereinigung hat Strafanzeige gegen die beiden Vorstände der Kammerphilharmonie Amadé e.V. gestellt. Die Interessenvertretung der Musiker verdächtigt den Orchestervorstand Christoph T. sowie den künstlerischen Leiter und Dirigenten der Kammerphilharmonie Frieder O. des Betrugs und der unterlassenen Anzeige der Überschuldung.

Das Kölner Projektorchester existiert seit 1997. Die beiden Vorstände organisieren Konzerte, für die sie Musikerinnen und Musiker engagieren. Viele Musiker erhalten das vereinbarte Honorar – wenn überhaupt – erst mit Verspätungen bis zu mehreren Jahren. „Es gab bereits diverse Mahn- und Vollstreckungsverfahren vor Amtsgerichten, aber die zweifelhaften Aktivitäten laufen immer weiter“, sagt Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung (DOV). „Damit muss jetzt endlich Schluss sein.“

„Über mehrere Jahre haben sich immer wieder Betroffene an uns gewandt, weil sie ihr vereinbartes Honorar nicht erhielten“, sagt Mertens. Damit liegen der DOV im Zusammenhang mit den Einlassungen der Vorstände glaubhafte Anhaltspunkte für strafbares Verhalten vor. Den Vorständen war bewusst, dass nicht genügend Geld für die Auszahlung der Honorare vorhanden war. Trotzdem setzten sie ihre Tätigkeit jahrelang fort und nahmen dabei die negativen Folgen für die betroffenen Musiker billigend in Kauf. Nichtbezahlen darf nicht zum System werden.

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