Aktuelle Meldungen

Gesetzliche Arbeitslosenversicherung für Selbstständige: Kulturrat macht Vorschläge zur Änderung des SGB III

11.02.2021 – Damit die soziale Absicherung von Selbstständigen krisenfester wird, hat der Deutsche Kulturrat von der Bundesregierung eine Reform der Arbeitslosenversicherung gefordert. Selbständige, die freiwillig Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt haben, können zwar Arbeitslosengeld beantragen. Viele fallen aber von vornherein oder im Lauf der Jahre aus dem System, weil die aktuellen Regelungen viel zu wenig die besonderen Erfordernisse selbständiger Berufsausübung berücksichtigen. Deshalb müsse es noch in dieser Wahlperiode Anpassungen im Sozialgesetzbuch III geben, fordert der Kulturrat. Davon würden auch zehntausende freischaffende Berufsmusikerinnen und Berufsmusiker profitieren.

Folgende Änderungen schlägt der Kulturrat konkret vor:

  • Pflichtversicherung auf Antrag, Beiträge zahlen die Versicherten
  • Abschaffung der bisherigen Eingangsvoraussetzung einer vorherigen abhängigen Beschäftigung oder Entgeltersatzleistung für Selbständige
  • auch bei länger bestehender Selbständigkeit kann ein Antrag gestellt werden
  • Abschaffung der Regelung, dass nach zweimaliger Inanspruchnahme von Arbeitslosengeld I im Rahmen derselben selbständigen Tätigkeit der Versicherungsschutz entfällt

Der Kulturrat veröffentlichte seinen Vorschlag bereits Ende Dezember. Allerdings wird die Umsetzung angesichts der immer prekärer werdenden Lage vieler Freischaffender während des monatelangen Lockdowns immer dringender. Der Deutsche Kulturrat ist der kulturpolitische Spitzenverband in Deutschland. Die DOV ist Mitglied im Kulturrat und in den Sektionen Musik und Deutscher Medienrat aktiv.

Die Stellungnahme des Kulturrats gibts hier.

 

Stipendienprogramm Klassik: Bewerbung ab 29. Dezember 2020

20.11.2020  Die Corona-Pandemie stellt Musikschaffende auf eine harte Probe. Sie können ihren Beruf, wenn überhaupt, nur stark eingeschränkt ausüben. Diese Zwangspause bietet immerhin Gelegenheit, die Bedeutung der eigenen künstlerischen Arbeit zu reflektieren und neue Formen von Produktion, Aufführung und Vermittlung zu entwickeln. Zur Unterstützung solcher Vorhaben stellt Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) im Rahmen des Förderprogramms Neustart Kultur insgesamt zehn Millionen Euro für das Stipendienprogramm Klassik zur Verfügung. Für die Umsetzung ist der Deutsche Musikrat verantwortlich.

Es werden rund 1.600 Stipendien in Höhe von jeweils 6.000 Euro an freischaffende, professionelle Künstlerinnen und Künstler vergeben, die ihren Arbeitsschwerpunkt im Bereich der klassischen Musik aller Epochen bis zur klassischen Moderne haben. Die Bewerbungsphase beginnt am 29. Dezember 2020 um 12 Uhr und läuft bis zum 17. Januar 2021.

Welche Antragsunterlagen Sie brauchen, finden Sie hier .

Weitere Infos gibts hier. Ab 29. Dezember steht unter dem Link auch das Antragsformular zur Verfügung.

 

Webinar-Reihe für Freischaffende: Umgang mit digitalen Medien: Entstehung, Produktion, Verteilung

20.11.2020 Creative Skills Europe ist eine Weiterbildungsplattform für Live-Performer und Beschäftigte im audiovisuellen Bereich. Sie wird von der EU-Kommission gefördert. Zu den Sozialpartnern dieses Angebots gehört auch die Internationale Musikergewerkschaft FIM, deren Mitglied die DOV ist. Die DOV ist inhaltlich in das Projekt eingebunden.


Der Umgang mit digitalen Medien wird immer wichtiger, gerade auch in Zeiten der Corona-Pandemie. Für die Schulung und Weiterentwicklung in diesem Bereich hat Creative Skills Europe jetzt eine spezielle Seminarreihe entwickelt, die kostenfrei und in englischer Sprache angeboten wird:


Creative Skills Europe – Digital Skills for the Audiovisual and Live Performance sectors
Webinar 1: To create or not the create is never the question
Freitag, 27. November 2020
10 - 12 Uhr

Das Ankündigungsvideo der ersten Veranstaltung können Sie hier sehen.

Zur Registrierung gehts hier.

Es werden zwei weitere Webinare folgen, die sich nach dem Entstehungsprozess mit der Produktion und Verteilung beschäftigen.

 

Neustarthilfe für Soloselbständige: DOV fordert Bundesregierung zur weiteren Umsetzung des fiktiven Unternehmerlohns für Soloselbständige auf

18.11.2020 Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) haben sich auf weitere Wirtschaftshilfen verständigt. Sie sollen von Januar bis Juni 2021 laufen und umfassen u.a. die sogenannte Neustarthilfe für Soloselbständige, die auch Künstlerinnen und Künstlern zusteht. Die einmalige Pauschale für Betriebskosten in Höhe von 25 Prozent des Umsatzes im Vergleichszeitraum beträgt maximal 5.000 Euro für den Zeitraum von sechs Monaten. „Das kann nicht die Lösung für die existenziellen Verdienstausfälle von Soloselbständigen sein, zu denen auch Berufsmusikerinnen und Berufsmusiker gehören. Eine geringe Einmalzahlung fällt weit hinter das Konzept der angekündigten Unterstützung für den Lockdown-Monat November zurück, die allerdings immer noch nicht beantragt werden kann“, sagt Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung.

