Faire Honorare für Orchesterprojekte & Vokalsolisten

Immer mehr Musikerinnen und Musiker spielen in Projektorchestern und -ensembles. Sie spielen Kammerkonzerte in Kulturhäusern, Jazz in Clubs oder führen Oratorien in Kirchen auf. Die Gagen sind tarifvertraglich nicht geregelt. Oft haben freischaffende Musiker eine geringe Verhandlungsmacht, weil sie Einzelkämpfer oder kleine Gruppen sind. Damit sie für ihre Arbeit das Geld bekommen, was ihnen zusteht, hat die DOV eine Kampagne für Mindesthonorare gestartet. Ziel ist, die Bezahlung Freischaffender nachhaltig zu verbessern.

Die letzte Anpassung der Sätze erfolgte im Oktober 2018.

  • Mindesthonorare für freie Orchesterprojekte

    Anfang 2017 etablierte die DOV zum ersten Mal angemessene Mindesthonorare. Sie wurden von der Arbeitsgruppe Freie und Lehrbeauftragte des DOV-Gesamtvorstands beschlossen. In Anlehnung an den TVöD werden auf die Sätze die regelmäßigen Tarifsteigerungen aufgeschlagen.

    Seit Oktober 2018 empfiehlt die DOV für freie Orchesterprojekte mindestens folgende Sätze:

    • Probensatz: 83,06 Euro
    • Tages- / Aufführungssätze (mehrtägig): 166,12 Euro
    • eintägiges Projekt: 249,17 Euro

    Die Sätze sind in Anlehnung an den TVöD angepasst an die Tarifsteigerungen 2016, 2017 und 2018 (2,4 Prozent, 2,35 Prozent und 3,19 Prozent). Reisekosten werden gemäß Bundesreisekostengesetz abgerechnet.

    Alle Honorarsätze sind lediglich Mindeststandards, die nicht unterschritten werden sollen.

    Probensatz:

    • Probendauer bis zu 3 Stunden, mindestens 20 Minuten Pause.
    • Liegen zwischen Wohn- und Spielort mehr als 100 Kilometer, wird ein Tagessatz fällig, auch wenn nur eine Probe zu spielen ist.

    Tages- / Aufführungssatz:

    • zwei Proben von bis zu 3 Stunden mit jeweils einer Pause von mindestens 20 Minuten, zwischen den Proben mindestens 1 Stunde Pause oder
    • eine Probe von bis zu 3 Stunden mit einer Pause von mindestens 20 Minuten und eine Aufführung, zwischen Probe und Aufführung 1,5 Stunden Pause, mindestens jedoch 1 Stunde oder
    • eine Anspielprobe von maximal 1 Stunde und eine Aufführung, zwischen Probe und Aufführung mindestens 1 Stunde Pause oder
    • eine Aufführung

    Angemessene Aufschläge, zum Beispiel ein Probensatz, sind zu gewähren für Sonderleistungen wie besonders schwierige Werke, große Solopartien, für Continuo-Spieler, für Sonderinstrumente, historische Instrumente, Pauken-/Schlagzeug-/Cembalo-Transport und das Stimmen von Tasteninstrumenten. Ton- und/oder Bildaufnahmen sind schriftlich zu vereinbaren. Mediale Verwertungen jeglicher Art sind gesondert zu honorieren.

  • Mindesthonorare für freiberufliche Vokalsolisten

    Im September 2017 etablierte die DOV zum ersten Mal Mindesthonorare im Gesangsbereich. Sie wurden von der Arbeitsgruppe Vokalsolisten und freie Orchestermusiker des DOV-Gesamtvorstands beschlossen und gelten für die solistische Mitwirkung freiberuflicher Sängerinnen und Sänger bei öffentlich geförderten oder vermittelten Kulturprojekten. Wie bei den Mindeststandards im Orchesterbereich soll es eine regelmäßige Dynamisierung geben, die an die Tarifsteigerungen im öffentlichen Dienst angelehnt ist.

    Seit Oktober 2018 empfiehlt die DOV für freiberufliche Sängerinnen und Sänger mindestens folgende Sätze:

    • Probensatz: 144,47 €
    • Tagessatz / Aufführungssatz (mehrtägiges Projekt): 288,93 €
    • Tagessatz / Aufführungssatz (eintägiges Projekt): 433,40 €

    Die Sätze wurden in Anlehnung an die Lohnrunde 2018 im TVöD um 3,19 Prozent erhöht. Reisekosten sind gemäß Bundesreisekostengesetz zu erstatten.

    Alle Honorarsätze sind lediglich Mindeststandards, die nicht unterschritten werden sollen.

    für den Probensatz gilt:

    • Probendauer bis zu 3 Stunden, mindestens 20 Minuten Pause
    • Liegen zwischen Wohn- und Spielort mehr als 100 Kilometer, wird ein Tagessatz fällig, auch wenn nur eine Probe zu singen ist.

    für den Tages- / Aufführungssatz gelten:

    • zwei Proben von bis zu 3 Stunden mit jeweils einer Pause von mindestens 20 Minuten, zwischen den Proben mindestens 1 Stunde Pause oder
    • eine Probe von bis zu 3 Stunden mit einer Pause von mindestens 20 Minuten und eine Aufführung, zwischen Probe und Aufführung 1,5 Stunden Pause, mindestens jedoch 1 Stunde oder
    • eine Anspielprobe von maximal 1 Stunde und eine Aufführung, zwischen Probe und Aufführung mindestens 1 Stunde Pause oder
    • eine Aufführung

    Angemessene Aufschläge, zum Beispiel ein Probensatz, sind zu gewähren für Sonderleistungen wie besonders schwierige Werke, große Solopartien, für besondere Kleidungsanfragen / Maske / Requisite.

    Ton- und / oder Bildaufnahmen sind schriftlich zu vereinbaren. Mediale Verwertungen jeglicher Art sind gesondert zu honorieren.
     

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