DOV begrüßt höhere Förderung für Orchester und Theater in Sachsen-Anhalt

Voller Tariflohn für alle Orchester steht noch aus – weitere Anstrengungen nötig
Dessau Anhaltisches Theater
© Claudia Heysel

Berlin – Die Deutsche Orchestervereinigung begrüßt die Unterzeichnung der Theater- und Orchesterverträge in Sachsen-Anhalt durch Kulturminister Rainer Robra (CDU). Die Verträge sichern die Finanzierung der Orchester durch das Land und die beteiligten Träger für die Jahre 2019 bis 2023. Mit ihnen werden mehr Fördermittel zur Verfügung gestellt. „28 Jahre nach der Wiedervereinigung ist es höchste Zeit, Haustarifverträge mit Gehaltsverzicht der Beschäftigten ad acta zu legen. Das ist leider noch nicht ganz geschafft“, sagt Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung (DOV).

Zuletzt konnte die DOV nach zähem Ringen einen Haustarifvertrag für die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie abschließen, der den Fortbestand des Orchesters in Schönebeck sichert. Finanziell gibt es allerdings weiteren Handlungsbedarf. Die Mitglieder der Staatskapelle Halle und des Orchesters des Nordharzer Städtebundtheaters in Halberstadt erhalten ab Januar 2019 den vollen Tariflohn, der ihnen zusteht. „Aber die Mitglieder der Anhaltischen Philharmonie Dessau warten noch immer auf eine faire Entlohnung. Hier sind im kommenden Jahr weitere Anstrengungen der Landesregierung und der Stadt nötig“, sagt Mertens. „Die Musikerinnen und Musiker des Dessauer Orchesters warten dringend auf die seit langem überfällige Beseitigung dieser Gerechtigkeitslücke.“

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