Studie zur Aerosolbelastung im Konzertsaal

Wichtige Grundlage für die Wiedereröffnung von Theatern und Konzertsälen, wenn die Infektionszahlen deutlich zurückgegangen sind
Aerosol-Study in Dortmund
Ein Forscherteam hat im Konzerthaus Dortmund bei der experimentellen Studie zur Messung der Aerosolbelastung auch mit Dummys gearbeitet © Simeon Klein

Im Auftrag des Konzerthauses Dortmund haben das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut und eine Messtechnik-Firma die räumliche Ausbreitung von Aerosolen und CO2 in einem Konzertsaal untersucht. Für die experimentelle Studie in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt sowie Hygieneexpertinnen und -experten fanden im November 2020 Messungen im Zuschauerraum und im Foyer des Konzerthauses statt. Die Auswertung zeigt, dass insbesondere im Saal die Gefahr von Infektionen durch Aerosolübertragung nahezu ausgeschlossen werden kann.

Vor allem die zentrale Lüftungsanlage sowie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verringern die Aerosol- und CO2-Belastung so stark, dass theoretisch eine Vollbesetzung des Saals denkbar wäre. Unter Einbeziehung der Zuwege und des Foyers empfehlen die Fachleute jedoch eine Saalbelegung im Schachbrettmuster mit 50 Prozent der Kapazität.

Mit der Studie können neben konkreten Ergebnissen für einen Besuch im Konzerthaus Dortmund auch Aussagen für andere Konzerthäuser oder Theater ähnlicher Größenordnung getroffen werden. Sie bietet eine wichtige Grundlage für die Wiedereröffnung, wenn die Infektionszahlen deutlich zurückgegangen sind.

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