Kundgebung der Orchester und Theater in Hannover

Aktionsbündnis #rettedeintheater fordert Bekenntnis zu zugesagten Mitteln
Streik
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Mehr als 500 Orchestermusiker, Schauspieler, Regisseure, Intendanten und andere Kunstschaffende haben in Hannover am Platz der Göttinger Sieben vor dem Niedersächsischen Landtag protestiert. Zu der Kundgebung unter dem Motto Keine Kulturwüste in Niedersachsen! am 24. Oktober hatte das Aktionsbündnis #rettedeintheater aufgerufen. Dazu gehören neben den kommunalen und freien Theatern, Orchestern und der Schauspielschule Hannover auch Kunst- und Schauspiel-Netzwerke sowie die Gewerkschaften DOV und ver.di. Die Teilnehmer forderten eine langfristige finanzielle Förderung und ein Umdenken in der Kulturpolitik des Landes.

Die Kundgebung ist eine Reaktion auf die Streichung zugesagter Fördermittel für die sieben kommunalen Theater in Niedersachsen. Geplant war eine Erhöhung um sechs Millionen Euro. Sie taucht aber nicht mehr im Entwurf des Haushaltsplans für 2019 auf.

Das Aktionsbündnis übergab eine Petition mit mehr als 19.000 Unterschriften an das Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Die Grünen-Fraktion im Landtag unterstützte die Aktion und beantragte eine aktuelle Parlamentsdebatte. Sie wurde jedoch abgelehnt. Niedersachsens Kulturminister Björn Thümler (CDU) wies die Kritik an der Landesregierung zurück. Dafür bekam er Buh-Rufe.

Die Bürgermeister der sechs Träger-Städte kommunaler Theater – Celle, Göttingen, Hildesheim, Lüneburg, Osnabrück und Wilhelmshaven – solidarisierten sich mit dem Bündnis. „Die Theater haben sich darauf verlassen, dass mehr Geld fließen wird“, sagte Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD). „Ich finde, es ist auch eine Frage der Glaubwürdigkeit von Politik, einmal getroffene Verabredungen einzuhalten.“

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