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Insolvenzgefahr für Staatstheater Schwerin besteht fort

25.11.2011 11:20

DOV: Problem nur aufgeschoben, nicht aufgehoben

Die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) hält eine Entwarnung beim insolvenzgefährdeten Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin für voreilig. Durch die kurzfristigen Rettungsbeschlüsse der Stadt von dieser Woche sei das Problem nur aufgeschoben, aber nicht aufgehoben.

„Es ist zwar zu begrüßen, dass die Anfang November drohende Insolvenz für die Staatstheater GmbH in Schwerin einstweilen abgewendet wurde“, meint DOV-Geschäftsführer Gerald Mertens. „Das Problem ist damit jedoch nur auf das Jahr 2012 verschoben. Es braucht nur einen weiteren verregneten Festspiel-Sommer mit deutlich verringerten Eigeneinnahmen; dann ist die Liquidität der GmbH schon wieder gefährdet. Wie soll auf diesem unsicheren Parkett überhaupt eine künstlerisch erfolgreiche und betriebswirtschaftlich nachhaltige Arbeit geleistet werden?“, fragt Mertens.

„Vor diesem Hintergrund ist die aktuelle Forderung nach Haustarifverträgen und weiterem Lohnverzicht aller Beschäftigten als Insolvenzabwendung und „Zukunftsmodell“ eine Zumutung“, ärgert sich Mertens. „Die Mitglieder der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin verzichten bereits jetzt in einem Haustarifvertrag bis 2013 auf Geld. Das politische Bekenntnis der Stadt zum Staatstheater ist am Ende nur so viel wert, wie es auch finanziell unterfüttert wird. Letztlich müssen die Stadt und die Landesregierung aufhören, sich gegenseitig den „schwarzen Peter“ zuzuschieben und endlich darüber verständigen, wo ihr Staatstheater in fünf oder zehn Jahren stehen soll“, fordert Mertens abschließend.

V.i.S.d.P.
Gerald Mertens
Geschäftsführer

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