Skepsis an geplanter NDR Chor-Privatisierung wächst

Offener Brief der deutschen Rundfunkchöre
Das offizielle Logo der Aktion #ndrCHORerhalten
Das offizielle Logo der Aktion #ndrCHORerhalten © J. Kühmstedt

Hamburg – Nach Planungen des NDR soll im Rahmen von Kürzungsmaßnahmen der NDR Chor privatisiert und weiter verkleinert werden. Hiergegen wenden sich die Vorstände der sechs deutschen Rundfunkchöre aus Berlin, Leipzig, Köln, Stuttgart und München in einem offenen Brief (Anlage).

In dem an die Leitung des NDR, die Vorsitzenden der Gremien und die NDR-Orchester-Chefdirigenten in Hamburg und Hannover gerichteten Schreiben heißt es u.a.: „Wir halten es … für untragbar, solcherart gewachsene Kultureinrichtungen, die für ein ganzes Berufsbild stehen, dem allgemeinen Spardruck zu opfern, da eine unvermeidliche Folge u.a. sein wird, dass sich auf Dauer keine geeigneten Nachwuchssänger*innen mehr finden werden.“

Hintergrund:

Der NDR Chor wurde 1946 vom NWDR mit 55 Chormitgliedern gegründet. Er feiert 2021 sein 75-jähriges Bestehen. Der Chor soll den NDR Plänen zufolge schrittweise in einer GmbH privatisiert werden. Frei werdende Chorstellen (derzeit 27) will der NDR nicht mehr besetzen. Freischaffende Sängerinnen und Sänger würden dann in der neuen GmbH nur noch auf 50 Prozent-Basis beschäftigt und könnten jederzeit entlassen werden. 50 Prozent-Honorare sind keine Berufsperspektive für den professionellen Chornachwuchs. Und der NDR kann die GmbH jederzeit einfach auflösen. 

20-08-14 NDR-Chor Solidaritätsschreiben Chorvorstände.pdf

Einen Überblick über alle geplanten Aktionen, vor allem in den sozialen Medien, finden Sie auf der Aktionswebsite 

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