Die sogenannte Novemberhilfe orientiert sich am fiktiven Unternehmerlohn. Damit trägt die Bundesregierung zum ersten Mal der Tatsache Rechnung, dass viele Soloselbständige aufgrund ihrer spezifischen Tätigkeit wenig bis keine Betriebsausgaben geltend machen können. Bei der nun angekündigten Neustarthilfe bleibt das alte Dilemma bestehen, dass die Unterstützung an der Lebensrealität der Betroffenen vorbei geht. Die Grundsicherung bleibt weiterhin die wichtigste Absicherung. Mertens: „Die Verlängerung der Novemberhilfe wäre der richtige Schritt gewesen. Es ist außerordentlich bedauerlich, dass die Bundesregierung noch nicht bereit ist, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen. Hier muss sie dringend umsteuern.“

 

DOV begrüßt fiktiven Unternehmerlohn für solo-selbstständige Künstlerinnen und Künstler: Umfassende Ausgestaltung sowie Lösungen für die Zukunft sind gefragt

05.11.2020 Die Bundesregierung hat sich für November auf einen Ausgleich der Einnahmeausfälle im Kultur- und Veranstaltungsbereich für Betroffene des Teil-Lockdowns verständigt. „Damit werden die Belange dieser Beschäftigtengruppen, zu der auch zehntausende freischaffende Musikerinnen und Musiker gehören, erstmals richtig anerkannt“, sagt Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung. Die Betroffenen sollen einen fiktiven Unternehmerlohn erhalten. Kulturunternehmen und Solo-Selbstständige würden 75 Prozent ihres Umsatzes als direkte Hilfe bekommen. Solo-Selbstständige könnten dabei wahlweise den Umsatz vom November 2019 ansetzen oder den monatlichen Durchschnittsverdienst des Vorjahrs. „Auch wenn dieser fiktive Unternehmerlohn vorerst nur für einen Monat gezahlt werden soll, ist er ein wichtiges Zeichen für künftige Entscheidungen, denn die Krise ist noch lange nicht vorbei.“

Bislang waren Solo-Selbstständige aus dem Kulturbereich durch viele Förderraster gefallen, weil sie aufgrund ihrer spezifischen Tätigkeit nur wenige Betriebsausgaben geltend machen können. Sie wurden auf die Grundsicherung verwiesen, was ziemlich an ihrer Lebensrealität vorbei geht. „Nun kommt es auf die Ausgestaltung der Hilfen an. Sie muss so umfassend und einfach wie möglich sein, damit nicht wieder ein Teil der wirklich Betroffenen außen vor bleibt“, sagt Mertens. „Auch Streichquartette, Kammermusikensembles, Jazz- und Rockbands müssen berücksichtigt werden.“

Die DOV setzt sich seit langem dafür ein, die Beschäftigtengruppe mit ihren spezifischen Belangen nachhaltig in den Köpfen politischer Entscheiderinnen und Entscheider zu verankern. „Selbstständige Kulturschaffende müssen bei allen Entscheidungen von Anfang an mitbedacht werden und auch bei künftigen strategischen Erwägungen“, sagt Mertens. „Der Anfang ist gemacht. Jetzt gilt es, neben diesen kurzfristigen Hilfen auch mittel- und langfristige Wege zum finanziellen Überleben freischaffender Künstlerinnen und Künstlern aufzuzeigen.“

 

Lockdown 2: DOV fordert Rettungsschirm für alle Kulturschaffenden - – extreme Frustration in der Kulturszene

29.10.2020 Angesichts der erneuten bundesweiten Schließung von Theatern, Konzert- und Opernhäusern ab dem 2. November fordert die Deutsche Orchestervereinigung von Bund und Ländern einen umfassenden Rettungsschirm. „Der zweite Lockdown trifft die Orchester, Musikerinnen und Musiker zu einer Zeit, in der sonst Hochbetrieb herrscht. Wieder brechen die Eigeneinnahmen komplett weg, und das Publikum bleibt aus“, sagt Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung. „Vor allem die soloselbständigen Künstlerinnen und Künstler sowie die privaten Veranstalter stehen jetzt vor dem Aus. Auch sie müssen wie die staatlichen und nicht staatlichen Orchester und Bühnen von Bund und Ländern endlich wirksam unterstützt werden.“

Die ausgefeilten Hygienekonzepte haben in den letzten Monaten hervorragend funktioniert. Es ist kein einziger Infektionsfall im Publikum bekannt geworden. Der erneute harte Lockdown für Theater, Orchester und Konzerthäuser schießt deshalb bei allem Verständnis für einen effizienten Infektionsschutz deutlich über das Ziel hinaus.

