Warnstreik beim Hessischen Rundfunk

In Frankfurt und Kassel protestierten über 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für höhere Gehälter
Die Musikerinnen und Musiker des hr-Sinfonieorchesters sorgten beim Streik der Beschäftigten des Hessischen Rundfunks am 3. Dezember 2019 für den nötigen musikalischen Schwung.
Die Musikerinnen und Musiker des hr-Sinfonieorchesters sorgten beim Streik der Beschäftigten des Hessischen Rundfunks am 3. Dezember 2019 für den nötigen musikalischen Schwung © DOV

Auch beim Hessischen Rundfunk haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem Warnstreik ihren Gehaltsforderungen Nachdruck verliehen. Zuvor hatte es bereits bei anderen ARD-Anstalten massive Streikaktionen gegeben, u.a. beim WDR, NDR, BR, SWR und MDR. Am 3. Dezember beteiligten sich beim HR in Frankfurt und Kassel über 250 Beschäftigte. Die Kolleginnen und Kollegen vom Orchester sorgten für musikalische Begleitung. Der Warnstreik führte zu einer Sendestörung. Zu dem Streik hatten die Gewerkschaften DOV, ver.di und DJV aufgerufen.

Keine Abkopplung vom öffentlichen Dienst!

Die Streikenden verliehen der Forderung Nachdruck, dass der HR und alle anderen ARD-Sendeanstalten ihre Tarifangebote wie seit Jahrzehnten üblich an die Abschlüssen des öffentlichen Dienstes der Länder koppeln. Trotz der Aktionen legten die Verhandlungsführer der Arbeitgeber ein substantiell kaum verändertes Angebot vor. Bei DOV, ver.di und DJV stieß das Vorgehen auf Unverständnis: Das Angebot ist weit entfernt vom aktuellen Verhandlungsstand beim MDR und beim NDR. Beide Anstalten haben die grundlegende Vereinbarung im Spitzengespräch vom November sogar übertroffen. Die nächste Verhandlungsrunde im HR ist für den 8. Januar 2020 geplant.

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