30 Jahre wiedervereinigte deutsche Orchesterlandschaft

Erreichte Konsolidierung auch während Corona-Krise sichern
Weimar Gebäude Außenansicht

Berlin – Zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober macht die Deutsche Orchestervereinigung auch auf den 30. Jahrestag der Wiedervereinigung der deutschen Orchesterlandschaft aufmerksam. „Die Erfolge bei der Konsolidierung der Orchesterlandschaft dürfen jetzt nicht gefährdet werden“, sagt Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung (DOV). „Angesichts der Herausforderungen der Corona-Krise müssen diese Errungenschaften gezielt gesichert und weiterentwickelt werden. Vor allem aktuelle Einnahmeausfälle durch reduzierte Besucherkapazitäten müssen für öffentliche und private Orchesterträger ausgeglichen werden. Die deutsche Orchesterlandschaft ist weltweit einmalig in ihrer quantitativen und künstlerischen Vielfalt und daher erhaltenswert.“

Zwischen 1992 und 2010 wurden insgesamt 27 Konzert-, Opern-, Rundfunk- und Kammerorchester aufgelöst, davon 24 im Osten. Im selben Zeitraum fusionierten von 23 Orchestern 18 in Ostdeutschland. „Obwohl es harte Einschnitte gab, konnten viele Orchester erhalten werden, gerade auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen“, sagt Mertens. Aktuell gibt es 129 öffentlich geförderte Berufsorchester. Insgesamt spielen in diesen öffentlich finanzierten Ensembles rund 9.750 Musikerinnen und Musiker. Daneben entwickeln sich immer mehr Orchester in freier Trägerschaft.

Vor 30 Jahren gehörten die Orchester zu den ersten Einrichtungen im wiedervereinigten Deutschland, die nach der jahrzehntelangen Teilung eine gemeinsame Perspektive entwickelten: Im März 1990 schlossen sich die Orchestermusiker und Rundfunkchorsänger in Ostdeutschland zur Orchestervereinigung der DDR zusammen. Bereits vor der Wiedervereinigung beschlossen beide Organisationen aus Ost und West ihren Zusammenschluss. Die seit dem 1. Oktober 1990 gesamtdeutsche DOV setzte die Übertragung des geltenden westdeutschen Tarifrechts durch und begleitete die Mitglieder der östlichen Bundesländer durch die gesellschaftlichen Umwälzungen.

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