„Die Beschäftigten der Orchester und Theater sind verärgert und extrem frustriert“, sagt Mertens. „Sie haben den Spielbetrieb unter Corona-Bedingungen flexibel umgeplant, die Hygiene- und Sicherheitskonzepte haben sich bewährt und dennoch werden die Kulturbetriebe wieder zugesperrt. Das zehrt an den Nerven und am Selbstverständnis der gesamten Kulturszene. Sie sieht sich durch die Politik zum bloßen ‚Freizeitangebot‘ degradiert. Echte Wertschätzung sieht anders aus.“

 

Soloselbständige brauchen Hilfe in der Krise: Vor dem Hintergrund der steigenden Infektionszahlen werden die Forderungen immer lauter, soloselbstständigen Künstlerinnen und Künstlern mehr Unterstützung zukommen zu lassen. Die DOV kämpft dafür seit Beginn der Pandemie

27.10.2020 Ein kurzer Überblick zum aktuellen Stand:

Was brauchen Soloselbstständige, um die Krise zu überstehen?

Zusätzliche Hilfen jenseits der Grundsicherung, beispielsweise aus Mitteln der Kultur- und Kreativwirtschaftsförderung, die

1. nicht auf reiner Betriebskostenbasis basieren,
2. anteilig den Verbrauch für den Lebensunterhalt zulassen und
3. sich beispielsweise am Durchschnitt der Einnahmen der letzten drei Jahre orientieren.

Wie sehen dagegen die aktuellen gesetzlichen Regelungen aus?

Bundesweit werden soloselbstständige Künstlerinnen und Künstler letztlich auf die Grundsicherung verwiesen. Viele Betroffene sind extrem frustriert, da sie unbedingt arbeiten und auftreten wollen, faktisch aber nicht dürfen. Außerdem versuchen einzelne Bundesländer in sehr unterschiedlichem Maß, mit befristeten Stipendienprogrammen zu helfen. Teilweise werden auch Clubs und Veranstalter gefördert, die dann wiederum projektweise Freischaffende beschäftigen sollen. Vereinzelt klappt das; aber nur so lange überhaupt noch Veranstaltungen möglich sind.

Welche weitere spezielle Unterstützung fordern wir für unsere Mitglieder?

Wir glauben, dass es speziell für den Kunst- und Musikbereich sinnvoll wäre, die Aufgaben und Leistungen der Künstlersozialkasse zu erweitern. Wenn es dort so etwas ähnliches wie ein Kurzarbeitergeld geben würde, für Zeiten mit geringerer Auftragslage, hätte die aktuelle Situation für die Betroffenen sehr viel besser abgefedert werden können. Das Beispiel der fest angestellten Künstlerinnen und Künstler bei Orchestern und Bühnen zeigt, wie gut Kurzarbeitergeld aus der Bundesagentur für Arbeit bislang gewirkt und Arbeitsplätze gesichert hat.

Vor welcher Perspektive steht die Kulturszene aktuell?

Ein Umfrage der britischen Musikergewerkschaft hat ergeben, dass in Großbritannien bis zu 30 Prozent der selbstständigen Musikerinnen und Musiker gegenwärtig an eine Berufsaufgabe denken. Das wäre ein gravierender Verlust. Für Deutschland haben wir dazu keine validen Daten. Doch je länger die pandemiebedingten Einschränkungen dauern, desto größer wird der Anteil derjenigen werden, die an eine berufliche Neuorientierung denken. Der Reichtum unserer Musiklandschaft muss unbedingt erhalten bleiben!

Neben zusätzlicher staatlicher Unterstützung ist letztlich entscheidend, wann sich der Konzert- und Veranstaltungsbetrieb normalisiert. Momentan rechnen wir damit leider erst im September 2021. Im Grunde sehnen sich Veranstalter wie Freischaffende nach endlich wieder mehr Planungssicherheit für ihre Aktivitäten. Dann fällt auch das Durchhalten leichter.

 

Bundeshilfen für Solo-Selbständige: Wann, wenn nicht jetzt?

15.10.2020 Die Deutsche Orchestervereinigung begrüßt die Überlegungen im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Corona-Hilfen für Soloselbständige aufzulegen. „Eine solche Unterstützung ist lange überfällig“, sagt Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung. „Seit dem Lockdown im März machen die Betroffenen, zu denen auch viele freischaffende Berufsmusikerinnen und -musiker gehören, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln darauf aufmerksam, dass sie durch das Raster der Förderungen fallen.“ Das Thema ist auch ein Dauerbrenner in den Medien. „Jetzt muss endlich gewährleistet werden, dass Zuschüsse auch für den Lebensunterhalt von Künstlerinnen und Künstlern möglich sind“, sagt Mertens.

Angesichts der zweiten Welle der Corona-Pandemie, deren tatsächliches Ausmaß noch nicht abschätzbar ist, sind für viele Freischaffende die wenigen Auftrittsmöglichkeiten, die sich in den vergangenen Monaten ergeben hatten, wieder weggebrochen oder sind dabei wegzubrechen. „In dieser Situation sind die wenigsten in der Lage, ihren Lebensunterhalt aus eigener Arbeit zu verdienen. „Es ist höchste Zeit, dass die Bundesregierung handelt und angemessen hohe Bundeshilfen für Solo-Selbständige auf den Weg bringt. Nur so kann ein massenhaftes Abgleiten in Armut verhindert werden“, sagt Mertens. „Die Schäden, die unsere Kulturnation durch den Zwang zum Abwandern in andere Berufe sonst nimmt, wären dauerhaft und nicht mehr reparabel.“

 

AKTUALISIERT: DOV stellt Bescheinigung für zwingend notwendige Dienstreisen bereit - deutsche und englische Ausfertigung

14.10.2020 Mehrere Bundesländer haben ein Beherbergungsverbot für Reisende verhängt, die sich nicht auf einer zwingenden Dienstreise befinden. Davon sind auch freischaffende Musikerinnen und Musiker betroffen, die für Proben- und Konzerttermine, Probespiele oder berufliche Weiterbildungen zum Teil längere Reisen in Kauf nehmen müssen.

