Gewerkschaften protestieren gegen Plauens geplanten Austritt aus dem Kulturraum Vogtland-Zwickau

Erhalt und Stärkung der lokalen Kulturszene sind Gebot der Stunde
Plauen Zwickau Theater
© Chris Gonz

Berlin – Die an den Theatern in Plauen und Zwickau vertretenen Gewerkschaften fordern die Fraktionen des Plauener Stadtrats auf, dem Austritt der Stadt aus dem Kulturraum Vogtland-Zwickau nicht zuzustimmen. „Damit würde sich die Ungewissheit für die Kulturschaffenden und das Publikum in der Pandemie weiter verschärfen. Es muss verhindert werden, dass die Kultureinrichtungen der Stadt weniger Finanzmittel erhalten, auch das Theater“, sagt Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung (DOV). GDBA, VdO, ver.di und DOV appellieren an die Fraktionen, den Ausverkauf der Kultur zu verhindern. „Haushaltsprobleme dürfen nicht auf dem Rücken der Aktiven in der Kulturszene gelöst werden. Dazu sind auch die vorhandenen Arbeitsplätze zu wertvoll“, sagt Mertens.

Der Plauener Stadtrat hatte bereits Anfang April beschlossen, die Mittel für die Mitgliedschaft der Stadt im Kulturraum Vogtland-Zwickau nicht in den Haushalt einzustellen. Plauen würde nicht mehr über die Verwendung der Finanzmittel mitbestimmen können und damit den Einfluss auf sein Stadttheater verlieren. „Das Gebot der Stunde lautet, eine lebendige lokale Kulturszene zu erhalten und nachhaltig zu stärken. Angesichts der auf die Gesellschaft zukommenden Probleme muss die Rolle der Kultur als Bindeglied der immer weiter auseinander driftenden Gesellschaft wachsen. Also weg mit diesem Plan!“