Deutsche Orchestervereinigung solidarisch mit Orchester und Theater in Linz

Sorge um Bruckner Orchester und Landestheater in oberösterreichischer Landeshauptstadt
Bühne Stühle und Noten sw
© Bildunion

Die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) ist sehr besorgt um die Zukunft des Landestheaters und des Bruckner Orchesters in der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz. Der Stadtrat hat am 6. Dezember 2018 eine Kündigung des Theatervertrages mit dem Land Oberösterreich zum Ende des Jahres 2019 beschlossen.

„Wir wollen uns nicht in die kulturellen Belange der Stadt Linz und des Landes Oberösterreich einmischen“, sagt Gerald Mertens, Geschäftsführer der DOV. „Wir nehmen aber auch in Deutschland diesen Vorgang sehr ernst, auch da vor Ort rund 1000 Beschäftigte im Theater und Orchester unmittelbar betroffen sind. Aus den gravierenden Strukturveränderungen in der deutschen Orchester- und Theaterlandschaft seit 1990 wissen wir, wie riskant derartige Entscheidungen öffentlicher Träger sein können“. 

 Mertens weiter: „Landestheater und Bruckner Orchester haben in den vergangenen Jahren eine herausragende Entwicklung genommen. Auch die Arbeit von Orchester und Theater in den Bereichen Education, Kultur- und Musikvermittlung, Inklusion und Integration hat beachtliche Maßstäbe gesetzt. Wir hoffen für unsere österreichischen Kolleginnen und Kollegen, dass die Landeshauptstadt und das Land zeitnah an einem runden Tisch zusammenkommen und ihre Finanzierung für das Landestheater und Bruckner Orchester auf Augenhöhe gemeinsam neu justieren.“ 

 „Die Beschäftigten, aber auch die Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Region, dürfen von ihren Politikern erwarten, dass es zu keinen Einschnitten kommt und dass die kulturelle Infrastruktur vor Ort langfristig und auskömmlich finanziert gesichert wird“, meint Mertens abschließend.

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