Für diesen Zweck stellt die DOV für Freischaffende eine Bescheinigung für zwingend notwendige Dienstreisen zum Download bereit, auf vielfache Anfrage auch eine englischsprachige Version für Auslandsreisen. Die DOV übernimmt keine Haftung für deren verbindliche Anerkennung.

Wir empfehlen, während Reisen ein ausgedrucktes Exemplar dabei zu haben.

 

DOV-Mindesthonorare verbindlich in Bundesförderprogramm

DOVmagazin 6-2020: Die Etablierung der DOV-Mindesthonorare als faire und maßgebliche Vergütungsstandards ist einen wichtigen Schritt voran gekommen. Für die Fortsetzung des Förderprogramms Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland erklärte die Bundesregierung ab der Spielzeit 2020/21 die Anwendung der  DOV-Mindesthonorare  für  verbindlich. Das Förderprogramm der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien richtet sich an nicht öffentlich finanzierte Berufsorchester. Es ist als einmalige Projektförderung bis maximal 200.000 Euro pro Orchester konzipiert. Alle geförderten Orchester sind nach den neuen Fördersätzen verpflichtet, die Honorare nach den aktuell geltenden DOV-Mindesthonoraren zu zahlen.  

 

Brandenburg: Mikrostipendienprogramm II

12.10.2020 – Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Lands Brandenburg hat ein zweites Programm mit Stipendien für professionelle freischaffende Künstlerinnen und Künstler aufgelegt. Diese können 2.500 Euro beantragen, um auf die Einschränkungen während der Corona-Krise mit neuen Projekten oder Vermittlungsformen zu reagieren. Im Vergleich zum ersten Programm stieg die Stipendiensumme um 1.500 Euro. Auch der zu erbringende Nachweis der hauptberuflichen künstlerischen Tätigkeit wurde verändert.

Antragstellende müssen den Abschluss einer künstlerischen Ausbildung vorlegen oder nachweisen, dass sie seit fünf Jahren öffentlichkeitswirksam künstlerisch tätig sind, zum Beispiel durch Konzertprogramme. Über die Vergabe entscheidet eine Jury auf Grundlage der künstlerischen Qualität. Ausschreibungsschluss ist bereits der 31. Oktober.

Weitere Infos sowie das Antragsformular gibts hier.

 

Mustervertrag für freischaffende Musikprojekte

DOVmagazin 5/2020 – Die DOV hat erstmals einen Mustervertrag für freischaffende Musikprojekte veröffentlicht. Er dient als Vorlage, um einheitliche und transparente Vertragsbedingungen herzustellen. Damit wird ein fairer Ausgleich zwischen den Interessen von Musiker*innen und Veranstalter*innen gewährleistet. Der Mustervertrag ist zum Download auf der DOV-Website unter www.dov.org/Freie/Mustervertrag verfügbar. Anregungen und Kommentare nehmen wir gern unter recht@dov.org entgegen.

 

Aktion #MusikerFürMusikerBerlin

DOVmagazin 5/2020 – Die Corona-Krise zeigt deutlich, wie schwierig die Lage ist. Gemeinsam mit dem Verein KulturLeben Berlin hat die DOV zur Aktion #MusikerFürMusikerBerlin aufgerufen. Die Idee: Aufgrund der coronabedingten Platzbeschränkungen in Konzert- und Theatersälen werden Menschen mit Beeinträchtigungen faktisch vollständig vom Kulturgenuss ausgeschlossen. Daher hat die DOV Kammermusikensembles der Hauptstadt-Klangkörper aufgerufen, kleine Konzerte pro bono direkt zu den Menschen in Alten- und Pflegeheimen sowie in Betreuungsstätten für Leute mit Behinderungen zu bringen. Das Gute: die Einrichtungen zahlen an Kultur-Leben für die Konzerte. Mit diesen Einnahmen finanziert KulturLeben weitere Kammermusikauftritte, bei denen dann freischaffende Musikerinnen und Musiker honoriert zum Einsatz kommen.

 

Freischaffende erhöhen DOV-Mitgliederzahl

DOVmagazin 5/2020 – Die Corona-Krise zeigt deutlich, wie schwierig die Lage vieler freischaffender Musikerinnen und Musiker tatsächlich ist. In den letzten Monaten sind über 200 Freischaffende neu in die DOV eingetreten. Die DOV hat ihr Engagement für die Freien immer weiter ausgebaut, vor allem durch die Etablierung von Honorarmindeststandards und auch im Rahmen der #MusikerNothilfe der Deutschen Orchester-Stiftung.

