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Lehrbeauftragte an bayerischen Musikhochschulen streiken zwei Wochen im November

16.10.2017 12:37

Viele sehen ihre Existenz bedroht

Ab Mitte November wollen die Lehrbeauftragten an Musikhochschulen für zwei Wochen in ganz Bayern streiken. Viele sehen ihre Existenz bedroht, weil die Universitätsverwaltungen gerade prüfen, ob arbeitsrechtliche Vorschriften eingehalten werden. Zum Streikauftakt in München wollen die Lehrbeauftragten am 13. November mit ihren Instrumenten in einem Demonstrationszug von der Arcisstraße vor den Landtag ziehen.

 

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Bereits am 6. November 2014 machten Betroffene in München am Bundesweiten Aktionstag der Lehrbeauftragten auf ihre schwierige soziale Lage aufmerksam   c Buerkl

 

Lehraufträge müssen laut Gesetz Nebenjob sein. Konkret bedeutet das: Ein Lehrbeauftragter darf maximal neun Stunden pro Woche unterrichten. Allerdings ist mehr als die Hälfte der 900 Honorarlehrer an Musikhochschulen in Bayern einer Umfrage zufolge existenziell von den Lehraufträgen abhängig. Die Hochschulen erfassen auch, ob ihre Dozenten an weiteren Lehreinrichtungen tätig sind und damit die zulässige Stundenzahl überschreiten.

Ulrike Höfer, Sprecherin der Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (bklm), wandte sich an den Rechnungshof und an Wissenschaftsminister Ludwig Spaenle (CSU). Sie betonte, dass es richtig sei, die geltenden Vorschriften einzuhalten. Der Staat habe die gängige Praxis zu lange toleriert und davon profitiert, dass Lehrbeauftragte Stundenzahlen über den gesetzlichen Vorgaben übernahmen. Regierung und Hochschulen trügen eine soziale Verantwortung für die Dozenten. Die DOV kooperiert mit der bklm.

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