 

DOV fordert Kirchen zur Beschäftigung von Freischaffenden auf

DOVmagazin 4/2020  Im Zuge der ersten Lockerungen nach dem Corona-Shutdown hat die DOV die beiden großen Kirchen in Deutschland Anfang Mai aufgefordert, in Gottesdiensten verstärkt freischaffende Musikerinnen und Musiker einzusetzen. Da im Gottesdienst  der Gemeindegesang aus Sicherheitsgründen noch untersagt sei und auf absehbare Zeit auch größere Konzertveranstaltungen mit Chor und Orchester kaum möglich seien, wäre es an der Zeit, Freischaffenden zumindest in diesem Rahmen Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten. Die Bischofskonferenz der katholischen Kirche reagierte sofort und sicherte zu, eine entsprechende Empfehlung an die Bistümer auszusprechen. Auch viele Medien griffen die DOV-Forderung in ihrer  Berichterstattung auf.

 

DOV-Mindesthonorare: Anpassung der Sätze

Die DOV hat die Sätze der Mindesthonorare für freie Musikprojekte an die Tarifsteigerung 2020 angepasst. Der Geltungsbereich umfasst nun auch ausdrücklich Chorsängerinnen und –sänger sowie Studierende. Im Zuge der Anpassung veröffentlichte die DOV neben redaktionellen Klarstellungen auch neue Hinweise für den praktischen Gebrauch. Die neuen Mindesthonorarsätze können auf der DOV-Website heruntergeladen werden (www.dov.org/faire-honorare). Gern schicken wir auch gedruckte Flyer zu (E-Mail: kontakt.berlin@dov.org).

 

Nicht nur Land Brandenburg wendet DOV-Mindeststandards an

Seit Januar 2020 gelten im Land Brandenburg bei der Beschäftigung von Musikern und Sängern in Projekten die DOV-Honorarmindeststandards. Nach dem entsprechenden Landtagsbeschluss arbeitete das zuständige Ministerium Richtlinien aus.  Ab 2021 sollen die DOV-Mindeststandards auch für Aushilfen in vom Land institutionell geförderten Orchestern gelten. Inzwischen wendet auch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) bei ihren Projektausschreibungen die DOV-Mindeststandards als Orientierungsrahmen an, zum Beispiel beim Förderprogramm Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland, das wegen der Corona-Pandemie vor allem für freie Ensembles geöffnet wurde.

 

Neuer DOV-Flyer für freischaffende Musiker*innen

Die DOV hat einen neuen Flyer für Freischaffende herausgebracht. Darin beschreiben wir unseren Einsatz für die Zielgruppe, der in den vergangenen Jahren immer umfangreicher geworden ist. Auch Erfolge unseres Engagements wie Verbesserungen bei der sozialen Absicherung werden gewürdigt.

Vor kurzem zahlte die DOV bedürftigen freischaffenden DOV-Mitgliedern, die in der Corona-Krise Einnahmeausfälle erlitten hatten, eine Soforthilfe. Die Notfallunterstützung betrug 500 Euro. Das Beispiel zeigt, wie sinnvoll eine DOV-Mitgliedschaft auch für Freischaffende ist.

Der Flyer kann hier heruntergeladen werden.

 

Leitfaden für Freischaffende in der Corona-Krise

Der Leitfaden wird regelmäßig aktualisiert!
Die jeweils aktuelle Fassung finden Sie unter Aktuelles / Meldungen & Pressemitteilungen.

 

Corona-Virus führt zu existenzbedrohenden Honorarausfällen: freischaffende Musikerinnen und Musiker brauchen kurzfristige Notfall-Unterstützung

11.03.2020 – Angesichts zahlreicher Veranstaltungsabsagen ist die Deutsche Orchestervereinigung um die soziale Absicherung freischaffender Musikerinnen und Musiker besorgt. Die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) begrüßt die Forderung des Deutschen Kulturrats zur Einrichtung eines Notfallfonds für Künstlerinnen und Künstler. Bund und Länder müssen unbürokratisch und schnell helfen. 

„Die fest angestellten Mitglieder der Konzert- und Theaterorchester sowie der Rundfunkklangkörper sind durch die Lohnfortzahlung in den kommenden Wochen bei Veranstaltungsausfällen relativ gut abgesichert“, sagt DOV-Geschäftsführer Gerald Mertens. „Den Freischaffenden droht allerdings echte Existenznot.“ Die Absagen von Chor- und Orchesterkonzerten in der Passions- und Osterzeit treffen die Freiberufler völlig unvorbereitet. Den Betroffenen brechen erhebliche Honorareinkünfte weg, die nicht anderweitig kompensiert werden können.

„Wir regen die Ansiedelung des Notfallfonds direkt bei der Künstlersozialkasse (KSK) in Wilhelmshaven an“, sagt Mertens. „Dort sind alle freiberuflichen Künstlerinnen und Künstler versichert, auch aus der Sparte Musik. Über die vorhandenen Personen- und Bankdaten könnten Betroffene kurzfristig mit Notfallzahlungen versorgt werden. Auch wäre die KSK in der Lage, die Plausibilität entgangener Honorare zu prüfen. Schon jetzt sollten Freiberufler durch die Coronavirus bedingte Honorarausfälle dokumentieren.“

 

Internationale Konferenz für Freie

10.03.2020 - In Dublin hat eine Konferenz für Freischaffende stattgefunden. Eingeladen waren Expertinnen und Vertreterinnen aus verschiedenen Ländern und Bereichen wie Journalismus, Schauspiel, Musik oder Dienstleistungen. Dabei wurde der unterschiedliche Stand in den einzelnen Bereichen und Ländern deutlich. Die internationale Konferenz fand am 11. und 12. Februar in Dublin statt und wurde von der EU finanziert. Neben Erfahrungsberichten ging es um gesetzliche Grundlagen im Wettbewerbs- und Arbeitsrecht, Möglichkeit des Zusammenschlusses und gemeinsamen Verhandelns in Europa, Vereinigungsfreiheit und sozialen Dialog. Dabei zeigte sich, dass die DOV mit ihrem Engagement für Freischaffende erfreulich weit ist, aber auch von anderen lernen kann. In den Niederlanden zum Beispiel machten freie Musikerinnen und Musiker dem Publikum deutlich, dass Konzerte eines Orchesters mit Festangestellten letztlich nur mit ihnen als Freie möglich sind.

 

Erneute Etataufstockung für Landesorchester in NRW

10.03.2020 - Mit einer weiteren Mittelerhöhung für drei Landesorchester setzt das Land NRW erneut Akzente im Kulturangebot im ländlichen Raum. Nach einer ersten Aufstockung im Jahr 2018 erhalten die Neue Philharmonie Westfalen (Recklinghausen), die Nordwestdeutsche Philharmonie (Herford) und die Philharmonie Südwestfalen (Siegen-Hilchenbach) ab 2020 nochmals zusätzlich rund 1,6 Millionen Euro. Die Mittel sind Teil der Stärkungsinitiative Kultur und sollen bei der Herausbildung und Weiterentwicklung spezieller Profile unterstützen.

 

Brandenburg: Erstes Bundesland etabliert DOV-Honorarmindeststandards

24.02.2020 Ab sofort gelten im Land Brandenburg Fördergrundsätze für Honorarmindeststandards für freischaffende Musikerinnen und Musiker in Projekten und Institutionen mit musikalischen Eigenproduktionen (siehe Pressemitteilung des Brandenburger Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur). Das Land stellt 2020 für diese bundesweit neue Regelung bis zu 100.000 Euro bereit.
„Das Land Brandenburg setzt mit den neuen Fördergrundsätzen einen echten Meilenstein für die Verbesserung der Honorarsituation freischaffender Musikerinnen und Musiker“, sagt DOV-Geschäftsführer Gerald Mertens. „Erstmalig in Deutschland wird für freischaffende Künstlerinnen und Künstler analog zum gesetzlichen Mindestlohn eine Honoraruntergrenze verbindlich eingeführt. Ich freue mich, dass die von der DOV gemeinsam mit Freischaffenden entwickelten Mindesthonorarsätze als Grundlage herangezogen wurden.“

Im Brandenburgischen Landtag gab es einen breiten, parteiübergreifenden Konsens über die Notwendigkeit dieses Schrittes. Die DOV dankt allen an diesem Verfahren Beteiligten. Mertens: „Wir haben jetzt eine sehr gute Grundlage, Honorarmindeststandards zukünftig auch in weiteren Bundesländern zu etablieren und damit noch mehr Musikerinnen und Musikern angemessenere Einkünfte zu verschaffen.“
Anhang: Pressemitteilung des Brandenburger Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur

 

Neue DOV-Infobroschüre für Freischaffende

16.12.2019 In den vergangenen Jahren hat sich das Engagement der DOV für die steigende Zahl der freischaffenden Berufsmusikerinnen und -musiker zu einem wichtigen Schwerpunkt der Verbandsarbeit entwickelt. Wir haben Verbesserungen bei der Vergütung und der sozialen Absicherung durchgesetzt. Immer mehr Freischaffende werden deshalb Mitglied in der DOV. In einer neuen Broschüre informieren wir umfassend über Ausbildungswege, Berufsbild, individuelle und gesellschaftliche Herausforderungen sowie über das konkrete Engagement der DOV. Die Broschüre gibt es als Druck und online auf der DOV-Website unter https://www.dov.org/publikationen (siehe auch rechte Seitenspalte).

 

Neuer DOV-Arbeitskreis Selbständige in Mitteldeutschland

20.11.2019 In Leipzig hat das erste Treffen des Arbeitskreises der Selbständigen in Mitteldeutschland stattgefunden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten am 28. Oktober 2019 über aktuelle Entwicklungen, weitere Schritte in der freien Szene und die nächste Anpassung der Honorarmindeststandards. Das Treffen organisierten Prof. Birgit Schmieder, Vorsitzende der Arbeitsgruppe Freie und Lehrbeauftragte, sowie Robin von Olshausen, der in der DOV-Geschäftsstelle Ansprechpartner für Freischaffende ist. Gemeinsam mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zogen sie ein positives Fazit. Das nächste Treffen wird voraussichtlich im Frühjahr 2020 stattfinden. Weitere Teilnehmer sind jederzeit willkommen. 

 

NRW: Förderung freier Profi-Ensembles

17.07.2019 In Nordrhein-Westfalen werden in den kommenden drei Jahren insgesamt 22 freie Musikensembles vom Kulturministerium finanziell unterstützt. Damit erhalten die aus 67 Bewerbungen ausgewählten Ensembles eine gewisse Planungssicherheit. 2019 stehen insgesamt 500.000 Euro zur Verfügung. Die Summe steigt nach Angaben des Ministeriums bis 2022 auf 2,15 Millionen Euro.

Bei der Vergabe achtete das Ministerium darauf, dass die Ensembles aus allen Landesteilen stammen und die gesamte musikalische Breite repräsentieren: alte und neue Musik, Kammermusik, Jazz und Elektronische Musik.

Zur Pressemitteilung des Ministeriums gehts hier.

 

Internationaler FIM-Kongress für freischaffende Musikerinnen und Musiker

27.05.2019 Zum ersten Mal richtet die Musikergewerkschaft FIM eine internationale Konferenz aus, die sich ausschließlich mit der schwierigen Lage der freischaffenden Musikerinnen und Musiker befasst und Lösungsvorschläge aufzeigt. Am 27. und 28. Mai diskutieren in Kopenhagen über 100 Teilnehmende. Schwerpunktthemen sind Arbeits– und Honorarbedingungen, Versicherungsfragen, unterschiedliche nationale gesetzliche Rahmenbedingungen, Leistungsschutzrechte und öffentliche Fördermittel für die freie Musikszene.

28. Mai 2019: Delegation der DOV auf dem ersten Freelancer-Kongress in Kopenhagen 28. Mai 2019: Delegation der DOV auf dem ersten FIM-Freelancer-Kongress in Kopenhagen
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Die Internationale Musikergewerkschaft (Fédération Internationale des Musiciens, FIM) ist der weltweite Dachverband von rund 70 nationalen Musikergewerkschaften. Mitglied ist auch die DOV. In Kopenhagen ist sie vertreten durch den Vorsitzenden Jean-Marc Vogt, die Mitglieder des Gesamtvorstands Prof. Birgit Schmieder, Prof. Gottfried Engels und Frithjof Koch sowie durch Geschäftsführer Gerald Mertens.

 

Anhörung zur Vergütungslage der Freischaffenden in Berlin

DOVmagazin 01/19 - Das Abgeordnetenhaus von Berlin hat sich in einer Anhörung des Kulturausschusses mit der Lage der freischaffenden Musiker und Vokalsolisten befasst. Dabei vertrat DOV-Mitglied Andreas Wenske die Position der DOV auf Basis der Mindesthonorarstandards. Die Anhörung fand im November 2018 statt. Eine wirklich fundierte Analyse blieb jedoch aus. Diskutiert wurde auch darüber, dass die DOV-Mindeststandards für die Bereiche Jazz und zeitgenössische Musik freier Ensembles so nicht anwendbar seien. Hier sind jetzt noch weitere DOV-Aktivitäten gegenüber Senat und Parlament erforderlich.

 

Landtag Brandenburg beschließt Mindestlohn für Musiker

14.12.2018 - Die DOV begrüßt den Beschluss des Landtags Brandenburg zum Mindestlohn für Musiker. Als erstes deutsches Landesparlament beschloss der Landtag in Potsdam am 13. Dezember, die Mindeststandards der DOV für die Honorierung freischaffender Musiker und Vokalsolisten verbindlich einzuführen.

„Diese Landtagsentscheidung zugunsten freischaffender Musiker und Sängerinnen hat Vorbildcharakter für andere Bundesländer“, sagt DOV-Geschäftsführer Gerald Mertens. „Wir freuen uns, dass am Ende der intensiven politischen Diskussion der letzten 18 Monate die vier Landtagsfraktionen von CDU, SPD, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gemeinsam diesen Beschluss gefasst haben. Das ist ein bundesweit wichtiges Signal und ein großer Schritt in die richtige Richtung, um perspektivisch der Selbstausbeutung, Prekarisierung und Altersarmut von freischaffenden Musikern und Sängerinnen entgegenzuwirken.“

Die DOV-Mindeststandards legen für die Mitwirkung Freischaffender in Proben, Aufführungen und Musikprojekten konkrete Honorarsätze fest. Diese werden ab 2019 im Land Brandenburg eingeführt, gelten verbindlich ab 2020 für von Land geförderte Projekte und erfassen spätestens ab 2021 auch die vom Land institutionell geförderten Orchester. Die Honorarsätze werden jährlich an die allgemeine durchschnittliche Lohnentwicklung angepasst.

Die aktuellen DOV-Honorarmindeststandards für freie Orchesterprojekte finden Sie hier.
Die aktuellen DOV-Honorarmindeststandards für Vokalsolisten finden Sie hier.
Den fraktionsübergreifenden Antrag im Landtag Brandenburg können Sie hier herunterladen.

 

Neue VddKO-Zusatzversorgung: Absicherung im Alter für freischaffende Orchesteraushilfen

08.11.2018 - Freischaffende Musiker, die am Ende ihres Berufslebens eine gesetzliche Rente beziehen, sind immer stärker mit Altersarmut konfrontiert. Im Einzelfall sind sie sogar auf zusätzliche staatliche Unterstützung angewiesen. Eine eigene freiwillige Zusatzversorgung können nun Musikerinnen und Musiker aufbauen, die regelmäßig bei TVK-Orchestern aushelfen. Auf Antrag der DOV beschloss der Verwaltungsrat der Versorgungsanstalt der deutschen Kulturorchester (VddKO) am 12.10.2018 eine entsprechende Satzungsänderung.

Der Aufbau der Zusatzversorgung ist ab 01.01.2019 möglich. Der monatliche Grundbeitrag liegt bei 12,50 Euro. Die DOV empfiehlt Antragsberechtigten, von dieser attraktiven Möglichkeit zur Altersabsicherung unbedingt Gebrauch zu machen.

Weitere Einzelheiten zum Aufbau einer zusätzlichen Altersversorgung finden Sie hier.

 

Nordrhein-Westfalen: Kulturministerin erhöht Förderungen für Freischaffende

13.09.2018 - Freie Ensembles und Spielstätten sollen mehr Geld erhalten. Für freie Ensembles seien bis 2020 rund 1,4 Millionen Euro vorgesehen. Spielstätten sollen insgesamt 140.000 Euro Unterstützung vom Land bekommen. Das teilte Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) am 10. September mit.

Vor einigen Monaten hatte sie bereits mehr Geld für die Kunst- und Kulturszene in Aussicht gestellt, um der vielfältigen Musikszene in NRW neuen Schub zu geben. Der gesamte Kultur-Etat wird deshalb im kommenden Jahr 20 Millionen Euro höher ausfallen.

An den Start geht auch eine neue Exzellenz-Initiative für Jazzmusikerinnen und -musiker. Dafür sind 120.000 Euro eingeplant. Die Karriere einzelner Musiker solle gefördert werden. Auch die Förderungen für Landesorchester und Landesjugend-Ensembles sollen Pfeiffer-Poensgen zufolge steigen.

 

Neue DOV-Arbeitsgruppe Freischaffende und Lehrbeauftragte

21.08.2018 - Die DOV hat seit der letzten Delegiertenversammlung im April eine neue Arbeitsgruppe für freischaffende Musiker und Lehrbeauftragte an Musikhochschulen. Ihr gehören folgende Mitglieder des Gesamtvorstands an: Prof. Gottfried Engels (Musikhochschule Köln), Judith Hilger (Vokalensemble des SWR, Stuttgart), Frithjof Koch (freischaffender Musiker, Hamburg), Prof. Birgit Schmieder (freischaffende Musikerin, Lehrbeauftragte an der UdK Berlin und der HfMT Hamburg), Steffen Schrank (Bochumer Sinfoniker) und Martin Majewski von der Geschäftsstelle. Zur Vorsitzenden wurde Birgit Schmieder gewählt. Es handelt sich um eine Arbeitsgruppe (AG) des DOV-Gesamtvorstands.

Die AG ist breit aufgestell. Sie wird sich in den kommenden drei Jahren für die Belange der Freien und Lehrbeauftragten einsetzen. Dazu gehört auch die weitere Etablierung der Mindeststandards und fairer Orchesteraushilfssätze. Gemeinsam mit der bklm wollen die AG-Mitglieder die Situation der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen verbessern.

Die AG wird sich mehrmals jährlich treffen. Zu den Sitzungen sollen je nach Thema und Region auch externe Einzelmitglieder eingeladen werden.

 

Regionaler Arbeitskreis der Freien Musiker Berlin/Brandenburg

21.08.2018 - Mit der Gründung eines Arbeitskreises hat vor mehr als acht Jahren in Berlin der intensive Einsatz der DOV für freischaffende Musiker begonnen. Damit wollten freie Musiker der ständigen Verschlechterung von Honoraren und Arbeitsbedingungen in der freien Szene begegnen.

Der Arbeitskreis trifft sich regelmäßig und hat sich mit Folgendem beschäftigt:

  • Erarbeitung von Mindeststandards
  • Anhebung der Orchesteraushilfssätze
  • Vernetzung der freien Musiker, auch innerhalb von Instrumentengruppen
  • Gespräche mit Politikern sowie Vertretern von Kirchen und Chorverbänden
  • Kontakt zu ähnlichen Interessengruppen
  • Probenraum zu günstigen Konditionen

Das Engagement des Arbeitskreises bildet die Keimzelle für den inzwischen bundesweiten Einsatz der DOV für die Freischaffenden, für den im April die AG Freie und Lehrbeauftragte des DOV-Gesamtvorstands gegründet wurde. Sie ist unbedingt auf die Unterstützung weiterer regionaler Arbeitskreise angewiesen.

 

DOV im Gespräch mit der Vorsitzenden des Kulturausschusses im Bundestag

DOVmagazin 05/18, S.6 - DOV-Geschäftsführer Gerald Mertens hat am 4. Juli Katrin Budde (SPD), Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien, getroffen. Budde nutzte danach ziemlich geschickt die Gelegenheit, bei Facebook über den Inhalt des Gesprächs zu informieren und auch gleich noch für Musik zu werben. "Heute  hatte ich ein Gespräch mit Herrn Mertens, dem Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung (DOV)“, schrieb sie. „Die DOV kümmert sich um die Belange der Berufsmusikerinnen und -musiker. Neben Mindeststandards für Honorare sprechen wir über fehlende Musiklehrerinnen und Musiklehrer an den Schulen und die musikalische Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern. Musik verbindet, reißt Mauern ein und ist wichtig für Völkerverständigung und Integration.“

 

 

DOV bei Anhörung im Brandenburger Landtag

DOVmagazin 05/18, S.4 - Der Kulturausschuss des Brandenburger Landtags hat die DOV zu einer Anhörung zu Mindesthonoraren für Freischaffende eingeladen. Anlass ist ein fraktionsübergreifender Antrag zum Thema, der an den Ausschuss verwiesen wurde. Die Anhörung findet am 12. September statt. Die DOV engagiert sich auch in Brandenburg für Mindesthonorare.